Der Pinguin als Speise. Und als Film.
Leben mit Melville: Werbeblogger diskutieren von sonderbaren Umtrieben in Studentencommunities ausgehend über das Pinguinbild bei Herman Melville. Schon erstaunlich.
And truly neither fish, flesh, nor fowl is the penguin; as an edible, pertaining neither to Carnival nor Lent; without exception the most ambiguous and least lovely creature yet discovered by man. Though dabbling in all three elements, and indeed possessing some rudimental claims to all, the penguin is at home in none. On land it stumps; afloat it sculls; in the air it flops.
Aus: The Encantadas, Sketch Third: Rock Rodondo, 1854.
Oder in der Übersetzung von Richard Mummendey:
Und tatsächlich, weder Fisch noch Fleisch noch Geflügel ist der Pinguin, und als Speise weder zum Karneval noch zur Fastenzeit gehörend, zweifellos das zweideutigste und am wenigsten ansprechende Tier, das der Mensch je entdeckt hat. Obgleich der Pinguin sich in allen drei Elementen herumtreibt und tatsächlich einige verkümmerte Ansprüche an alle drei hat, ist er in keinem zu Hause. Auf dem Lande watschelt er, im Wasser paddelt er, und in der Luft plumpst er herunter.
So spaßig das gesagt ist, hat Melville offenbar seine Wikipedia nicht gelesen. Eine ehrbar zusammengereiste Meinung ist es immerhin. Dafür bedient sich der neue Pinguinfilm frech beim Oscarpreisträger des Vorjahres.




