
Nu in da houze: Moby-Dick; oder: Der Wal. Der Rathjen
31. Mai 2007Update und Vollendung zu Die wahren Orte sind es nie:
Vorher:
Nachher:
Hähä. Also muss es mir keiner mehr besorgen (hu, wie das wieder klingt…), ich war selbst so frei. Enthalten in der Rathjen-Übersetzung:
- Essay von Jean-Pierre Lefebvre: Die Arbeit des Wals. Red Moby &/or: Das Kapital
- Auszüge aus Owen Chase: Bericht vom Schiffbruch des Walfängers Essex aus Nantucket, der im Pazifischen Ozean von einem großen Pottwal angegriffen und schließlich zerstört wurde
- Herman Melvilles Notizen zum letzteren
- Jeremiah N. Reynolds: Mocha Dick, erstmals deutsch
- Herman Melville: Skizzen einer Walreise
- Herman Melville: Hawthorne und seine Moose, die 1850er Rezension zu Mosses From an Old Manse, die Melvilles herzliches Verhältnis zu Nathaniel Hawthorne begründete, erstmals deutsch
- Sieben Briefe Hermans Melvilles an Sophia und Nathaniel Hawthorne nebst Tagebucheintragungen der letzteren beiden
- Sophia und Julian Hawthorne: Wie wir ihn sehen. Erinnerungen an Herman Melville
- Friedhelm Rathjen: Wie ich Herman Melvilles Moby-Dick übersetzt habe
Das meiste davon vermisst man schmerzlich in erreichbarer Buchform, sobald man anfängt, mit Herman Melville zu leben; ich hab schon aus Verzweiflung etliche Originalausgaben in abgelegten Exemplaren aus abgelegenen Provinzstadtbibliotheken der USA importiert, unter anderem welche wie den Hershel Parker, die offensichtlich auch Herr Rathjen benutzt hat – und an dieser Stelle darüber berichtet. Der Weblog ist durchsuchbar.
Rathjen stellt den Anspruch, zum ersten Mal den Urtext aus der gesicherten Fassung bis in die Klangstruktur hinein so getreu wie möglich abzubilden, als “Äquivalent zu für den sperrigen Stil, die wechselnden Tonlagen, die exzessive Rhetorik und die ungewöhnliche Interpunktion” (aus der editorischen Notiz von Nrobert Wehr).
Der Approach gefällt mir mit der Zeit immer besser, der Ausdruck übersetzen gewinnt plötzlich seine nautische Zweitbedeutung mit Betonung auf dem Präfix; ich werde meine Wertungen in der Bücherliste relativieren müssen.
Kaum innerhalb einer Zeitspanne, in der man nicht mal ein Kind kriegen kann, die ersten 25 Kapitel Moby-Dick durchgelesen, schon ist man rettungslos vergeekt.






