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Die Katze, die sich nicht nass machen will, fängt keinen Fisch

28. Juli 2007

Katzencontent is in:

Unter all den Charakterköpfen in Moby-Dick hat man immer schmerzlich eine Katze vermisst. So ein Bordkater trägt wesentlich zum philosophischen Gehalt eines Romans bei. Wie charaktergeladen und fischaffin Katzen auch sind, kann man sie eben doch nicht bedenkenlos zu Wasser lassen.

Anschaulich wurde dies einmal mehr am 3. September 1949, als unter der Regie von William Hanna und Joseph Barbera Tom Jerry unter Wasser jagte: The Cat and The Mermouse (7:49 Minuten).

Die Phase mit Hanna & Barbera an der Regie, das ist: 1940–1958, war die Zeit, als MGM eine ernsthafte Konkurrenz für Disney waren und ihnen sogar den einen oder anderen Oscar für Animated Short Film wegschnappten. So geschehen für The Cat Concerto (7:49 Minuten) vom 26. April 1947. Die Musik (Ungarische Rhapsodie Nr. 2 von Franz Liszt) wurde von der Kapazität Scott Bradley eingespielt, der gezeichnete Fingersatz sitzt auf dem Sound.

Manche der zeitlos allerbesten Episoden Tom & Jerry überschreiten die Grenze der Jugendfreiheit: Kurzkrimis wie Kitty Foiled (1. Juni 1948, 7:20 Minuten) oder Heavenly Puss (9. Juli 1949, 7:48 Minuten) krawallen mit einem Suspense herum, der in späteren Jahren nicht für sieben Minuten, sondern ungefähr drei Staffeln reichen musste.

Alle fünf verlinkten Filme stehen sehr frisch auf Youtube; schnell gucken, bevor MGM sich auf ihr Copyright besinnen. Vom Rippen rate ich selbstverständlich ab, aber Großstellen ist legal.

MGM Tom & Jerry
Jerry’s Diary, 22. Oktober 1949: die erste Episode, die mit Flashbacks arbeitet.

Bild: MGM via Tom and Jerry Online; Lizenz: Creative Commons.

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