Da war doch was
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Die Wüstenrot Stiftung, die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung und der Wallstein Verlag haben sich verbündet, um vergessene Literatur in einer eigenen Edition wieder ins Bewusstsein der Leser zu heben. Dabei übernimmt jeweils ein Schriftsteller die Patenschaft für ein Buch und stellt es in einer bundesweiten Lesereihe vor. Die Wüstenrot Stiftung stellt für fünf Jahre die finanziellen Mittel bereit. Für den ersten Titel, “Das Buch der Bücher” von Peter Altenberg (1859-1919), steht Wilhelm Genazino als Pate ein.
Löbliche Aktion. Soll ich mal raten, was danach kommt? Hans Henny Jahnn, wetten? Und dann Johann Gottfried Schnabel und dann irgendwas von Cooper, die kommen immer, wenn was über Bücher kommt, die angeblich keiner mehr kennt. An Peter Härtling 1966 und vergessene-buecher.de 1903–1908 glaub ich irgendwie nicht — das erste ist zu offensichtlich und das zweite handelt von so einem “System der politischen Ökonomie”, an sowas will ja keiner erinnert werden.
Nein, ist schon okay, dass mal was anderes gefördert wird als Kindheitsaufarbeitungen in der BRD der Siebziger (eigentlich müssten doch die langsam die Kinder schreiben können, die sich an die Neunziger erinnern, oder?) und Tintenherz. Bin ja bloß neidisch, dass es wieder nicht um meinen schönen Reclam-Paralleldruck Werther geht, den ich mal in der Kneipe vergessen hab.
Vergessenes Buch: Some South Seas Mermaids, Never Sea Land, 22. Mai 2008.
Vergessenes Lied: Cindy & Bert: Der Hund von Baskerville, 1971. Musik: Terrence Butler, Frank Iommi, John Osbourne, William T. Ward. Deutscher Text: Bert Berger.








Wie immer man dazu steht, dass das Werk Peter Altenbergs dem Vergessen entrissen wird (3 Bände, 1200 Seiten, 69,- Euro! – was hätte das Ding gekostet, wenn es nicht gefördert worden wäre?) – das Lied jedenfalls kann man ruhig vergessen. Grausig!
Jessebird
2. September 2008 at 4:58 pm
Wow, auf Umfang und Preis hab ich erst mal gar nicht geschaut. Von der Wüstenrot Stiftung (Corporate Spelling auseinander und ohne Binde Strich) erwirbt man wahrscheinlich automatisch einen Bausparvertrag dazu.
Der Hund von Baskerville soll doh grausig sein, Määnsch. Vor allem die fetzige Heimorgel, gell :o)
Wolf
2. September 2008 at 10:28 pm
Der junge Mann (Bert?) und der Hund haben doch eine gewisse Ähnichkeit, wenn man mal genau hin schaut.
Wo Du so etwas nur immer findest, ehrlich.
BillyBudd
5. September 2008 at 3:50 pm
Hähä. Das Lied war mal im Zündfunk als Illustration für entbehrliche Coverversionen. Um auch den visuellen Eindruck dazu rauszuyoutubeln, gehört ein gewisser Mut, das schon :o)
Wolf
5. September 2008 at 10:09 pm