Ihr seid so gut.
Fast hätt ich vergessen zu vermelden: Das Osterwichteln hat ein Ende. Alle von euch — die überhaupt teilgenommen haben — haben sich einen Kopf, einige Mühe und ein bisschen Geldausgabe gemacht, Spaß gemacht haben alle Einsendungen. Alle Konterwichtel hab ich inzwischen auf den Weg gebracht und hoffe euch damit gerecht zu werden. Danke an alle!
Auch schon vorbei: Das Free Verse Project der Academy of American Poets: Man sollte ein englischsprachiges Gedicht in einer vergänglichen Form darstellen und photographieren. Das hab ich selbstverständlich allein deswegen nicht verlautet, weil ich einen Ansturm von Einsendungen meiner Leser befürchte und mit meiner eigenen gar keine Chance mehr hätte.
Mein eigener Beitrag war: Herman Melville: To ——— (The Weedy Stream). Und Sie machen sich ja überhaupt keinen Begriff, was so eine hundertjährige Vintage-Schreibmaschine wiegt, wenn man sie an die Isar schleppt. Und wie man bei so einer Unternehmung mit den Leuten ins Gespräch kommt! Besser als Gassigehen mit einem Border Collie. Das war ein Tipp für Singles.
Das Gedicht ist eins aus dem Nachlass von Melville, posthum in jener legendären Lebkuchendose gefunden, in der unter anderem Billy Budd lag. Es wird um 1860 eingeordnet, klingt mir aber nach bedeutend später, vor allem bei diesem wörtlichen Anklang an Poe.
Herman Melville: To ———
Ah, wherefore, lonely, to and fro
Flittest like the shades that go
Pale wandering by the weedy stream?
We, like these, are but a dream:
Then dreams, and less, our passions be;
Yea, fear and sorrow, and despair
Be but phantoms. But what plea
Avails here? phantoms having power
To make the heart quake and the spirit cower.
Wenn ich gewinne, das sag ich dann.









Erlaube mir den Hinweis, dass die Gewinner beim Free Verse Project inzwischen schon ermittelt sind (Deinen Namen habe ich in der entsprechenden Pressemitteilung leider auch nicht gelesen, fand aber meine auch schön *g.)
Offenbar ist diese Flickr-Group aber weiter aktiv, jedenfalls sehe ich immernoch neue Beiträge dort.
Theoretisch könnte man sich dem anschließen, oder unter einem neuen “Tag” ein sinngemäßes Projekt starten.
Cara
27. April 2009 at 6:21 am
Danke auch für die saisonal passende Rückwichtelung!
Das Gedicht ist sehr schön.
cohu
27. April 2009 at 8:07 am
@ Cara: Und ob man das könnte, hähä.
@ Cohu: Und meine Handschrift erst! :o)
Wolf
27. April 2009 at 7:18 pm
Hups, wieder mal’n Anschluss verpasst. Ich dank dir a u c h schön für mein tschechisches Wichtelnichtel… äh, -nixel. Wir haben uns schon angefreundet. ;o))
Hehe, du oller Egoist. *g* Einfach nix vom Pösieprojekt zu verraten, tsss. Aber wenn du meine unmaßgebliche Meinng hören willst: das Schleppen hat sich gelohnt. Schön isses geworden – schon wegen der _mehrfach_ gebrochenen Vergänglichkeit. —
Neiiid. Mit so einem Dingens würd ich auch gern mal Gassi gehn, wenigstens zum büschn Angeben. Ich hab vor Jahren um ein Haar mein vorwendedienstliches Kleinod – eine noch praktizierende Olympia – aufm Betriebsfest ersteigert …grrrm, das eine Haar grämt mich heut noch.
hochhaushex
29. April 2009 at 9:23 pm
Für meine Vintage musste ich sogar extra heiraten .ò) Das schöne Stück stammt aus den Beständen der Bayerischen Rundschau zu Kulmbach, und bei uns konnte man die abgewickelten Gegenstände getrost endlagern, wir hatten ja nix .ò)
Wolf
30. April 2009 at 2:05 pm
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München am Meer I: If You Miss Me on the Harbour « Moby-Dick™
22. May 2009 at 12:07 am
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Uncollected, Lost and Found « Moby-Dick™
11. October 2010 at 6:55 am