Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Archive for January 2010

Bookes into Dragon’s Teeth

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Update for Vorabendvorstellung and Signed: Adolf Wolf, Colossal Stinker:

Herbert Mitgang, Ahab, Freud and Nazis On Melvilleans' Agenda, New York Times August 26, 1986

Image: Herbert Mitgang: Ahab, Freud and Nazis On Melvilleans’ Agenda, in: New York Times August 26, 1986, I.23, via Clare Spark: The radicalism of the Founders and Herman Melville, November 18, 2009.

Click pic big.

Written by Wolf

30. January 2010 at 12:01 am

Posted in Rabe Wolf

Das Hörbuch als Video: Kapitel 28: Ahab

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Update zu Kapitel 26 und 27: Ritter und Knappen:

Das 28. Kapitel (11:56 Minuten) ist fertig.

Little Musicians, 1899, via Celeste Tumulte

Bild: Celeste Tumulte: Little Musicians, vintage photograph on reverse glass. Copyright 1899 by Alfred S. Campbell.

Copyright Lesung: marebuchverlag Hamburg, 2007,
Sprecher: Christian Brückner;
Copyright Übersetzung: Zweitausendeins Frankfurt/Main, 2006;
Videobild: MadHaiku: MoBy DiCk In HaIkU v2, Chapter Five.
Buch mit 2 .mp3-CDs kaufen.

Written by Wolf

27. January 2010 at 12:01 am

Posted in Siedekessel

Bounty Day, Wal in Lee, Fayaway

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Elke erzählt wahre Geschichten aus der Südsee:

Sailors are the only class of men who now-a-days
see anything like stirring adventure; and many things
which to fire-side people appear strange and romantic,
to them seem as common-place as a jacket out at elbows.

Herman Melville: Typee, Preface.

Elke HegewaldJedes Jahr am 23. Januar brennt die Bounty. Lichterloh, vor der Küste von Pitcairn.

Wie damals, vor 220 Jahren, als die neun vielleicht berühmtesten Meuterer ever auf der Flucht vor dem Strang der britischen Admiralität mit ihrem gekidnappten Dreimaster an diesem winzigen i-Punkt in der unendlichen Südsee gestrandet sind. An dem Tag, an dem sie unwiderruflich Insulaner wurden. An dem einer aus ihrer Mitte sie in den Stand von Isolatos erhob, als er das Fluchtfahrzeug ansteckte, um ihre Spur aus der Welt – und in sie – zu tilgen.

Am 23. Januar brennt die Bounty. Die Pitcairnier, deren kleine Gemeinde nicht einmal ein halbes Hundert Köpfe zählt, werden wie all die Jahre zuvor ein Vehikel dieses Namens hinaus aufs Meer schleppen und in die Flammen schauen, bis sie verlöschen und das Geheimnis des einstigen Verstecks ihrer geächteten Vorväter wieder ins Dunkel der Nacht taucht. Wenigstens das sind die Nachfahren Fletcher Christian alias Clark Gable alias Marlon Brando alias Mel Gibson, seinen Männern und deren polynesischen Frauen, die ihre Urmütter wurden, schuldig. Und John Adams, dem letzten der Meuterer und geläuterten frommen Guru († 1829), der sie in den Schoß der Kirche zurückführte. 23. Januar ist Feiertag auf Pitcairn. Bounty Day.

Was für unsereinen und den Rest der Welt nur ein zerlesener Dreiteiler von Nordhoff und Hall und ein paar kultige Monumentalfilme in Starbesetzung sind, ist für die Siedler des kleinen Eilands in der Südsee ihre Historie, eine Geschichte von Leben und Tod. Es hat nicht geklappt, wie man weiß, mit dem glücklichen Isolatodasein der Bountymannschaft, jedenfalls nicht gleich. In Tubuai, dem ursprünglich Auserkorenen, gab es Unfrieden und Dahingemetzelte statt Wahlheimat. Und auf dem bei ihrer Ankunft unbewohnten Pitcairn im Crash von europäischen mit polynesischen Werten und Mentalitäten, Inselkoller und Frauenmangel bald nichts als Suff, Mord und Totschlag. Ein Eldorado und Versuchsgehege für Tiefenpsychologen. – Dazu Robert Merles “Die Insel” lesen!

Die gerade noch rechtzeitige Alphabetisierung des letzten Bountyman Adams mit Hilfe der Schiffsbibel (die heute ehrenvoll im Inselmuseum aufbewahrt wird) vor der gegenseitigen Ausrottung bescherte der gebeutelten Nachkommenschar endlich doch noch alkoholische Abstinenz, Gottesfurcht und Menschenliebe. Und ihrem frommen Obervater seine Begnadigung, Verewigung im Namen der einzigen Inselsiedlung (Adamstown) sowie ein romantisch verwittertes Grab mit Seeblick im Kreise seiner Frauen hoch über der Bountybay, dem dermaleinstigen Landeplatz.

Und jeden 23. Janaur brennt die Bounty. Wegen alledem.

***

Die Gegend da mit den spärlich in die Weiten der See gestreuten Inselperlen hat es sowieso in sich, was Strandungen, menschliche Dramen und berühmte Geschichten angeht. Die in Januartagen schicksalhaft kumulierten. Denn der selige John Adams lebte noch, als fast genau 30 Jahre später, im Dezember 1820, zwanzig Männer in drei mit Segeln aufgerüsteten Walbooten durch Sturm und Wasser nebenan die Nachbarinsel Henderson erreichten. – Das waren die Schiffbrüchigen des Nantucketer Walfängers Essex, den Wochen vorher ein Pottwalbulle versenkt hatte, der das literarische Vorbild für Herman Melvilles Moby Dick werden sollte. Nebenan heißt in diesem Fall: nur 400 Meilen entfernt. Ein Klacks, in Südsee- und Schiffbruchdimensionen gedacht. Die lebten damals auch alle noch, die Whalemen der Essex. Und sie ahnten nicht, wie nah sie ihrer Rettung waren, als sie – bis auf drei – wieder ablegten. Ahnten nicht, wie gern und liebevoll der alte Inselvater von Pitcairn samt seiner Großfamilie sie wieder aufgepäppelt hätte.

So fuhren sie mit vollen Segeln nicht nach Westen, sondern gen Osten Richtung Festland – ‘die Küste hinauf’, wie sie es im Walfängerjargon lakonisch nannten. Nur, dass zwischen ihnen und dieser Küste tausende Seemeilen lagen. Es folgte eine Tragödie, an deren Ende sie kannibalisch ihre toten Kameraden aufaßen und die nur fünf Männer überlebten. Ironie des Schicksals: ihren verhängnisvollen Kurs bestimmte die Angst vor menschenfressenden Polynesiern auf den ihnen unbekannten Inseln. Zum einen. Zum anderen waren es ihre Nantucketer Sturschädel.

Nantucketer misstrauten grundsätzlich allem, was über ihren persönlichen Erfahrungshorizont hinausging.

schrieb Nathaniel Philbrick in seinem preisgekrönten Dokumentarroman ‘Im Herzen der See’.

Ihr im wahrsten Sinne des Wortes weit reichender Erfolg im Walfang gründete weder auf radikalen technischen Fortschritten noch auf möglichem Mut zum Risiko, sondern auf einem tief verwurzelten Hang zum Althergebrachten… Jede Neuigkeit, die sie nicht aus dem Mund eines anderen Nantucketers erfuhren, war ihnen suspekt.

Nathaniel Philbrick: Im Herzen der See. Karl Blessing Verlag München, 2000, 1. Auflage, Seite 135.

Und Melville selbst kritzelte an seine eigene Ausgabe des Owen-Chase-Berichts:

All the sufferings of these miserable men of the Essex might, in all human probabiltity, have been avoided had they, immediately after leaving the wreck, steered straight for Tahiti, from wich they were not very distant at the time, & to wich, there was fair Trade wind. But they dreaded cannibals, & strange to tell knew not that… it was entirely safe… to touch at Tahiti. But they chose to stem a head wind, & make a passage of several Thousand miles… in order to gain a civilized harbor…

In: The Loss of the Ship Essex, Sunk by a Whale. Penguin Books. NY 2000, p. 78/79.

Was alles uns wieder mal lehrt: Wissen kann Leben retten. Und es hätte schon geholfen, wenn der Essex-Captain Pollard oder sein Erster Maat Owen Chase 1819 vor dem Auslaufen ihres Schiffes ordentlich Zeitung gelesen hätten, statt nur volle Walölfässer im Kopf zu haben. Das nahegelegene Lokalblatt New Bedford Mercury zum Beispiel, in dem ein Captain Townsend sich im April brühwarm über die Nahrungsumstellung der Typees auf dem marquesischen Nuku Hiwa von Menschenfleisch auf gastfreundlichere Kost ausgelassen hatte (siehe Philbrick, a.a.O., Seite 133/134).

***

Womit wir auch noch die dritte Örtlichkeit dieser wasserreichen Gegend ausgemacht haben, in der das Leben Verbüchertes über kultige Realisolatos schrieb. Die Heimat von Fayaway, dem Inselmädchen des “Typee”-Helden. – In dem bekanntermaßen der eine oder andere Liter lebendigen Herzblutes unseres Moby-Vaters aus eigenen Abenteurer- und Walfängertagen pulst. Wie immer sie hieß, er hat sie selbst gekannt, vielleicht sogar geliebt, seine Fayaway, die Inselblume von Nuku Hiva.

––– Und irgendwo hier am Spreestrand, vielleicht im Pankower Café Garbáty, feierte dieser Tage Einer seinen 73. Geburtstag, dem wir – neben ungezählten anderen – eine der schönsten und lehrreichsten Illustrierungen von Melvilles ‘Typee’ und Fayaways Welt verdanken. Für die erhielt er 1979 den Grand Prix der Biennale Bratislava: Klaus Ensikat. Der soll sich inzwischen zur Ruhe gesetzt haben. Vielleicht irgendwo hier in Berlin am Flussufer mit Zugang zum Meer, wo er gerade ein Moleskine vollkritzelt. Denn wir hoffen ja immer noch, dass der seine Drohung nicht ernst meint…

Bilder: Exercise Bounty Bay; HMS Bounty; Kirche von Adamstown, Pitcairn; Flickr; Elke.

Written by Wolf

23. January 2010 at 12:03 pm

Posted in Smutjin Elke

Test Lesesucht

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Update zu Eigentlich sollten wir erwachsen werden:

Wer Bücher aus dem 19. Jahrhundert durchnudelt, kann ruhig auch mal ein Stöckchen schnitzen. Das folgende ist bei der Bibliomanie aufgelesen.

Faerie Girl, Death of a Librarian, 2. Juni 2010trifft nicht zu
trifft zu

  1. Du hast deinen eigenen Sachbearbeiter bei Amazon.
    [Da sei der Basis vor.]
  2. Deine Kreditkartenabrechnungen werden per Büchersendung verschickt.
    [Welche Kreditkarte, hähä?]
  3. Du kaufst Teil 3 einer Serie und noch bevor du angefangen hast zu lesen, freust du dich auf Teil 4.
    ["Eckermann, lesen Wir Serien...?"]
  4. Du teilst das Jahr nicht in Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter auf, sondern Neuerscheinungen Frühjahr und Neuerscheinungen Herbst.
    [Ja, definitiv: Das ist mir von einem Jahr Verlagsausbildung geblieben.]
  5. Die vielen Mails in deiner Mailbox sind keine Spams, sondern die Lieferauskünfte deines Online-Buchhändlers.
    [Nur bei Weihnachtsanfällen mit Gebrauchtbüchern, die von so vielen Klitschen wie Büchern versendet werden.]
  6. Deinen Buchhändler wählst du danach aus, wie weit es bis zum nächsten Parkhaus ist, damit du nicht so weit so schwer tragen musst.
    [Siehe Punkt 2: Kreditkarte.]
  7. Dein Stapel ungelesener Bücher ähnelt in Höhe und Ausrichtung dem Schiefen Turm von Pisa.
    [Mich erinnert er mehr an Troja.]
  8. Du ärgerst dich im Mai, wenn ein im Oktober erscheinendes Buch noch nicht in der Datenbank deines Online-Buchhändlers zum Vorbestellen aufgeführt ist.
    [Um Himmels willen, ich komm nicht mal mit dem ganzen alten Zeug hinterher.]
  9. Die Familienmitglieder deiner Serienhelden sind dir geläufiger als deine eigenen Cousins und Cousinen.
    [Eine Serie hab ich schon mal freiwillig gelesen.]
  10. Dein Postbote hasst dich.
    [Mein offizieller ist ganz okay. Die unterbezahlten und demotivierten Aushilfen vom Liefer-"Service" schneiden mich und tragen alles gleich in den Bierschuppen gegenüber. Was wiederum nicht schadet, weil die Wirtin ein Pfundshaus ist.]
  11. Deine Familie erkennt dich ohne Buch vor dem Gesicht nicht mehr.
    [Meine Frau erkennt mich am Mundgeruch.]
  12. Du freust dich über ein schlechtes TV-Programm, denn es verschafft dir mehr Zeit zum Lesen.
    [Ich eriwetere auf "DVD-Angebot", dann stimmt's.]
  13. Du überbietest dich im Eifer des Gefechts bei eBay selber.
    [Ich biete nicht mal, ich beobachte immer nur.]
  14. Die Leihbücherei deines Heimatortes kann nur aufgrund deiner Buchspenden existieren.
    [The perks of wohning in a Großstadt.]
  15. Du verbringst alle Wochenenden im Baumarkt, um dir neue Regalbretter zuschneiden zu lassen.
    [Das würde meine Frau unterstützen...]
  16. Wenn dein SUB auf unter 5 sinkt, steigt dein Puls auf 180.
    [Tut er nie. Der SUB.]
  17. Man nennt dich auch den Schrecken der Flohmärkte.
    [Nein – den Retter der Grabbelkisten.]
  18. Dein Vermieter kündigt dir, weil die Statik des Hauses nicht für deine Buchmengen ausgerichtet ist.
    [Eigengenutzte Immobilie!]
  19. An Sonn- und Feiertagen bestellst du entweder online oder gehst an den Hauptbahnhof, um dir Suchtstoff zu beschaffen.
    [Das fette ich mal, weil bislang zweimal unterlaufen: Das eine Mal hab ich auf dem Nachhauseweg vom Krankschreibenlassen im Supermarkt einen Wolfgang Hohlbein aufgelesen einzig zu dem Zweck, ihn an diesem Kranktag durchzulesen, das andere Mal hab ich mir an einem Samstag kurz vor Ladenschluss ums Verrecken eingebildet, ich bräuchte jetzt auch mal so einen Hochglanz-Edelschund, der bei Hugendubel unter "Erotik" gleich neben der Chick-Lit steht, mit "ästhetisch" ausgeleuchteten Brüsten drauf. Gekauft hab ich mir dann die dummy.]
  20. Wenn du in den Urlaub fährst, dann hast Du die Klamotten im Handgepäck und der Koffer ist voller Bücher.
    [Nein, der ist leer, damit ich vor Ort Bücher reinschlichten kann. Durch meine Ausbeute aus drei Tagen New York anno 1993 bin ich heute noch nicht durch.]
  21. Du versiehst Deine Bücher grundsätzlich mit Schutzfolien, damit sie beim (sowieso schon vorsichtigen) Lesen nicht leiden.
    [Macht das jemand, der nicht von der Schulordnung dazu gezwungen wird?]
  22. Du hast bereits Freundschaften gekündigt, weil Du ausgeliehene Bücher beschädigt zurückbekommen hast.
    [Hey, das war auch sonst ein Arschloch...]
  23. Du riechst heimlich in der Buchhandlung an den neuen Büchern und siehst Dich dabei verstohlen um.
    [Ich hatte mal eine Freundin, die Buchhändlerin war und Verlage am Geruch unterscheiden konnte.]
  24. Du hältst Menschen, die die letzte Seite eines Buches zuerst lesen, für nicht gesellschaftsfähig.
    [Wenn ich das fette, steigt mir meine Frau aufs Dach.]
  25. Du behältst jedes Buch, obwohl es Dir überhaupt nicht gefallen hat oder Du es nie lesen wirst.
    [Anybody in for Gartenratgeber aus den 80ern?]
  26. Du hast das Gefühl, einen guten Freund verloren zu haben, sobald Du ein gutes Buch beendet hast.
    [Ich hab's ja nicht geschrieben.]
  27. Du verlässt niemals das Haus ohne Buch.
  28. Du ärgerst Dich über Bücher, die Dir nicht gefallen, liest sie aber trotzdem zu Ende.
    [Leider nicht. Ich bin kein Schnellleser und auf meine Lebenszeit angewiesen.]
  29. Du verwendest Grundsätzlich für jedes Buch ein neues Lesezeichen.
    [Vielmehr möbliere ich Bücher, die ich fortan lebenslang ständig brauchen will, mit solchen teuren Postkarten fürn Euro.]
  30. Du setzt dich anstatt vor das Aquarium vor Dein Bücherregal.
    [Kunststück.]
  31. Du hegst als ansonsten friedliebender Mensch Mordgedanken bei schlampigen Übersetzungen oder Grammatik- und Rechtschreibfehlern.
    [Aber hallo! Ich hab sogar den Stöckchentext korrigiert, umformuliert und eine Redundanz rausgeschmissen. Es ist stärker als ich.]
  32. Du liest beim Lesen von dicken Bücher immer zwischendurch mal wieder den Klappentext.
    [Ebenfalls Berufskrankheit: Klappentexte stimmen nie.]
  33. Du freust Dich über Dein neues Auto nur deshalb, weil Du nun auch die schweren Hardcover mit Dir herumschleppen kannst.
    [Ich mit einem Auto, gar noch mit einem neuen? Schwer bildlich vorzustellen.]
  34. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie man in der Supermarktwarteschlange NICHT lesen kann.
    [So weit kommt's noch.]
  35. Du wünschst Dir zu allen Feiertagen nur Bücher, obwohl Du mindestens zwei Leben bräuchtest, um Deinen derzeitigen SUB auch nur annähernd abbauen zu können.
    [Bücher wünscht man nicht noch künstlich nach, die laufen einem zu.]
  36. Du kaufst Dir ein ausgeliehenes Buch, das Dir gut gefallen hat, nach dem Lesen, obwohl Du noch nie ein Buch zweimal gelesen hast.
    [If you love something, set it free. Außerdem hab ich schon Bücher zweimal gelesen.]
  37. Du berechnest nach jedem Kapitel die durchschnittliche Seitenanzahl je Kapitel.
    [Und die verbleibende Lesezeit.]
  38. Du musst unter allen Umständen ein neues Buch beginnen, nachdem Du das letzte fertig gelesen hast, und nimmst dafür auch mitternächtliche Klettertouren im Nachthemd aufs Bücherregal auf Dich.
    [Wenn ich schon mal dabei bin...]
  39. Du denkst, dass Du krank bist, wenn Du in einer Buchhandlung mal nichts kaufst.
    [Nein, dann denk ich, dass ich gesund bin. Wozu gibt's das Zeug für einen Bruchteil gebraucht online?]
  40. Deine Umgebung reagiert völlig schockiert darauf, Dich ohne Buch anzutreffen.
    [Kommt nicht vor.]
  41. Du nimmst das Buch auch aufs Klo mit und liest.
    [Ich bin nicht so der Fäkaltyp.]
  42. Du rufst andauernd: “Oh! Eine Buchhandlung!”
    [Vielmehr bleibe ich wortlos davor stehen. Nichts anderes wird erwartet, wenn schon mal jemand mitkommt.]
  43. Du sinnst ständig über kreative Möglichkeiten nach, Deine wachsenden Bücherstapel unterzubringen.
    [Und CDs!]
  44. Du legst diverse Listen an – incl. SUB – bzw. Dateien an und führst sie auch, um den Überblick über die Bücher zu behalten.
    [Wenn ich mir die nicht freihändig merken kann, hilft Buchhaltung auch nicht weiter.]

Mehr als 10 Treffer: akut lesesüchtig
Mehr als 20 Treffer: fortgeschrittenes Stadium
Mehr als 30 Treffer: nicht mehr therapierbar

Ich bitte um zahlreiche Weiterverwertung!

Sommersemester

Bilder: Faerie Girl: Death of a Librarian, 2. Juni 2010;
Sommersemester, Rinderbrunnen München, 21. Juni 2008, meins.

Written by Wolf

22. January 2010 at 5:04 am

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Leonorenwatch

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Zu Poes Zweihunderterstem: Update zu Hurre hurre, hop hop hop:

Ad repetitionem:

Die Geschichte der Eleonoren als Inbegriff sehr schöner, junger und vor allem toter Mädchen als das Allertraurigste, was sich nur ausdenken lässt, verläuft:

  1. Viona IelegemsGräfin Eleonore von Schwarzenberg (“Vampirprinzessin“);
  2. Magdalena Eleonore Jachmann, Verlobte und Muse der Leonore-Gedichte von Johann Christian Günther;
  3. volkstümliche Ballade Leonore von Gottfried August Bürger;
  4. Sammlung Volksmärchen der Deutschen von Musäus;
  5. Erzählung The Legend of Sleepy Hollow von Washington Irving;
  6. Kurzgeschichte Eleonora von Edgar Allan Poe;
  7. Gedicht The Raven von Edgar Allan Poe;
  8. Film Sleepy Hollow (Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen) von Tim Burton;
  9. Comic-Reihe Lenore, the Cute Little Dead Girl von Roman Dirge.

Außerhalb der Reihe liegen:

  1. Oper Fidelio von Ludwig van Beethoven, vormals Leonore;
  2. Schauspielerin Eleonora Duse;
  3. Menschenrechtsaktivistin, Diplomatin und Präsidentengattin Eleanor Roosevelt;
  4. das Lenor-Gewissen;
  5. Liedermacherin Lenore.

Fehlt eine? Jetzt Sie: Wem außer den aufgeführten noch eine Lenora, Leonora, Lenore, Leonore, Eleonore oder Eleonora im Kunstschaffen auffällt, die der Gothic-Kultur zuzuordnen ist, gewinnt

  • irgendeine alte Schwarte vom Büchereiramsch;
  • ein (auf die eine oder andere Weise) kostbares antiquarisches Buch;
  • irgendwelche Musik oder
  • eine ausgewählte, selbst gebrannte CD.

Alles muss raus!

Wer hingegen endlich den Einwand unseres Lesers Bubisch vom 2. März 2009 ausräumen kann, sprich: Wer eindeutig mit Argument und Quellenangabe nachweist, warum Musäus’ Sagen, vor allem die vom kopflosen Reiter, vom Rhein oder woanders her stammen, gewinnt etwas richtig Schönes. Versprochen.

Das nehmen wir gleich als Gewinnspiel den ganzen Februar durch, der ist eh so kurz. Wer mit dem Weichspüler kommt, schuldet mir eine CD.

Fachliteratur zu Totenromantik und Gothic-Ästhetik:

  • Elisabeth Bronfen: Die schöne Leiche: Weiblicher Tod als motivische Konstante von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis in die Moderne, 1987;
  • dieselbe: Over Her Dead Body. Death, Femininity and the Aesthetic, 1992, deutsch: Nur über ihre Leiche. Tod, Weiblichkeit und Ästhetik, Dissertation LMU München 1993, 1997, Neuauflage 2004.

Bild: Motophil: Viona Ielegems auf dem Leipziger Wave-Gotik-Treffen, 15. Mai 2005.

Written by Wolf

19. January 2010 at 4:07 am

Griffe & Schritte

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Auf der Autobahn dreht sie das Radio an und wippt den Kopf im Takt. Im Dunkeln sehe ich, dass sie lächelt.
   Das Leben ist merkwürdig, flüstert sie, es besteht eigentlich nur aus Griffen und Schritten. Ein paar wenige davon und schon ist alles anders.
   Ich spüre es wieder, dieses Zucken im Zwerchfell.

Juli Zeh: Adler und Engel, 2001.

Bild im Bild: Jörg Gläscher oder David Finck.

Written by Wolf

17. January 2010 at 12:01 am

Posted in Kartenzimmer

(It Must Hurt)

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Update for Fruit and Flower Painter and Lieb, die Olle:

Art

In placid hours well-pleased we dream
Of many a brave unbodied scheme.
But form to lend, pulsed life create,
What unlike things must meet and mate:
A flame to melt—a wind to freeze;
Sad patience—joyous energies;
Humility—yet pride and scorn;
Instinct and study; love and hate;
Audacity—reverence. These must mate,
And fuse with Jacob’s mystic heart,
To wrestle with the angel—Art.

From: Timoleon, 1891

Image: Matthew Camirand: Herman Melville Tattoo, March 18, 2008.

See Tara Kathleen Murphy: Angels in Music and Art.

Written by Wolf

13. January 2010 at 2:30 am

Sushiideen

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Update zu Moby Dick on a Stick und … doch das Meer braucht uns nicht:

Walfang: Neue Forschungsergebnisse mit Spannung erwartet

Ungeachtet scharfer internationaler Proteste ist diese Woche wieder eine japanische Walfangflotte in die Antarktis ausgelaufen. Auf der Abschlußliste stehen 850 Zwergwale sowie zehn der besonders bedrohten Finnwale. Japan gibt an, die Tiere aus wissenschaftlichen Gründen zu jagen. So soll etwa erforscht werden, wie viele Zwergwale in ein Kühlregal passen, ob ihr Fleisch auch auf teflonbeschichteten Pfannen kleben bleibt und welcher Dip dazu am besten schmeckt.

Titanic, 10. Januar 2010.

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Tvøst og spik, Wikimedia Commons

Bild: Tvøst og spik: “Das schwarze Grindwalfleisch und Speck (in der Schale) wird gerne zusammen mit Trockenfisch (links) und Salzkartoffeln gereicht. Dazu trinkt man traditionell Bier”, Wikimedia Commons.

Written by Wolf

12. January 2010 at 1:03 am

Posted in Meeresgrund

Pride and Prejudice

with 10 comments

Update for Powerpoint zur teutschen Litteratur des 19. Jahrhunderts,
Verschwinde aus meinem Leben, Baby,
and Emmaline is sugar and spice and all things nice:

From bookshop, November 16, 2009:

Pride & Prejudice: a drama in triple i parts, as told by Yahoo!Emoticons.

PART I:

~Longbourne~

Bingley: :-h
Darcy: :|

Meryton: [-O<
Mrs Bennet: $-)
Mr Bennet: :-j

Jane: :">
Bingley: :x

Darcy: L-)
Lizzie: 8-|
Darcy: :-?
Lizzie: :))
Darcy: :|

Wickham: ;;)
Lizzie: ;;)
Lydia: ;;)
Darcy: ;;)?
Lizzie: =;
Darcy: :-w

~Proposal the First~

Mr Collins: :-B
Lizzie: :-@
Mr Collins: [-O<
Lizzie: :-&
Charlotte: :-?
Mr Collins: *-:)
Charlotte: :>
Lizzie: #-o

Bingley: :-h
Jane: =((

PART DOUBLE I:

~at Kent~

Lady Catherine: [-)
Collins: ^:)^
Darcy: :|
Lizzie: /:)
Darcy: ;;)?
Lizzie: :-??

~Proposal the Second~

Darcy: [-O<
Lizzie: :-O
Darcy: [-)
Lizzie: /:)
Darcy: [-X
Lizzie: %-(
Darcy: :-<
Lizzie: ~X(
Darcy: >:D<
Lizzie: =;
Darcy: @-)
Lizzie: X(
Darcy: :-t
Lizzie: b-(

PART TRIPLE I:

~at Derbyshire~

Darcy: :-<
Lizzie: :-?

Pemberley: (*)(*)(*)(*)(*)
Lizzie: :-S
Darcy: :)
Lizzie: :)
Darcy: ;;)?
Lizzie: ;;)
(Georgiana, the Gardiners, & millions of obsessed Austenites throughout the generations: \o/)

~a letter arrives~

Wickham: >:)
Lydia: 8-}
Lizzie: :((
Darcy: :| :-h
Lizzie: :(

~meanwhile, in London~

Darcy:
Wickham:
Darcy:
Lydia: <:-P

~at Longbourne again~

The Bennets:
Lizzie: 8->

Lady Catherine: 8-X
Lizzie: #-o
Lady Catherine: ~X(
Lizzie: =;

Bingley: :-h
Darcy: :|
Jane: :-S
Lizzie: :-S
The Bennets:
Bingley: :x
Jane: :x
The Bennets:
Darcy: :-S
Lizzie: ;;)?

~Proposal the Third~

Darcy: @};-
Lizzie: :">
Jane: :-??
Mr Bennet: /:)
Mrs Bennet: $-)!
Lady Catherine: >:P
Readers: [-O<

~The Ending~

Darcy: :x
Lizzie: :x
Jane Austen: ;))
Humanity in general: ^:)^

Cover Pride and Prejudice, HörbuchDon’t judge an audiobook by its cover, aber hier haben wir eine Komplettlesung in knapp elf Stunden .mp3s, also ähnlich momumental wie Christian Brückners Unternehmung, die der mare-Ausgabe Moby-Dick beiliegt, und hoffentlich ebenso zuverlässig. Die Verpackung Pride and Prejudice zeigt Keira Knightley in ihrer hübschesten Rolle (hach, diese unaufdringlich eleganten Kleidchen einer englischen Landadelstochter! dieses mädchenhafte, burschikose Elfengestell!) in der liebenswerten 2005er Verfilmung an meiner Lieblingsstelle: Elizabeth “Lizzy” Bennet sitzt auf dem Anwesen ihrer Eltern auf der Schaukel, vor sich hin dröselnd und barfuß — das heißt: kindlich und unbekümmert wie eine Zehnjährige. Und dann kommt ihre große Schwester daher und fragt sinngemäß: “Also nimmst du jetzt den Darcy oder nicht? Weil wenn du ihn nicht nimmst, nehm ich ihn.”

Natürlich ist Lizzy empört, wie man sich so an einen wegwerfen kann, den man gar nicht richtig liebt. Schwesterchen kontert: “Hey, ich bin jetzt 28 und muss langsam zuschauen, wo ich unterkomme.”

In diesem kurzen Abtausch steckt allerhand drin: dass romantische Liebe, die sich auf nichts anderes denn emotionale Zuneigung gründet, ein historisch recht junges Konzept und die Ehe zuerst mal als geschäftliche Verbindung nützlich ist, in deren Verlauf eine Zuneigung schon heranwachsen wird, so Gott will. Und wenn er nicht will, eben nicht. Und dass eine junge Frau in einem viktorianischen Umfeld (parallel in Deutschland zur gleichen Zeit: in der Romantik) mit 28 Jahren schon recht spät damit dran war, unter eine Haube zu kommen, andernfalls Verarmung, Kloster und Altjungfernschaft mit 30 drohen, bestimmt aber keine Karriere als unabhängige starke Frau. Und vor allem, dass man sich dieses romantische Gezicke erst mal leisten können muss.

Und nein, das entspricht ganz sicher nicht meiner persönlichen Wunschvorstellung von weiblichen Lebensläufen (und übrigens auch nicht von männlichen). Es bleibt trotzdem ein aufschlussreicher und großer Filmmoment.

Image: Cover Audiobook Pride and Prejudice / Stolz und Vorurteil. MP3-CD. Die englische Originalfassung ungekürzt, 2006.

Drama in Emoticons: bookshop, November 16, 2009.

Written by Wolf

7. January 2010 at 3:29 am

Posted in Laderaum

Pequod’s End (There is a captain Ahab in all of us)

with one comment

Heute vor 170 Jahren, am 6. Januar 1840, ist die Pequod untergegangen. Dan Matlaga von der Google Group der Ishmailites tut den Job der P.E.Q.U.O.D. und seziert in einem Vorgriff auf Kapitel 132: Die Symphonie die sich aufdrängenden großen Themen.

The Symphony beschreibt noch die Ereignisse des 1. Januar 1840. Nach den pausenlosen Ankündigungen des Untergangs über die letzten 131 Kapitel ist dieser Anfang derjenige vom Ende. Konsequent dazu handeln die folgenden letzten Kapitel an Epiphanias nicht von einem Erscheinen, sondern einem Verschwinden.

170 years from today, on January 6th, 1840, the Pequod sank. Dan Matlaga from Google Group Ishmailites does a P.E.Q.U.O.D. job describing Chapter 132: The Symphony in several entries. In context, without the doublets, all by Dan Matlaga:

The Symphony, part 1

Hello All…

It is morning January 1, 2010.

Most appropriate for this date and this time is an analysis of Chapter 132 The Symphony. One hundred seventy years ago on this morning of this new decade of 1840 Melville has Ahab at the bulwarks gazing into the sea and sky.

I have remnants of my High School paperback copy of Moby-Dick. Underlined in red:

“On such a day – very much such a sweetness as this – I struck my first whale – a boy harpooneer of eighteen! Forty – forty – forty years ago! – ago!”

I underlined that sentence in The Symphony in red, along with this thought also in red: “M gives away the store here… date???”

I realized how important the date of The Symphony is. It could provide a more cohesive understanding of certain information provided in the novel. Certainly anyone who has progressed to chapter 132 is capable of mathematical addition. The question as it would appear in a blue book exam: “Question: If in chapter 132 Captain Ahab states he was 18 years old forty years ago, how old is Captain Ahab now?” The answer: 18 + 40 = 58, Captain Ahab is 58 years old while gazing into sea and sky in chapter 132.

This bit of information is interesting but limited. A similar situation occurs, it seemed to this high school student, in Chapter 28 Ahab. With reference to the scar on Ahab’s face down his neck to disappear beneath his clothing: “Whether that mark was born with him, or whether it was the scar left by some desperate wound, no one could certainly say.”
An old Gay-Head Indian believed that Ahab was branded when he was forty years old in an elemental strife at sea. A grey Manxman believed Ahab had this scar as a birthmark, and the scar extended head to foot.

Both comments concerning the origin of Ahab’s scar are correct. But what concerns here is this repeat of Melville’s use of the number forty. Without the date the voyage takes place, it is difficult to understand how this scar information can be of much use. If your mind wraps around the fossilized interpretation of Moby-Dick, the petrified interpretation – mummified, desiccated view, that Mr. Melville was not interested in detail, certainly these passages will open up much to wild speculation. If the date of the voyage can be determined, the speculation can be narrowed.

But hey… what did I know; I was a High School student.

 

The Symphony, part 2

Suzanna, Ave Maria, October 17, 2008So the subsequent submissions don’t read as magic, I think it appropriate to briefly describe how we can determine the year of the last voyage of the Pequod.

In 1999 John F. Birk published a book titled: “Tracing the Round: The Astrological Framework of Moby-Dick.” In his book John divides the novel into six blocks. Chapters 1 – 25 falls under the astrological signs of Aries and Taurus, chapters 26 – 69 Gemini and Cancer constitute Birk’s second block while Chapter 70 The Sphynx is block three. Birk’s block four includes chapters 71 – 92 and tokens the astrological signs of Virgo and Libra, chapters 93 – 126 fall under the astrological signs of Scorpio and Sagittarius. The final number six block which includes chapters 127 – 135 rounds out the astrological zodiac with the three astrological signs of Capricorn, Aquarius and Pisces. As the Pequod sails from one ocean to the next in search of the whale, it is according to Birk, sailing from one astrological section of the zodiac to the next.

While John was writing his book he and I had more than a few lunches on campus. During one of these lunches, John mentioned that no one really understands the gams, and of all the gams the least understood is Chapter 54 The Town Ho’s Story. I told John not to worry. I’ll figure it out.

With a start time of 6 p.m. that evening and an all nighter until about 2p.m. aided by a dozen or so magnificent Churchill cigars, I was able to determine the astronomical references of the gams. Chapter 52 The Pequod meets the Albatross references the constellation Argo. The constellation noted on star maps of 1840’and 50’s no longer exist on modern star maps. Chapter 54 The Town Ho’s Story is related to Halley’s comet. Chapter 71 The Pequod meets the Jeroboam is without question a reference to a comet designated in the history books as Comet 1840 1. Chapter 81 The Pequod meets the Virgin is Melville’s inclusion of the planet Jupiter while the planet Venus can be affiliated with Chapter 91 The Pequod meets the Rose Bud. The planet Saturn is the basis for Chapter 100 The Pequod meets the Samuel Enderby of London. Melville had in mind the planet Mercury for Chapter 115 The Pequod meets the Bachelor, and Mars for Chapter 128 The Pequod meets the Rachel. One of the more interesting gams is Chapter 131 The Pequod meets the Delight. This gam was written with the planet Uranus in mind, and as previously submitted occurred on Christmas of 1839.

We can ask the question: was there ever a time when Mercury was in either Capricorn, Aquarius, or Pisces while Venus was in the constellation of Virgo or Libra, Mars in Capricorn, Aquarius or Pisces, Jupiter in Virgo or Libra, Saturn in the astronomical constellation of Scorpius or Sagittarius, and Uranus in either Capricorn Aquarius or Pisces? The answer is yes; all conditions are met from December 17th 1839 through January 5th, 1840. With consideration of the illumination of the moon described in Chapter 22 Merry Christmas, we can be certain this window occurs at the closing of the voyage and not the start of the voyage.

It is worth noting the necessary change of treating Birk’s astrological signs to astronomical constellations. If we continue to use Birk’s six blocks as astrological signs we do not arrive at a date. The planet Venus becomes particularly quarrelsome. This is one of two smoking guns Melville provides to inform the reader astrological considerations are not the important guide John Birk believes.

Chapter 22 Merry Christmas informs the reader the day the Pequod set sails. We can now state with confidence the date is December 25, 1838. If the reader navigates through the 135 chapters guided with the additional thought whale encounters occur during the period of two nights and three days of new moon, the reader arrives with the Pequod’s demise January 4th, 1840.

 

The Symphony, part 3

Suzanna, Ariadne, November 2, 2008The astute reader referenced in part two will conclude Chapter 132 The Symphony occurs the morning of January 1, 1840, which parallels the date of this posting of not just a new year but also a new decade. In 1840 Ahab informs the reader he is 58 years old. If we subtract 58 from 1840 we arrive at the year 1782. Captain Ahab was born in the year 1782. According to a document in the archives of the Berkshire Historical Society, Allan Melvill, Herman’s father’s birth date is presented as April 7, 1782. John Birk can take some comfort here since he lists Aries as Ahab’s astrological sign (March 21 – April 20).

We learn in The Symphony Ahab becomes a boy harpooneer at age 18. If we add 18 to 1782 we arrive at the year 1800. This is the year Allan made his first ocean voyage to Europe where he would eventually set up an export business to the United States. Another document, titled: “Recapitulations of Voyages and Travels from 1800 to 1822 both inclusive,” this document written by Allan lists 1800 as his first voyage and the year 1822 as his last. Allan then was forty years old when he made his last voyage. Recall the statement in Chapter 28 Ahab by the Gay – Head Indian with respect to Ahab’s scar: “…not till he was full forty years old did Ahab become that way branded, and then it came upon him, not in the fury of any mortal fray, but in an elemental strife at sea.” We can narrow Ahab’s strife at sea to November 9, 1822 to a major meteor shower. Melville’s treatment of meteor showers in Moby-Dick will remain for another posting.

Some may conclude Mr. Melville had issues with his father and therefore patterned Ahab after those issues. Along similar lines, Moby Dick was a whale, there is a constellation of Cetus a sea monster, Moby Dick must be represented by Cetus. The Pequod was a sailing ship. There was the constellation of Argo, a sailing ship, the Pequod must have been represented in the sky as Argo. Mr. Melville was a world class author and a much greater artist than these simple conclusions warrant.

 

The Symphony, part 4

Suzanna, Arachne, November 2, 2008There is information in Chapter 132 The Symphony that can help determine when Moby Dick took Ahab’s leg.

The Pequod leaves Nantucket Christmas Day 1838. We know from reading The Symphony, the Ahabs had a child equipped with outside plumbing. That son had to have been born before the Ship left harbor. Mr. and Mrs. Ahab must have gotten together nine months earlier, which would place Ahab in Nantucket April 1838.

We can make some general, rounded number calculations. The distance from the tip of South America to Nantucket is 8,100 miles. Chapter 41 Moby Dick informs us Ahab went mad while traversing the Patagonian Cape at mid winter, months and weeks after his leg was bitten off by the whale. Recall from 5th grade geography class the seasons are reversed in the Southern Hemisphere so mid winter at the Patagonian Cape translates as June 21 at the tip of South America. The distance, again in round numbers between the southern tip of South America to Nantucket is 8, 100 miles. From other considerations described later, a ship of the Pequod’s design was capable of 80 statute miles in a 24-hour day. It would take the Pequod roughly 100 days to achieve the distance from the southern tip of South America to Nantucket. This would place Ahab back home late August or early September 1837. This is certainly enough time for the Ahab’s to conceive a child April 1838.

Another leg of that voyage involves the distance from the place where Ahab’s leg was taken by the whale to the Patagonian Cape. Remember the passage past the southern tip of South America occurred June 21st. The first paragraph of Chapter 130 The Hat informs the reader the Pequod was “… hard by the very latitude and longitude where his tormenting wound had been inflicted…” The Pequod crossed the equator heading southward in the previous chapter. The distance from this area, in round numbers was the equator at 150 degrees west longitude to the Patagonian Cape. That distance is 5,900 miles. The Pequod could achieve this distance in 74 days. It places the amputation of Ahab’s leg no earlier in the year of April 1837.

The time from the point of amputation to Nantucket is based on a speed a ship such as the Pequod can attain while cruising from one hunting ground to the next. With the wounded captain aboard, the ship was no doubt rigged with sails to achieve the greatest speed. This would have the effect of shortening the time of the Pacific and Atlantic legs of the remainder of the voyage but allow for a mid winter passage through the Patagonian Cape.

It is interesting to note that May 4, 1837 a partial eclipse of the sun occurred in the north Atlantic. Melville associates whale encounters with new moon, and solar eclipses with Ahab’s leg. A solar eclipse is after all, a special case of new moon. May 1837 was the start of deep recession very much like what we are going through today. It was the month Maria Gansevoort Melville, Herman’s mother, lost her fortune and inheritance in the great recession of 1837. She had to live modestly and on handouts from that month on.

It might be worth noting of an incident before the Pequod’s sail of Ahab being found one night “… lying prone upon the ground, and insensible; by some unknown, and seemingly inexplicable, unimaginable casualty, his ivory limb having so violently displaced, that it had stake-wise smitten, and all but pierced his groin; nor was it without extreme difficulty that the agonizing wound was entirely cured.” The incident is reported in Chapter 106 Ahab’s Leg. Interesting to note this chapter occurs during a solar eclipse of September 08 1839 though the eclipse was not visible from the Pequod’s location in the South China Sea. September 18 1838 however, marks an annular eclipse of the sun visible at sunset from Nantucket. As we can relate Ahab’s leg to solar eclipses; September 18 1838 is the date of the incident addressed in the body Chapter 106.
I contend it less likely Ahab would have mounted a voyage to satisfy revenge on the whale if that sunset accident did not occur. After all while on dry land he was home, fathered a child and surrounded with “…comfort, hearthstone, supper, warm blankets, friends, all that is kind to our mortalities.” All dissolves with the solar eclipse visible from Nantucket and the accident that nearly unmanned him. Those forces that animate the whale are not confined to the watery world. Ahab, now a storm tossed ship must forgo land for the sea.

November of 1838 Mr. Melville earned certificates in surveying and engineering. He needed these for employment on the Erie Canal. The employment never materialized, but June 4th 1839 he was aboard ship to his first sea voyage to Europe.

 

The Symphony, part 5

Suzanna, Alcyone, November 2, 2008I believe the chapter The Symphony was properly titled. When Mr. Melville was writing Moby-Dick, The rather narrow definition of this musical form was not as structured as it is today. It was still in its formative years and thanks to the classical musical giants it gained it’s modern form about the time of Shostakovitch. I believe it was Claude Levi-Strauss who wrote what many of us have felt through the ages: music was closer to the mythic experience than either the written or visual expression. If we take the concept of the symphony in it’s simplest idea, a full orchestral composition that is the some of its parts, we can understand from this five part exercise how Melville provided the reader with clues in The Symphony to determine Ahab was an amalgam of his father and mother. Ahab was the sum of many parts. Herman Melville fits in this amalgam but that is for another submission.

Some time ago there were discussions on a paragraph found in Chapter 41 Moby Dick. From memory, the discussion centered on Melville’s reference to the Hotel de Cluny. I believe the thrust of that paragraph is history. The underground abandoned nature of the hotel suggests a hidden past. The paragraph opens with: “This is much; yet Ahab’s larger, darker, deeper part remains unhinted.” The underground hotel is a reference to this darker, deeper part of Ahab. We have yet to read Chapter 54 The Town Ho’s Story. A chapter that reveals in a kind of nautical way how Steelkilt, the personification of the Ahab we have come to know and love in the main body of Moby-Dick, took over control of the ship from the captain who is Ahab before he received his scar, and Radney, the Ahab after the scar but before the loss of his leg. The surfacing of these personas becomes more evident if we change the name of the “Town-Ho” to a ship named “Ahab.”

One of my favorite chapters is 60 The Line. After a discussion on the terrors associated with the line, the last paragraph contains a point sadly missed in our busy lives above ground. It says in part: “All men live enveloped in whale-lines. All are born with halters round their necks; but it is only when caught in the swift, sudden turn of death, that mortals realize the silent, subtle ever-present perils of life. And if you be a philosopher, though seated in a whale-boat, you would not at heart feel one whit more of terror, than though seated before your evening fire with a poker and not a harpoon, by your side.”

There is a captain Ahab in all of us.

Discuss.

Movie clip: Orson Welles reading an excerpt from Moby-Dick Chapter 132: The Symphony, adapted text, in: Oja Kodar et al.: Orson Welles: The One-Man Band by Medias Res Filmproduktion München/Berlin in association with Bayerischer Rundfunk, 1995.

Images: Suzanna Wurzeltod: Ave Maria, Ariadne, Arachne, and Alcyone; being the Lady Scratch.

Written by Wolf

6. January 2010 at 12:33 am

Posted in Steuermann Wolf

That one euphonious compound

with 9 comments

Update zu Walskelette gucken und Kanadische Walkunde aus Plastikstühlen:

Tristin Lowe hat eine lebensgroße und naturgetreue Skulptur von Mocha Dick aus Filz gebaut und im Fabric Workshop and Museum in Philadelphia, “creating and exhibiting new work in new materials and new media in collaboration with emerging and established international artists”, untergebracht.

The workshop’s current show is worth the trip if only to spend some time walking around Tristin Lowe’s “Mocha Dick,” a life-size re-creation, in pale industrial felt, of the notorious 19th-century sperm whale of that name that inspired Melville’s great white menace.

New York Times: Art and Philadelphia,
in: Randy Kenny: Art to Make You Laugh (and Cry), 27. August 2009.

Jeremiah N. Reynolds, von dem uns das meiste über Mocha Dick überliefert ist — was man heute am besten in der Rathjen-Übersetzung von Moby-Dick vorfindet — beschreibt im Mai 1839 die lebendige Vorlage für Lowes Modell:

Viewed from a distance, the practised eye of the sailor only could decide, that the moving mass, which constituted this enormous animal, was not a white cloud sailing along the horizon. On the spermaceti whale, barnacles are rarely discovered; but upon the head of this lusus naturae, they had clustered, until it became absolutely rugged with the shells. In short, regard him as you would, he was a most extraordinary fish; or, in the vernacular of Nantucket, “a genuine old sog”, of the first water.

Jeremiah N. Reynolds: Mocha Dick: Or The White Whale of the Pacific:
A Leaf from a Manuscript Journal
, 1839.

Gerade die erwähnten barnacles, die Mocha Dicks Leib bedecken, hat Lowe deutlich in Filz hervorgehoben. Und Roberta Fallon & Libby Rosof vom Artblog finden in Tristin Lowe: Big Mocha Dick at the FWM:

Terraced scars are carved into the felt, and zig-zag in stitches across the body. Beautiful barnacles are appliqued, flowering across the old survivor’s skin in colonies. In Melville and in Lowe, it is man’s nemesis, man’s alter-ego, and the engine of man’s greatest folly.

Die schlagendste Überlegung ebendort ist jedoch eine ganz nebenbei hingeworfene Theorie, wie “Mocha” unter Melvilles Händen zu “Moby Dick” wurde:

By July 1846 even the Knickerbocker Magazine had forgotten its earlier version [of Reynold's article], reminding its readers of ‘the sketch of “Mocha Dick, of the Pacific”, published in the Knickerbocker many years ago…’. That account may well have led Melville to look up the earlier issue, in the very month he rediscovered his lost buddy of the Acushnet and fellow deserter on the Marquesas, Richard Tobias Greene, and began ‘The Story of Toby’ [the sequel to Typee]. May not ‘Toby Dick’ then have elided with
‘Mocha Dick’ to form that one euphonious compound, ‘Moby Dick’?”

Das ist Spekulation — aber das Logischste und Handfesteste, was derzeit darüber zu finden ist.

Bilder: Wal total: Steve Legato for New York Times, 27. August 2009;
Wal-Detail: Roberta Fallon & Libby Rosof im Artblog: Tristin Lowe: Big Mocha Dick at the FWM, 7. Mai 2009.

Written by Wolf

4. January 2010 at 6:02 am

Posted in Moses Wolf

Rogue’s Gallery: The Art of the Siren, #34

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Song: David Thomas: Drunken Sailor (3:44 minutes)
from Rogue’s Gallery: Pirate Ballads, Sea Songs, and Chanteys, ANTI- 2006.

Official biography David Thomas;
songs playlist.

Buy CD in Germany and elsewhere.

Image: Joan Blondell via Tom Sutpen.

Lyrics:

1. What do we do with a drunken sailor,
early in the morning?

2. Put him in the longboat till he’s sober.

3. What shall we do with a drunken soldier?

There are many versions known. See Wikipedia and follow links.

Explanatory liner notes by ANTI-:

This stamp-and-go chantey is one of the best known and also quite old. A printed version from the 1830s differs little from the modern one.

Written by Wolf

1. January 2010 at 12:01 am

Posted in Siren Sounds

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