Freut euch, daß die Leser hier sind. Die Kunst gut zu lesen ist vielleicht noch seltener als die, gut zu schreiben; und sie pflegen und dichten unsere Werke weiter fort und schmecken oft Dinge heraus, die noch kein Kritiker sah. (Schreibm? Iss doch keene Arbeit!)
Update zu Wie schwul geht es bei Karl May wirklich zu? (und der Weg dorthin):
Setzen wir, daß man vom 5000. Tage an leidlich mit Verstand zu lesen fähig sei; dann hätte man, bei einem green old age von 20000, demnach rund 15000 Lesetage zur Verfügung. [...] Sagen wir, durchschnittlich alle 5 Tage 1 neues Buch — dann ergibt sich der erschreckende Umstand, daß man im Laufe des Lebens nur 3000 Bücher zu lesen vermag! Und selbst wenn man nur 3 Tage für eines benötigte, wären’s immer erst arme 5000. Da sollte es doch wahrlich, bei Erwägung der Tatsache, daß es bereits zwischen 10 und 20 Millionen verschiedener Bücher auf unserem Erdrund gibt, sorgfältig auswählen heißen. Ich möchte es noch heilsam=schroffer formulieren : Sie haben einfach keine Zeit, Kitsch oder auch nur Durchschnittliches zu lesen : Sie schaffen in Ihrem Leben nicht einmal sämtliche Bände der Hochliteratur!
Arno Schmidt: Julianische Tage, III/4, 91 f., 1961, in: Berichte aus der Nicht-Unendlichkeit, in: Trommler beim Zaren, 1966.
Zettel’s Traum erscheint wieder: Suhrkamp schließt die Bargfelder Ausgabe ab. Dass ich das noch er=leebm daaf.









Gilt übrigens nicht nur für Bücher, sondern auch für Menschen!
cohu
26. October 2010 at 12:10 am
Na aber hallo!
Wolf
27. October 2010 at 4:04 pm