Archive for the 'Mundschenk Wolf' Category

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Freundliche Begegnungen: Frank Schirrmacher beschimpfen, und Kapitän Ahab dann auch gleich

7. Mai 2008

Die Partner Titanic wird seit Abermonaten nicht müde, ihre Leser um Stellen aus Medien und Literatur anzubohren, in denen unzweifelhaft Frank Schirrmacher beschimpft wird, sinnigerweise in ihrer Spalte ganz rechts. Die monatliche Ausbeute ist beachtlich. Zum Beispiel kürzlich im April 2008:

Liebe Leser,

Frank Schirrmacher Karikatur, Three Towersyeah! Die Literatur ist voll von Stellen über Frank Schirrmacher: “Herman Melville beschrieb in seinem Roman ‘Moby Dick’ den FAZ-Herausgeber folgendermaßen: ‘Aber als dies vollbracht, drehte er sich um und — gütiger Himmel, welch ein Anblick! Was für ein Gesicht! (…) Ja, gerade so, wie ich dachte: Er ist ein schrecklicher Bettgenosse, er hat sich geprügelt, wurde fürchterlich zugerichtet, und hier ist er nun, eben vom Wundarzt zurück.’ (Hanser-Verlag, gebundene Ausgabe, S. 61f.)”, Markus Beyer (Gütersloh); “Da war sie also, diese alte Mißgeburt von geilem Bock, in der Hand ein Glas Schnaps, auf der Nase eine Bifokalbrille. Genau wie in den Filmen der guten alten Zeit.’ Aus Charles Bukowski: ‘Fuck Machine’, Fischer Taschenbuch 1991, S. 47″, Stephan Wallis (Stuttgart); “In Dr. F. Schoedlers ‘Buch der Natur’ (1865) gibt es eine gewiß prophetisch auf F. Schirrmacher bezogene Aussage: ‘Zwar die Organe sind noch vorhanden, aber jede Thätigkeit ist erloschen; die Aufnahme der Nahrung, die Umbildung derselben, das Wachsthum — Alles steht still.’”, Helge Möhn (Sonnenbühl); “Anthony Burgess, ‘Der Fürst der Phantome’, Seite 856:

und die ganze Zeit so weiter, es ist ein Festessen für Kulturbulimiker. Moby-Dick™, der, die oder das Fachweblog für dreist abkopiertes Schriftgut, Nutzungsrechtemissbrauch und fan-generated content, ruft deshalb in Anlehnung daran auf:

Finden Sie Stellen in Medien und Literatur, in denen unzweifelhaft Kapitän Ahab verunglimpft wird! (Außer in Moby-Dick, Sie Schlauberger.)

Als Preis gibt es wie immer irgendwas zu lesen, das ich schon lange rausschmeißen wollte.

Bild: Frank Schirrmacher bei Three Towers;
Melville-Ausschnitt: Kapitel 3: Das Gasthaus “Zum Walfänger”,
Übersetzung Matthias Jendis.

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Das Hörbuch als Video 3 (4 & 5)

24. April 2008

Update zu Das Hörbuch als Video 2:

Das vierte (12:31 Minuten) und fünfte (6:05 Minuten) Kapitel sind fertig.

Copyright Lesung: marebuchverlag Hamburg, 2007.
Sprecher: Christian Brückner;
Copyright Übersetzung: Zweitausendeins Frankfurt/Main, 2006;
Copyright Bilder von Rockwell Kent: R.R. Donnelley and Sons, 1930.
Buch mit 2 .mp3-CDs kaufen.

Bilder: MyFlyAway: Stereo, 18. April 2008 und Quebramos, 24. April 2008.

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Hallo Shakespeare, adiós Cervantes

23. April 2008

Update zu Shorebound breezes shove the weary ship along!:

Iago. She that was ever fair and never proud,
Had tongue at will and yet was never loud,
Never lack’d gold and yet went never gay,
Fled from her wish and yet said ‘Now I may,’
She that being anger’d, her revenge being nigh,
Bade her wrong stay and her displeasure fly,
She that in wisdom never was so frail
To change the cod’s head for the salmon’s tail;
She that could think and ne’er disclose her mind,
See suitors following and not look behind,
She was a wight, if ever such wight were,—

Desdemona. To do what?

Iago. To suckle fools and chronicle small beer.

William Shakespeare: Othello II,1

Es ist der Tag des Buches (daher heute ohne Musik), des Urheberrechts (daher heute ohne Bilder), in Katalonien sogar der Verliebten (daher heute ohne Zeit), in Gesamtspanien Todestag von Cervantes (daher heute ohne… öh, Windmühlen), in England Geburtstag von Shakespeare (daher heute ohne nackte Weiber) und in Deutschland Tag des deutschen Bieres (daher heute ohne Sinn).

Danke an Wortfeilchen!

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Melville-Leser nackt!

1. April 2008

Update zu Reality continues to ruin my life:

1. April, ein neues Quartal — Zeit für ein neues Gewinnspiel.

Kapitel 42, Die Weiße des WalsAls Preis ist ausgesetzt: ein gebundenes, ungelesenes, einwandfrei erhaltenes Exemplar der Übersetzung von Friedhelm Rathjen: Moby-Dick; oder: Der Wal, die Version aus dem Zweitausendeins Verlag von 2004, mit 269 Illustrationen von Rockwell Kent, herausgegeben von Norbert Wehr. Im Anhang ein Essay von Jean-Pierre Lefebvre über “Die Arbeit des Wals”, zeitgenössische Dokumente aus dem Quellgebiet des Romans, u.a. von Owen Chase und Jeremiah Reynolds, ferner Melvilles Essay “Hawthorne und seine Moose” sowie sieben Briefe an Sophia Hawthorne und Nathaniel Hawthorne.

Das ist ein herausragend schönes Buch. Eins der schönsten und besten, die der Buchmarkt überhaupt hergibt — und eins vor allem, das mich viel Geld gekostet hat. Es ist deshalb nicht billig für Sie. Gewinnen können Sie es, wenn Sie ein Foto von sich machen und mir einreichen, auf dem Sie a) nackt sind und b) einen Bezug zwischen sich selbst und einem Werk von oder über Herman Melville oder einem anderen Werk der Weltliteratur herstellen, da bin ich nicht so.

Gedacht ist dabei etwa an Sie in der Badewanne, erkennbar die schmucke Einzelausgabe Bartleby lesend, oder sonnenbadend im Walde, wie Sie einem significant other mit den Vorsatzblättern eines Wälzers aus der Library of America einladend zuwinken. Was weiß denn ich, es ist Ihre Bildidee.

VorherZu Ihren Gunsten könnte ich beeinflusst werden, wenn Sie sich eigens ein Buch dafür aus der Bücherliste nebenan kaufen, oder wenn Sie ein ziemlich schönes Mädchen sind. Bitte keine pritschenbreite Pornographie, wir wollen hier was zu grinsen sehen. Faustregel: Etwas, wogegen Ihre Mutter mosern würde, nicht aber WordPress. Und in einer anständigen Auflösung bitte.

Übrigens sind ausdrücklich auch alle Jungs aufgerufen. Überraschen Sie mich und Ihre Mitleser!

Ihr Foto wird hier im Weblog veröffentlicht, alle Rechte daran bleiben bei Ihnen. Wie Sie es mir übermitteln, via E-Mail oder von einem Server verlinkt, wird Ihnen schon einfallen, wenn Sie erst die nötige Chuzpe für das Motiv aufbringen. Ich behalte mir vor, überhaupt keinen Preis zu vergeben, wenn nichts Brauchbares eingeht: Ich verlose das Ding nur, weil ich es doppelt habe, aber zum Verschleudern auch wieder nicht.

Solche Ideen muss man umsetzen, solange sie heiß sind: Einsendeschluss ist in zwei Wochen, am 15. April um 23.59 Uhr. Von einem Rechtsweg kann keine Rede sein, denn das ist meine Lotterie und da kann ich machen, was ich will.

Jules Seeberger, Leserin


Bilder: Die Weiße des Wals aus: Moby-Dick; oder: Der Wal,
selber gemacht am 30. März 2008;
das andere Ende Mai 2007 auch;
Leserin im Seeberger Familienarchiv.
Lied: The Big Picture, aus: Y Kant Tori Read, 1988.

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Rrrrrache

1. März 2008

Update zu Ich habe euch immer gesagt, dass wir die Menschen fröhlich machen müssen:

I, Ishmael, was one of that crew; my shouts had gone up with the rest; my oath had been welded with theirs; and stronger I shouted, and more did I hammer and clinch my oath, because of the dread in my soul. A wild, mystical, sympathetical feeling was in me; Ahab’s quenchless feud seemed mine. With greedy ears I learned the history of that murderous monster against whom I and all the others had taken our oaths of violence and revenge.

Herman Melville: Moby-Dick, Chapter 41: Moby Dick

Wochenend: Zeit zum Zocken. Nach einem langen Monopol der Körnerfresser, gefolgt von Gutmenschen und Nichtessern, macht Tierschutz endlich Spaß. Jeder dritte der putzigen, gewalttätigen Großmeeressäuger ist sogar weiß; so nähern wir uns sinnreich dem Themenkomplex Rache mit Captain Ahab. Nach erfolgreichem Japsenpatschen bitte die Online-Petition rechts daneben unterschreiben, ja?

Captain Ahab's Revenge

Freitagsillustration: Mike R. Baker: Captain, 18. August 2007.

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The Mermaid Problem:

29. Februar 2008

Don’t Go Searching For A Mermaid, Son,
If You Don’t Know How to Swim.

Update for Und Jan Mayen, der alte Flegel
and LiederJan Mayen und die Wahrheit über den alten Flegel:

I soon got used to this singing, for the sailors never touched a rope without it. Sometimes, when no one happened to strike up, and the pulling, whatever it might be, did not seem to be getting forward very well, the mate would always say, “Come men, can’t any of you sing? Sing now and raise the dead.” And then some one of them would begin, and if every man’s arms were as much relieved as mine by the song, and he could pull as much better as I did, with such a cheering accompaniment, I am sure the song was well worth the breath expended on it. It is a great thing in a sailor to know how to sing well, for he gets a great name by it from the officers, and a good deal of popularity among his shipmates. Some sea captains, before shipping a man, always ask him whether he can sing out at a rope.

Herman Melville about sea shanties, in: Redburn: His First Voyage:
Being the Sailor-boy Confessions and Reminiscences
of the Son-of-a-Gentleman, in the Merchant Service
,
Chapter 9, 1849

The Mermaid Lyrics


Image: An Album of Street Literature, 1800 (?)
via Never Sea Land, 28. January 2008;
Music (being a completely different song): Great Big Sea: The Mermaid,
in: The Hard & The Easy, 2005.

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Feuerwerk! Powerpilz! Firlefanz! Lichtermeer!

11. Februar 2008

Update zu Trust and Builds Trust, Nantucket, Wo Ramadan draufsteht, ist auch Ramadan drin und noch einem:

Es lenzet auch auf unserm Spahn, o selige Epoche: Die Stöckchen fliegen wieder tief.

Nach meinem halberfolgreichen Drücken vor der Coyotin wirft auch Jessebird vom Planeten 9. Es nimmt überhand; seien wir mal nicht so, a-one, a-two.

Nochmal die Gebrauchsanweisung zum Mitsingen:

  • Nimm das erste Buch in deiner Nähe (das mindestens 123 Seiten hat).
  • Öffne das Buch auf Seite 123.
  • Finde den fünften Satz.
  • Poste die nächsten drei Sätze.
  • Wirf dein Stöckchen an 5 weitere Blogger!

Das echte erste Buch mit 123+ Seiten sagt:

Guten Morgen — Mitternacht —
Ich komme heim —
Müd ist der Tag von mir —
Wie könnt ich — von Ihm?

Süß war der Sonnenschein —
Gern blieb ich da —
Mich — will der Morgen nicht —
Tag — gute Nacht!

Darf doch die Röte —
Im Osten — noch sehn?
Die Hügel — dann einem
Das Herz — herausziehn —

Bist nicht so schön Mitternacht —
Ich wählte — Tag —
Nimm du das Mädchen an —
Das er verjagt!

Keine Ahnung, wo da ein Satz aufhört und der nächste anfängt. Für den Zweifelsfall ist das gesamte Gedicht wiedergegeben, so is es eh respektvoller. — Na, von wem, woher? Ich will mal ein bissel Hirnschmalz schmurgeln hören!

Jessebird hat den Extrawunsch geäußert, es sollte doch auch ein Moby-Zitat dabei sein. Gute Idee. Die entsprechenden Stellen auf den Seiten 123 unser aller zweier Lieblingsneuübersetzungen sind bei Jendis:

Dort gibt es mehr Sand, als man in zwanzig Jahren statt Löschpapier aufbrauchen würde. Mancher Spaßvogel wird euch erzählen, daß sie das Unkraut dort erst anpflanzen müssen, denn es wächst nicht von alleine; daß sie die Disteln aus Kanada einführen; daß sie übers Meer nach einem Zapfen schicken müssen, um ein Leck im Tranfaß zu dichten; daß Holzstücke in Nantucket herumgetragen werden wie Splitter vom wahren Kreuze in Rom; daß die Leute hier Fliegenpilze vor ihre Häuser pflanzen, um zur Sommerszeit Schatten zu haben; daß ein Grashalm eine Oase bedeutet und drei Halme auf einem Tagesmarsch eine Prärie; daß sie Treibsandschuhe tragen, ungefähr wie die Lappländer Schneeschuhe; daß sie auf ihrem Eiland der Eilande vom Ozean so umfangen, umgürtet, allseits umschlossen und eingekreist sind, daß selbst an ihren Tischen und Stühlen gelegentlich kleine Muscheln kleben, wie auf dem Rücken der Seeschildkröten. Diese hanebüchenen Behauptungen zeigen freilich nur, daß Nantucket nicht Illinois ist.

Die Ostfriesenwitze am Anfang von Kapitel 14

und bei Rathjen:

Schließlich standen wir auf und kleideten uns an; und Queequeg, der ein ungeheuer herzhaftes Frühstück von Chowder aller Sorten zu sich nahm, so daß die Wirtin aufgrund seines Ramadans keinen großen Gewinn machen konnte, so machten wir uns auf den Weg, um an Bord der Pequod zu gehen, dahinschlendernd und mit Heilbuttgräten in unseren Zähnen stochernd.

Schluss von Kapitel 17

— was weder der fünfte Satz noch drei Sätze sind, weil das Kapitel samt der Seite 123 hier endet, ätsch. Wir haben hier ja keinen Direktvergleich der Übersetzungen angestellt.

Und damit ich auch was davon hab, komme ich über eine verschlungene Assoziationskette zum wahrscheinlich unterschätztesten Liedermacher der Welt, der vor zwanzig Jahren das deutsche Musikgeschehen aus dem Sumpf musikverachtender Elemente wie Roy Black und Rex Gildo schätzomativ auf das Niveau von Bob Dylan gehoben hat: Stephan Remmler, yeah. Nach dem Bruch mit Trio kam vor den ganzen Bereicherungen jeder Ein-Mann-Kapelle wie Keine Sterne in Athen und Vogel der Nacht (beide 1986) doch noch was: Feuerwerk gab es nur als Single. Hab ich nie wieder im Radio gehört, aber spätestens bei dem Wort “Powerpilz” kriegt man unter all dieser Lust am Untergang unweigerlich das Grinsen.

Film: Stephan Remmler & Nina: Feuerwerk, 1984.

Lieder: Stephan Remmler: Keine Sterne in Athen und Vogel der Nacht
aus: Stephan Remmler, 1986;
Feuerwerk: Vinyl-Single [haben will!], 1984.

Bücher: Moby-Dick, Moby-Dick und eins zum Selberraten (und, nein, es ist nicht Moby-Dick…).

PS: Ach ja — weiterwerfen, das Stöckchen, an fünf weitere Blogger? Heilige Nacht, haben doch alle schon gehabt. Wenn nicht, sollen sich Selbstbediener ruhig bemerkbar machen. Solang ich nicht grade Sätze von Proustlänge abtippen muss, find ich’s ganz lustig.

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There’ll be two winters in the year

2. Februar 2008

Update for Kartenzimmer Kommandobrücke Kompassraum:

Down with the rosemary, and so
Down with the bays and mistletoe;
Down with the holly, ivy, all,
Wherewith ye dress’d the Christmas Hall.

Robert Herrick, 1591–1674: Ceremony upon Candlemas Eve

Ist’s an Lichtmess hell und rein,
wird ein langer Winter sein.
Wenn es aber stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit.

Imbolcregel

Melvilleana Book Stack, Bücherstapel Stand 1. Februar 2008

… and still counting.

Image: Own brand, February 1st, 2008.

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British Society for Plant Pathology: Trust and Builds Trust

21. Januar 2008

Update zu Weihnachts, wenn die Teufelin kam:

Endlich mal ein anständiges Stöckchen. Nachdem ich es schon bei so vielen rumliegen gesehen hab, am fähigsten beim Täglichen Efeu, musste ich es auch mal strapsen. Das hab ich noch nie gemacht, und wenn nichts wirklich Grandioses nachkommt, wiederkäue ich höchstens nochmal das hier.

Es geht so: Man baut sich ein CD-Cover.

Name der Band ist der erste Zufallsartikel der englischen Wikipedia.

Name der CD sind die letzten vier Wörter des letzten Zufallszitats auf der Quotation Page.

Cover-Illustration ist das dritte “interessante” Bild auf Flickr.

Bildbearbeitung ist erlaubt, schummeln nicht. Also nix da von wegen Zufallsartikel, -zitate und -bilder generieren, bis endlich was Gescheites rauskommt.

Bei mir war der Zufallsartikel die British Society for Plant Pathology, der Zitatausriss von Mary Field Belenky und das Bild von Kena Bree.

British Society for Plant Pathology: Trust and Builds Trust würde ich sofort kaufen. Britrock mit Country-Elementen, herrlich verschrobene Texte von einem raunzigen Sänger, auf manchen Liedern mit Unterstützung der Bassistin, die aussieht wie Mavie Hörbiger in gekrempelten Jeans und Holzfällerhemd, die sie mit reingenommen haben, weil sie mal ein bisschen Fiddle gelernt hat, also irgendwas zwischen der Harvest von Neil Young und den frühen Oasis mit der kleinen Gallagher-Schwester. Erscheint bei einem Independent Label, wie schon die etwas laienhafte Typographie zeigt, die auch davon spricht, dass die Band sich auf die Musik und nicht aufs Marketing konzentriert. Warum hab ich die nicht längst? — Ach so, ich vergaß. Reservieren Sie sich Ihr Exemplar jetzt und Sie erhalten es pünktlich zum Erscheinungstermin.

British Society for Plant Pathology, Trust and Builds Trust

Dieses hinreißende Stöckchen schwirrt weiter an die Hochhaushex, weil die (dirty word:) CorelDraw üben muss, und die Wortteufelin, weil die Photoshop schon kann und offenbar ein Programm kennt, das sogar .mp3s von Peter Gabriel in Musik umwandelt.

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sieht ja ulkik aus

15. Januar 2008

Update zu Moby-Dick ist ein Gummitier:

Hi leute!
Ich wollt mal fragen, was ich an meiner Moby M1 optisch verbessern kann. Mir fällt einfach nichts ein
Danke!

is das nich schon nen Old-Timer? wenn ja, würd ich sie auf jeden fall so lassen! O_o

Ich würde es auch so lassen, ist doch nen schönes originales Kultobjekt!!!
Hol dir lieber was anderes zum verbasteln, am Ende willst du es wieder verkaufen wenn du älter bist dann ist es besser du hast da nix dran gemacht.

lasse es wie’s iss!

das ist doch schon sowas wie eine antiquität.. ich finds nicht so schön aber lass es doch so wie es ist das möf hat einen sammlerwert oder wird bald einen haben!

Ordentlich putzen. Sonst höchstens Zubehör der Zeit: karierte Satteltaschen, Rückspiegel und so. Digitach nach den Messfahrten weg. Ältere Klingel. Hast du auch die Platte für ein Speichenschloss vorne? Die gibt’s für ein paar Cent im Fahrradgeschäft.

öhhh hab ma eine frage was ist das fürn auspuff????? sieht ja ulkik aus…aber sonst schick.

Da ist noch alles original dran!
Abgesehen von der Klingel, die muste ich austauschen.
Und da is ‘n Digital Fahrrad Tacho dran.
Weiß jemand wie man das auftunen kann?

hab auch ne moby aber eine n 150
würdet ihr die auch ori lassen??
den rost habe ich schon entfernt

poben die hat ja noch sogar den richtigen fahhrad style so wie ne solex nur das ne solex den motor vorne am lenker hat echt der knüller ach und der auspuff fährtste nur krümmer oder ist das so und zur frage orignial oder nicht aufjedenfall original lassen und später an sonen opa verkaufen mache ich mit meiner solex auch!! hol dir ne prima oder so die gibt es ohne ende die kannste auch gut tunen und teil egibt es dafür auch genung die ist einfach nur zu schsde für so was fiinde ich und die meisten im board bestimmt auch!!
fazit: lass die mobilette ori und kauf dir ne billige prima zum aufmotzen so einfach idt das!!

Ja ok dann lass ich alles dran! :mahlzeit:
Wisst ihr zufällig wie man das Ding schneller machen kann, ohne da groß was zu verändern? :wink:
Bitte posten! dANKE1

Also ich würd sagen mofa Lackiren zB (schwarz) ,neuen sitz der mehr gerundet ist von oben,Blinker anbauen ;und Nummernschild an die seiten machen natürlich mit schutz dahinter: Mehr fällt mir auch nicht ein
Doch am Benzin tank Beide seiten zwei gleiche aufkleber drauf machen in weiß am besten.:crazy:

Mofa Power Optik Board Mofa und Moped, 2. bis 5. Oktober 2004

Motobécane Mobylette, Mary Evans Picture Library, 1954

Endlich sagt’s einer. Ich finde ja auch, eine Motobécane Mobylette sollte wenigstens weiß sein, aber den Bücherwurm fragt ja wieder keiner.

Bild: Mary Evans Picture Library, 1954.

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Miss You

27. Dezember 2007

Update zu Rathjen geht aufs Mare:

Alle Bilder via ƒ€ñЀ®èLLÅ.

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My Mouth Is Bleeding, or: Merry Christmas, Bedford Falls

24. Dezember 2007

Update for Joachim Ringelnatz: Die Weihnachtsfeier des Seemanns Kuttel Daddeldu:

It’s A Wonderful Life by Frank Capra starring James Stewart and Donna Reed, 1946, is considered one of the best films ever made — by guess whom? Especially by those who have on the q.t. their heartstrings played by it year after year after year.

Nobody is watching you. Take your 130 minutes, switch to Frame, open your mind, close your head, and watch.

If you can read this on December 24, you are the right person to watch, since the film’s message is: Get a life; whilst our message to Mr. Jesus “Reason for the Season” Christ is: Happy birthday. — This service comes to you by Moby-Dick™ for free as long as you respect Liberty Films‘ and RKO’s copyright, right?

Film:: Liberty Films, RKO Radio Pictures;
Image: Decodog.

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To sail you home

13. Dezember 2007

Update zu Die Zeit steht still und mir ist kalt und Das bleibt:

Tori Amos, die einzige bekannte echte Fee, hat bis jetzt nicht viele betont nautische Videos machen lassen, muss aber nach ihrem inspirierenden Einfluss unbedingt mal mit Primärmaterial vorkommen.

Tori Amos Close-up1000 Oceans aus To Venus and Back, 1999 ist noch ihr maritimstes Lied. Das Herz aber, das bei dem Melodieschlenker auf

Over Silbury hill
through the solar field
you know that I will follow you

nicht in eine Gurgel hüpft — wo war denn das vorher?

Bild: Tori Amos auf dem Meet & Greet vor ihrem Berliner Konzert, 17. Juni 2007.

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Die fröhliche Cetologie

12. Dezember 2007

Update zu Gewiss kann es kein Olivenöl sein:

Kann ein allmächtiges Wesen einen so schweren Stein schaffen, dass es ihn selbst nicht heben kann?

Es ist möglich, die Frage auf die folgenden Arten zu betrachten:

  1. Das Wesen kann entweder einen Stein schaffen, welchen es selbst nicht heben kann, oder es kann keinen Stein schaffen, den es selbst nicht heben kann.
  2. Wenn das Wesen einen Stein erschaffen kann, welchen es nicht heben kann, so ist es nicht allmächtig.
  3. Wenn das Wesen keinen Stein schaffen kann, welchen es selbst nicht heben kann, so ist es nicht allmächtig.

Dies gleicht einem ähnlichen Paradoxon: “Was geschieht, wenn eine unaufhaltsame Kraft auf ein unbewegliches Objekt trifft?” Eine Antwort ist, dass es der Definition entsprechend kein wirklich unbewegliches Objekt geben kann, wenn es eine unaufhaltsame Kraft gibt; dementsprechend kann auch keine tatsächlich unaufhaltsame Kraft existieren, wenn es ein unbewegliches Objekt gibt. Bei der Übertragung des Paradoxons bleibt die Grundaussage erhalten, allerdings wird hierbei nicht die Definition von Allmacht berücksichtigt.

Es kann auch versucht werden, das Paradoxon durch das Postulat aufzuheben, dass ein allmächtiges Wesen nicht notwendigerweise alles zu jeder Zeit tun können muss. So könnte man argumentieren:

  1. Das Wesen kann einen Stein schaffen, welchen es in diesem Moment nicht heben kann.
  2. Gleichwohl kann es als allmächtiges Wesen jederzeit später das Gewicht des Steines so weit verringern, dass es ihn heben kann. Dadurch könne das Wesen dann noch als allmächtig angesehen werden.

Nach dieser Argumentation lässt sich das Paradoxon aber weiterstricken: Kann ein allmächtiges Wesen einen Stein schaffen, der so schwer ist, dass es ihn nicht heben kann und so unveränderbar, dass es dessen Gewicht nicht reduzieren kann? Zudem stellt diese Situation Anforderungen an das allmächtige Wesen, zum Beispiel, dass es das Gewicht des Steines reduziert, wodurch sich die Frage stellt, ob sein freier Wille dadurch nicht gewissermaßen eingeschränkt wird.

Teilweise gibt es naturwissenschaftliche Aussagen, die bekannten Beispielen für Paradoxa widersprechen, allerdings sprechen diese nicht gegen die Paradoxa an sich. Sie beeinflussen lediglich die Wahl der Beispiele, um jene zu verdeutlichen. Das klassische Beispiel — ein Stein, welcher so schwer ist, dass sein allmächtiger Schöpfer ihn nicht heben kann — beruht auf einem Aristotelischen Weltbild. Heutzutage stellen sich neue Fragen, beispielsweise ob ein Stein nur relativ zur Planetenoberfläche angehoben werden kann. Betrachtet man die Position des Steines relativ zur Sonne, könnte man von einem konstant gehobenen Stein sprechen. Kleinlich betrachtet ergibt sich aus Sicht der modernen Physik das Ergebnis, dass das Beispiel des zu hebenden Steines ein schlechtes ist. Dies spricht aber nicht gegen das grundsätzliche Konzept des Allmächtigkeitsparadoxons. Den Gedankengängen Stephen Hawkings über die Beziehung zwischen Gottheit und Naturgesetzen folgend, ließe sich die Frage wie folgt umformulieren:

  1. Ein allmächtiges Wesen schafft ein Universum, welches den aristotelischen Gesetzen der Physik folgt.
  2. Könnte ein allmächtiges Wesen in diesem Universum einen so schweren Stein schaffen, dass es ihn selbst nicht heben kann?

Allmächtigkeitsparadoxon, Philosophische Antworten

Vereinfachend hat ♥ Marilyn ♥ dazu noch einen:

A little girl was talking to her teacher about whales.

The teacher said it was physically impossible for a whale to swallow a human because even though it was a very large mammal its throat was very small.

The little girl stated that Jonah was swallowed by a whale.

Irritated, the teacher reiterated that a whale could not swallow a human; it was physically impossible.

The little girl said, “When I get to heaven I will ask Jonah”.

The teacher asked, “What if Jonah went to hell?”

The little girl replied, “Then you ask him”.

Linton Baldwin, Sinner's Game

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Weihnachts, wenn die Teufelin kam

5. Dezember 2007

Update zu Die Rache der Wortteufelin, Part römisch zwo:

Fast hätt ich übersehen, wie da mal wieder ein Stöckchen vorbeischwirrt. Ist ja auch so ein kurzes. Wie üblich kommt es von der Kollegin Wortteufel.

Nachts, wenn der Teufel kam. Filmplakat 19573 (materielle) Wünsche zu Weihnachten

Oh, nur keine Umstände! Überweisen Sie mir einfach alles, was Sie haben. Auf Anfragen zu meiner Bankverbindung antworte ich gewöhnlich innerhalb von 24 Stunden. Sollten Sie zu den verantwortungslosen Sozialromantikern gehören, die verbreiten, Geld verderbe den Charakter: Meine Amawuli umfasst im Moment 18 Seiten, von denen auch die verbuddeltsten von 2001 noch ernst genommen werden dürfen. Bitte nichts Selbstgebasteltes.

3 Menschen, mit denen ich gern Weihnachten feiern würde

Starbuck, Stubb und Flask, wer sonst. Zur Not tun’s auch Nicole Kidman, Kate Moss und Tori Amos. Zieht euch nicht zu warm an, Mädels. Oder ich wollte schon immer mal eine entspannte Runde mit den inzwischen etwas rausgewachsenen Jungs von der Biermösl Blosn verbringen. Bildungsbauern — ein unterschätzter Menschenschlag.

3 Menschen, die von mir ein Weihnachtsgeschenk erhalten

Die Wölfin, Mami und Papi. Sonst schenkt mir auch keiner was.

3 Menschen, die das Stöckchen fangen sollen

Wer sich das positiv zu Weihnachten wünscht, kriegt von mir dieses einwandfrei erhaltene Stöckchen geschenkt. Da bin ich nicht so.

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Cold (kalt)

24. November 2007

Update to Work in Congress
and Wie die andere Hälfte lebt:

Little Girl Feeding a Bear Cub

Image: Little Girl Feeding a Bear Cub in Alaska, c. 1900
via Old Picture of the Day, 18 September 2007;
Song: Johnny Horton: North to Alaska, 1960.

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Blubb

23. November 2007
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Streng dein Hirnkastl an

22. November 2007

Update zu Glory Glory:

Wenn ich im Juni schon gewusst hätte, wie man in dieser missratenen Wörterpresse Videos einbettet, hätte ich damals nicht so einen Terz mit dem Zerstückseln eines historischen Rekrutierungsplakats aus dem amerikanischen Bürgerkrieg veranstaltet, um drei Filme in einem Eintrag in Beziehung zu setzen. It builds character.

Kürzlich war wieder jemand so engagiert, Bürgerkriegsbilder auf ein Lied zu basteln. Das Ergebnis ist weit weniger pathetisch als die Beispiele vom Juni, mit der richtigen Einstellung aber nicht weniger ergreifend. Die Herren Guns N’ Roses haben ein paar Jahre auf ihrem Gebiet doch einen ganz guten Job versehen — und ist Bürgerkrieg vielleicht hip?

Übrigens glaube ich ganz ohne Koketterie mit leicht angegangener Populärkultur, dass Herman Melville, den der Bürgerkrieg genügend beschäftigt hat, dass er seinen dicksten und besten Gedichtband daraus machte, den Umgang der Guns N’ Roses mit diesem Thema geschätzt hätte.

Civil War aus: Use Your Illusion II (etwa: Streng du auch mal dein Hirnkastl an), 1991: die einzige Doppel-Doppel-LP der Welt.

“What we’ve got here is failure to communicate.
Some men you just can’t reach…
So, you get what we had here last week,
which is the way he wants it!
Well, he gets it!
N’ I don’t like it any more than you men.”

Look at your young men fighting
Look at your women crying
Look at your young men dying
The way they’ve always done before

Look at the hate we’re breeding
Look at the fear we’re feeding
Look at the lives we’re leading
The way we’ve always done before

My hands are tied
The billions shift from side to side
And the wars go on with brainwashed pride
For the love of God and our human rights
And all these things are swept aside
By bloody hands time can’t deny
And are washed away by your genocide
And history hides the lies of our civil wars

D’you wear a black armband
When they shot the man
Who said “Peace could last forever”
And in my first memories
They shot Kennedy
I went numb when I learned to see
So I never fell for Vietnam
We got the wall of D.C. to remind us all
That you can’t trust freedom
When it’s not in your hands
When everybody’s fightin’
For their promised land

And
I don’t need your civil war
It feeds the rich while it buries the poor
Your power hungry sellin’ soldiers
In a human grocery store
Ain’t that fresh
I don’t need your civil war

Look at the shoes your filling
Look at the blood we’re spilling
Look at the world we’re killing
The way we’ve always done before
Look in the doubt we’ve wallowed
Look at the leaders we’ve followed
Look at the lies we’ve swallowed
And I don’t want to hear no more

My hands are tied
For all I’ve seen has changed my mind
But still the wars go on as the years go by
With no love of God or human rights
‘Cause all these dreams are swept aside
By bloody hands of the hypnotized
Who carry the cross of homicide
And history bears the scars of our civil wars

“WE PRACTICE SELECTIVE ANNIHILATION OF MAYORS AND GOVERNMENT OFFICIALS
FOR EXAMPLE TO CREATE A VACUUM
THEN WE FILL THAT VACUUM
AS POPULAR WAR ADVANCES
PEACE IS CLOSER”

I don’t need your civil war
It feeds the rich while it buries the poor
Your power hungry sellin’ soldiers
In a human grocery store
Ain’t that fresh
And I don’t need your civil war
I don’t need your civil war
I don’t need your civil war
Your power hungry sellin’ soldiers
In a human grocery store
Ain’t that fresh
I don’t need your civil war
I don’t need one more war

I don’t need one more war
What’s so civil ’bout war anyway

Bonus: Das Original im Rough Mix:

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Mann über Bord

13. November 2007
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The Mermaid Tavern, London 1599

10. November 2007

Update to Land in Lee oder Kennt ihr nun Bulkington?
and Loomings cont.:

Souls of poets dead and gone,
What Elysium have ye known,
Happy field or mossy cavern,
Choicer than the Mermaid Tavern?

John Keats: Lines on the Mermaid Tavern, 1819

Mermaid Tavern, c. 1599Big changes are afoot in old London Town. For starters, a new queen sits on the throne, Elizabeth I. Her economic policies have created a brand new strata of society—the middle class. Londoners have more expendable income than ever before, and they spend a lot of it on entertainment and booze. Drinks can be had for a pittance. Most people drink ale or mead, as wine is too costly to import and grapes don’t do well in the chilly English climate. Favored entertainments include wrestling matches, bear baiting and live professional theater, a fairly new invention that has reintroduced a kind of fame the world hasn’t seen for a thousand years—the celebrity writer. If you’re looking for a fine place in which to tip a few dozen pots of ale, you need only follow the scribes.

Young, famous, and increasingly wealthy, London’s professional playwrights and poets know how to have a good time. A later historian will separate six of them from the flock and name them the Roaring Boys—Thomas Kyd, Thomas Nash, John Webster, Ben Jonson, Christopher Marlowe and perhaps the greatest scribe of all time, William Shakespeare. Each has his favorite tavern, but most days they congregate at the Mermaid.

Day, night, and in between, if you are drinking, the Mermaid is serving. Find a table near the back of the common room so you can watch the entire scene. Ask any of the comely barmaids for a pot of the day’s best. Don’t try the sausages; they smell funny. Sit back, take a pull of that rich, warm ale and relax. If you grow restless, you can avail yourself of numerous entertainment options. You might gamble with cards or dice, play skittles, bowl, or wager among your friends as you see fit. On a good night, someone might bring in a wild beast (usually from “darkest Africa”) or a horribly disfigured person, and you can take a gander for a penny. If the mood takes you, the room is rife with entrepreneurial ladies, whose favors come in a range of prices. Many of them still have teeth.

Drink all you can afford, but be watchful who you talk to. Elizabethan London is a cesspool of political gamesmanship, and aswarm with spies and blabbermouths more than willing to rat you out for a few pennies. Duels are also commonplace at the Mermaid, as are run-of-the-mill disagreements that turn into ferocious blood-fests. If the Mermaid is your destination, bring your sword. A back-up dagger in your boot won’t hurt either. Bring enough coin to (quietly; just a whisper to the tavern keeper) buy a round for the house. Someone will return the favor. It’s the custom.

So the Modern Drunkard Magazine states. We could not have said it better.

Jörg Aufenanger, Hier war Goethe nicht, dtv 2002

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Gone Stag

31. Oktober 2007

Update zu My Private Weltverschwörung:

Fanboy HalloweengirlPeeptoes mit Absätzen zum Morden. Nicht ganz knielanger Swing Dance Dress mit 40er-Style Polka Dots. Neben ihr eine goldene Clutch voller Totenköpfe. Vor ihr ein Manhattan. Sie schien nicht einmal überrascht, als ich sie ansprach.

“Meine Getränke kannst du jederzeit bezahlen. Obwohl wir beide wissen, dass du das nicht kannst. Sag einfach der Bedienung Bescheid. Und lass dir Zeit damit. So viel Zeit, wie dir deine Mutter dauernd eingeredet hat, dass du Kohle nach Hause bringen sollst.”

“Ich dachte, ihr steht drauf, vorher ein bisschen zu reden und alles.”

“Warum”, tat sie mir die Ehre an, sich von ihrem Moleskine zu mir zu wenden und mich über den Rand ihrer Bettie-Page-als-Lehrerin-verkleidet-Brille hinweg zu mustern, “sag mir, warum glaubst ausgerechnet du, dass ausgerechnet ich mit dir aufs Zimmer verschwinden sollte?”

“Versetz dich mal in meine Lage. Nimm an, du bist ein verfickter Scheißhaufen von Lohnschreiber. Du hast dein Leben lang nichts gelernt außer Lesen und Schreiben, und wenn du einen Analphabeten findest, der wirklich glaubt, du könntest es besser als er, dann schreibst du genau das, was er dir sagt, so lang wie er dir sagt, und wann er es dir sagt. Das wird aber selten passieren, weil jeder Arsch glaubt, er kann beim Schreiben auf der Zeile bleiben. Und das Schlimmste daran ist: Er kann es wirklich. Versetz dich in diese Lage und sag mir, ob du zuschauen würdest, wo du bleibst, oder nicht.”

“Weißt du, was der Unterschied ist zwischen dir und einem Eimer Scheiße?”

“Der Eimer?”

“Den haben sie dir schon im Kindergarten immer erzählt, stimmt’s?”

“Weiß ich nicht mehr. Lies mein Blog.”

“Und ein Blogger bist du auch noch. Schau dich doch an. Deine paar Gedanken gehen damit drauf, dass du beim Leben live mitformulierst, was du alles schreiben könntest, egal ob jemand es lesen will. Damit du nicht auf deine hirnverbrannten Auftraggeber hören musst, die dir sagen, was du wann in wie vielen Anschlägen schreiben sollst. Und die anderen Blogger bereicherst du mit Kommentaren aus lol und ggg.”

“Tu ich nicht.”

“Warum denn nicht? Zu fein, was?”

“Mein Thema ist anders.”

“Literatur, wetten? Über dein Lieblingsbuch, wetten? Und dann ist es wahrscheinlich noch Moby-Dick, wetten?”

“Das ist ein gutes Buch.”

“Ja, klar. Weil du als noch kleinerer Junge schon drauf abgefahren bist. Bitte tu mir einen Gefallen und sprich nie wieder eine Frau an.”

Es versprach ein langer Abend zu werden.

Bild: Fanboy.
Soundtrack: Tom Waits: Christmas Card From A Hooker In Minneapolis
aus: Blue Valentine, 1978.
Lizenz: G. Klaut.

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Hallo Wien

26. Oktober 2007

Update zu Walgesang in seiner Sprache, Arthur Schnitzler: Amerika und Alles Clarel:

Es gehört ungeheuerlich hierher, aber wenn ein gutes Land seinen Nationalfeiertag hat, soll man ihm noch mehr Gutes dazu wünschen.

Was Österreich mit Herman Melville verbindet, ist zuerst mal Der dritte Mann mit Orson Welles, welch letzteren man sich kaum ohne Moby-Dick-Bibel in der Hand vorstellen kann, und vor allem Jung und Jung, der Verlag für Literatur und Kunst in Salzburg, der den deutschsprachigen Lesern den Clarel erschlossen und ein schmuckes Bändchen Essays draufgelegt hat.

Und das ist ja auf die Weltgeschichte umgerechnet eine durchaus aktuelle Regung, jedenfalls nicht der übliche verstaubte Nostalgieschmäh, den man mit dem Land von Gustav Klimt, Wurschtelprater, Sachertorte, Gösser, Sissi, Kottan ermittelt und Wolfgang Ambros verbindet. Schlussendlich ist Österreich ja auch das Land von Scheidungsmesse, Radio fm4 featuring Stermann & Grissemann, Eitrigen und Clara Luzia.

Melville kam nur bis Heidelberg. Da muss es mit den Augen eines Yankees so ähnlich aussehen wie in Alt-Wien, ist aber na bumsti kein Wunder, wenn man nachher verkannt und verbittert stirbt.

Serwaspfiatnbaba.

Lied: Clara Luzia: Morning Light, aus: Long Memory, 2007.

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Sex Pistols: Who Killed Bambi?

14. Oktober 2007

Moby Dick survived and will outlive all of us. Bambi didn’t.

Never trust a hippie:


Qui a tué Bambi?

Image: Qui a tué Bambi?; licence: Creative Commons.

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Herman ASCII Melville

6. Oktober 2007

Aus der Reihe Sinnvolle Schriftarten
das Update zu Wenn e.e. cummings Moby-Dick geschrieben hätte:

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Auf ordentlichen Compilern sieht das so aus:

Herman Melville ASCII

Freuen Sie sich mit uns auf die nächste Folge: Sinnvolle Zeilenabstände.

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Reden-wie-Piraten-Tag

19. September 2007

Ungeduldiger erwartet als Weihnachten, aber 2.0-mal so lustig:

Talk Like a Pirate

am

Talk Like A Pirate Day!

Nautisch-piratesken Wortschatz aufgepäppelt, in Stimmung geyoutubet? Dann erwarte ich, dass Sie heute mindestens beim Reinkommen mit Ahoi grüßen. Und nicht vergessen, Ihre Erfahrungen im Kommentar zu hinterlassen, das macht glücklich.

Den Soundtrack dazu liefern ein paar ruppige Piratenlieder. Sollten Sie Ihre Pogues, die zumindest noch unter Shane MacGowan eigentlich durchweg den richtigen Geist atmen, nicht von Vinyl auf CD umgestellt haben, was ja in so einer Aushilfspiratenbiografie mal vorkommen kann, reichen für heute:

  1. Flogging Molly: Salty Dog
  2. Ceannn: The Worst Pirate Song
  3. Running Wild: Pirate Song

Ja, ist mir auch aufgefallen, aus welchem Film die Lieder unabhängig voneinander bebildert sind. Aus dem ersten, woher denn sonst.

Arrrrr!

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Einmal werden wir noch wach

18. September 2007

Heißa, dann ist Talk Like a Pirate Day.

Zeit für den phonetischen, semantischen und grammatischen Feinschliff
(6:27 Minuten):

Mal ganz im Ernst: Diese Art von Stimmbildung und eindeutigem Auftreten ist ein nachhaltiger Boost fürs Selbstvertrauen. Schauen Sie sich die darstellenden ehemaligen Pausenhofopfer doch mal an, wie sie in den 6:27 Minuten aufblühen. Ich erwarte ab morgen Ihre Erfahrungen im Kommentar.

‘Tis a fine day to sail the seas!

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Include Bilge Rat, Squiffy and Nipperkin (We’re doing Science!)

16. September 2007

Noch 3 Tage bis zum Talk Like a Pirate Day!

Warum Piraten immer noch beliebt sind: Pirates remain popular because they have a great vocabulary.

Wie viel Spaß es macht, wie die Piraten zu reden:

bilge rat
landlubber
shanty
bucko
galleon
Arr!
gibbet
bosun
squiffy
nipperkin
buccaneer
keelhaul
avast
mizzen
carouser
doubloon
grog blossom
hornswaggle
poop deck

Und: Warum Piraten einfach cooler als Ninjas sind:

– Jaja, alles englisch. Auf Deutsch haben Sie’s noch leichter: Jeden Satz mit “me hearties” beenden, das verleiht Ihren Aussagen Nachdruck und rückt Ihr Image als verhuschter Nerd zurecht: in Richtung überzeugter Nerd.

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Reason Zero

11. September 2007

WTC vom Empire State Building, 1993

Dieses Bilddokument entstand am 11. September – aber nicht 2001, sondern 1993.

Schon damals hatte sich eine Organisation irregeleiteter Linguisten in den Kopf gesetzt, ein Datum zum Wort des Jahres zu machen. Der perverse Plan sollte gelingen, indem ein Terroranschlag nie gesehenen Ausmaßes die ganze Welt derart erschütterte, dass die Gesellschaft für deutsche Sprache nicht anders konnte als das Datum jenes Anschlags zum zweiten dreigliedrigen Wort des Jahres ihrer eigenen Geschichte zu erklären – nach Die neuen Bundesländer 1990, diesmal mit einem noch katastrophaleren Anlass.

Nachdem die Rotte diverse Pläne verworfen hatte (Versenken Kaliforniens im Meer durch Sprengung der Rocky Mountains; Entsorgen des Erdballs auf eine sehr große Müllkippe durch Hochheben am Eiffelturm und Fallenlassen; Umkehren der Erdumdrehung durch Installation eines leistungsstarken Propellers auf der Novaja Semlja; verschiedene kürzerlebige Pläne, in denen Heuschrecken, Blutegel und Faulgase eine Rolle spielten), entschied sie sich dafür, die Freiheitsstatue in New York zum Einsturz zu bringen.

Diese Lösung vereinte den inzwischen zerstrittenen Haufen wieder zur blutigen Tat: Hauptsache, es ging gegen die kulturlosen Amis. Vermutlich stammte die Idee von demjenigen unter ihnen, der von seinem Onkel in New Jersey einen Verleih für Sportflugzeuge geerbt hatte.

Rechts unten im Bild ein Ausschnitt des gewählten Sportflugzeugs, aufgenommen von der Aussichtsplattform des Empire State Building. Glücklicherweise fiel dem Piloten kurz vor dem Ziel (mittig im Bildhintergrund) ein, dass diesen Abend eine lokal bedeutsame Country-Band in seiner nachbarlichen Scheune spielte. Er drehte bei und flog nach einer Schleife um zwei Türme in Hafennähe zurück nach New Jersey. So rettete eine Insel der Kultur inmitten eines ansonsten ach so kulturlosen Kontinents die Welt.

Erst 2001 gelang einer Handvoll noch viel durchgeknallterer und kulturloserer Technikstudenten aus Hamburg-Harburg das Unfassbare: Der 11. September wurde Wort des Jahres 2001.

Previously released in Schilderbilder, 2002. Bild: selbergemacht, 1993, ätsch.

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Talk Like A Pirate Day: Buchstabe B

9. September 2007

Anne Bonny bei der ArbeitB wie Bücher.* Noch 10 Tage bis zum Talk Like a Pirate Day – und Sie haben sich noch gar nicht eingelesen, wetten?

Was Piraten so treiben, wissen Sie aus den bisherigen drei Filmchen, die wir hier selbstlos verlinkt haben, und dem Kinderprogramm mit Errol Flynn. Fragen, die dabei offen bleiben:

  • Warum tragen alle Piraten Augenklappen?
  • Worauf sind Piraten immer so sauer?
  • Wo lassen sich Piraten ihre Ohrlöcher stechen?
  • Wie halten Piraten ihre Unterwäsche auseinander, wenn sie ins Sommerlager fahren?

Da weiß Tom Lichtenheld, mein entfernter Kollege in der Werbung, Rat:

I don’t know much about pirates, but I know enough to draw some pictures. And I can make up enough to draw some more pictures.

Tom Lichtenheld: Everything I Know about Pirates, 2003

Das ist noch nicht der Weisheit allerletzter Schluss, macht aber Laune und allemal klüger als vorher.

Mary Read bei der ArbeitNoch etwas mehr wissenschaftlic