Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Archive for the ‘Kommandobrücke’ Category

Novembergewinnspiel: A Wolf’s Gotta Do What a Wolf’s Gotta Do

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Update zu !מזל טוֹב:

Aus unserer jährlich fortgesetzten Dokumentarserie Chronik des Verfalls:

Sehwolf bei der Arbeit, 2009

Erraten Sie, welche Internetseite der Wolf, wie wir ihn auf Bilde schaun, aufgerufen hat, und was er warum damit treibt!

Jeder Versuch, der sich erkennbare Mühe gibt, gewinnt ein schönes Buch. Im Regal jucken:

  • Stephen Chboski: The Perks of Being a Wallflower;
  • Heinrich Heine: Buch der Lieder, ein Goldmanns Gelbes Taschenbuch von 1956, also noch sehr viel gelber als zur Veröffentllichung, aber ungekürzt; und als Sonderpreis:
  • Heinrich Heine: Im Pavillon am Jungfernstieg. Eine literarische Reise von Helgoland bis in den Harz, Reihe Die Bibliothek des Nordens bei Hoffmann und Campe, verlagsneu, kein “preisreduziertes Mängelexemplar”, original eingeschweißt.

Für das letztere muss allerdings schon was kommen. Dafür werde ich mich leichten Herzens zu weiteren Überraschungspreisen bewegen lassen: Sogar ein paar LPs sind da.

Bitte bis Sonntag, den 15. November 2009 um Mitternacht, in den Kommentar. Nicht drängeln, alle dürfen, und wie ich mich kenne, kriegen auch die meisten was. “Rechtsweg” hab ich überhört.

Bild: Egoshooting, 6. November 2009.

Written by Wolf

6. November 2009 at 6:21 pm

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München am Meer V: Yarrrrr, sog i!

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Update zu München am Meer IV: What I Heard about the Apple Barrel:

Piratenflagge weiß-blau, Orleansplatz Bayernmarkt

Moby-Dick™ ist zuständig für Wal-, nicht Wahlkampf, macht jedoch darauf aufmerksam, dass in der anstehenden Bundestagswahl eine Neuerung installiert wurde: eine wählbare Partei. Die Wahlbenachrichtigungen wurden versandt, Sie können seit Tagen Ihre Briefwahlunterlagen bestellen, es gibt keine Ausrede mehr. Und bevor Sie wieder verdrossen auf unseriöse Spaßparteien (F.D.P., CSU) ausweichen oder zu Hause Ihre Frau verprügeln:

Und: Nein, das ist möglicherweise keine fertig ausgebildete Regierungspartei. Das ist möglicherweise nicht mal eine voll einsatzfähige Oppositionspartei. Das ist aber eine politische Partei, von der man sich nicht von vornherein aus Gewohnheit rundumverarscht fühlen muss. Sie üben noch, und sie tun es anhand wichtiger Themen. Die Älteren unter uns erinnern sich, wie’s mal mit den Grünen war. Wenn schon in einer parlamentarischen Demokratie ein gewisses Ausmaß an Parteipolitik nicht zu vermeiden ist, dann doch bitte mit Leuten mit dem Herzen am richtigen Fleck. Endlich geht das mal. Übrigens ist die Zweitstimme die wichtige.

Das Bild ist vom Bayernmarkt am Orleansplatz in München — noch bis Sonntag, den 6. September, ist lustig. Beachten Sie Captain Ahabs Frau an der Ampel: Das linke Bein fehlt! (Vide From hell’s heart I stab at thee und Jürgens Ahabs Bein(e).)

Written by Wolf

4. September 2009 at 12:01 am

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Gewinnspielauflösung August

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Update zu Buch im Blut:

Elke entwächst den Buchstaben und filmschafft uns alle into oblivion:

Statt Oscar: 1. Platz im August-Gewinnspiel. Glückwunsch! — Und als Preis? Barnes: Stachelschwein, Nöstlinger: Gurkenkönig, King: Carrie oder Rosendorfer: Ruinenbaumeister?

Bild, Text, Konzept, Idee, Script, Lektorat, Grafik, Idee, Recherche, Kreation, Programmierung, Webmistress, Ringmistress, Illustration, Layout, Design, Typografie, Marketing, Vertrieb, Human Resources, Seitenpflege, Markenpflege, Kundenpflege, Art Buying, Art Direction, Creative Direction, Kontakt, Public Relations, Übersetzung, Content Management, Customer Relation Management, Moderation, Trost & Rat, Bühnenbild, Beleuchtung, Kulissenschieben, 1. + 2. Geige, Streicherensemble, Holz- + Blechbläser, Blechtrommel, Maultrommel, Klavier, Lead- + Rhythmusgitarre, Leading Vocals, Bass, Schlagzeug, Mundharmonika, Kamera, Soundtrack, Gaffer, Best Boy, Key Grip, Regie, Produktion, Casting, Catering, Peitsche, Zuckerbrot, Koch- und Backrezepte, Inbrunst, Hingabe, Zärtlichkeit, Freizeit, Blut, Schweiß, Tränen und Copyright: Elke the Hochhaushex.

Written by Wolf

10. August 2009 at 12:01 am

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Augustgewinnspiel: Happy 190th, Herman!

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Update zu Happy 189th, Herman!:

Herman Melville hat uns so viel geschenkt.

Heute wird er 190.

Schenken wir ihm was.

Was kann einer, der rein technisch-rechnerisch nichts mehr braucht, brauchen? Lassen Sie sich was einfallen! Die nächsten Weihnachten liegen näher als die letzten, da können Sie diese empathische Fertigkeit schon wieder einüben.

  • Ein Gedicht?
  • Eine hübsch gestaltete Geburtstagskarte?
  • Ein Seemannslied?
  • Den dramatischen Versuch, den er in seinem monumentalen Gesamtwerk nie selber schrieb?
  • Eine lässliche Sachbeschädigung in Form Ihres Lieblingssatzes von ihm, mit Edding auf eine Kneipentoilette?
  • Eine Runde Schiffchenbauen, Weidenpfeifchenschnitzen, Bleistiftkritzeln, Musikmachen, Singen, Vorlesen und/oder Land Art an See, Wald und Flur mit dem eigenen Kinde als späten Trost für seinen erst abwesenden, dann versagenden Vater?
  • Eine Runde ganz doll Liebhaben mit einem significant other als spätes Vorbild, dass es wenig hilfreich fürs Lebensglück ist, wenn man seine Frau besoffen die Treppe runterschubst?
  • Ein paar Stunden Arbeit für einen sozialen Zweck als späte Anerkennung für seine zwanzig Jahre im ungeliebten Zolldienst?
  • Eine Spende an die AIDS-Hilfe als Unterstützung für ungelebte wie geoutete Schwule?
  • Johoho, und ne Buddel voll Rum?

Suchen oder denken Sie sich etwas aus, schenken Sie es ihm und erzählen Sie im Kommentar davon — was es ist, warum es ihn freuen wird und wie Sie es überreichen (der Vorteil ist: Der Mann ist tot und sieht, hört und riecht jetzt alles). Die großartigsten Ideen und Umsetzungen gewinnen ein schönes Buch, das ich übrig hab oder ohne mir einen Arm auszukugeln beschaffen kann, oder eine gebrannte CD (privat und legal). Es gibt so viele Preise, wie Sie Begeisterungsschübe bei mir auslösen. Immerhin nullt Herman Melville, da lass ich mich nicht lumpen. Sie dürfen an Ihrem Preis mitwünschen, ich streng mich auch an.

Dergleichen darf man nicht verschleppen: Zumindest die Idee sollten Herr Melville und meine bescheidene, lediglich vermittelnde Person bis Sonntag, den 9. August 2009 um Mitternacht kennen. Ans Werk.

Stadtgründungsfest München 2009, Liebst du

Bild: Liebst du?, Bayerisches Nationaltheater München;
Link siehe auch Walking Tour.

Written by Wolf

1. August 2009 at 12:01 am

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Junigewinnspiel: Noch 101 bis Kapitel 136

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Update zum hiesigen From hell’s heart I stab at thee
und Jürgens Ahabs Bein(e):

Uns steht die letzte angekündigte Abhandlung zu Kapitel 35 ins Haus. Was man so hört, ist sie fast schon angefangen — hallo Elke! — und birgt die schöne Gewissheit, dass wir danach nur noch 100 Kapitel vor uns haben, das bisschen Epilog nicht eingerechnet. Hochgerechnet gibt es Moby-Dick™ bei gleichbleibender Lesegeschwindigkeit, damit es seinen Zweck erfüllt hat, also nur noch bis Ende 2017.

Die Zeit drängt, da wollen Sie in den verbleibenden achteinhalb Jährchen sicher noch mitnehmen, was geht. Da war your humble Logbuchschreiber nicht faul und hat ein 136. Kapitel konzipiert, und Sie dürfen mitschreiben. Die Illustration kann sich ohne weiteres mit denen von Rockwell Kent messen, fehlt noch der Text. Der kommt von Ihnen.

Captain Ahab rollt von Bord, Kapitel 136

Das ist ein Entwurf, den Sie ausgestalten helfen. Eine Reinzeichnung mit schwarzer Tinte auf zeitlosem Moleskine ohne die hässlichen Kästchen mach ich, wenn der Text steht. Ahabs Fortbewegungshilfen sollen etwas realistischer in Proportion zu seiner geclippten Person stehen, sein Gesichtsausdruck noch angepisster wirken und die Gangway von der Pequod etwas seemannspittoresker. Wie Abraham Lincoln sieht Ahab im kollektiven Gedächtnis ja schon immer aus.

Gesucht wird

  1. eine Kapitelüberschrift und
  2. was Captain Ahab in der angedeuteten Sprechblase sagt.

Schreiben Sie beides in den Kommentar und gewinnen Sie, mein willkürlich verteiltes Wohlwollen vorausgesetzt:

  • Karl May: In den Kordilleren, Band 13 der Bamberger Grünen Ausgabe — das Original! Altersbedingt angestaubt (1228. Tausend), sonst top erhalten; oder
  • Herbert Rosendorfer: Der Ruinenbaumeister, ein ausgemustertes Büchereiexemplar, daher mit allerlei Narben, die so ein Bücherschicksal schlägt, aber einwandfrei lesbar, jedenfalls mit intakter Bindung — noch ein weißes dtv mit Umschlagillustration von Piatti. Ein einziger grandioser Irrgarten aus Abschweifungen, keine Ahnung mehr, wovon. Es gab eine Rahmenhandlung im Nymphenburger Park zu München; das Beste war eine Parodie auf E.T.A. Hoffmann (schon wieder was mit Bamberg), die besser war als der Meister selbst.

Als preiswürdig wird jede Idee eingestuft, über die ich mindestens so sehr grinsen muss wie über meine eigene, die ich beizeiten schon verraten werde. Sie sind allesamt kluge Leser, bis unter die Ohren angefüllt mit dem, was im Feuilleton der zum Beispiel Bamberger Nachrichten “hintergründiger Humor” heißt, und schütteln sowas doch souverän aus den Fingerkuppen. Nichts anderes, als was Sie ständig beim New Yorker Cartoon Caption Contest tun. Belehren Sie meinen Glauben an die Faulheit der Menschen, dass ich nicht zwei, sondern mindestens zehn Preise vergeben müsste! Bis 30. Juni um Mitternacht ist Ihnen was eingefallen, ist das okay?

Dazu der sinnigste Soundtrack, der nur jemandem einfallen konnte:
MissinCat aka Caterina Barbieri: Back on My Feet aus: Back on My Feet 2009, hihi.

Written by Wolf

12. June 2009 at 6:58 am

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Guardian of public virtue came ridin’ along

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Das muss ich jetzt erzählen: Endlich hab ich auch mal gegen die Community-Richtlinien von Youtube verstoßen. Ich bin böse, jaaaaa!

Jemand oder etwas nahm Anstoß daran, dass mein Video zu Robin Holcomb: Dead Horse nackte Frauenbrüste zur Schau stellte. Schlimmer noch: Jungfrauenbrüste! Ja, Seejungfrauenbrüste, wenn nicht gar noch Meerjungfrauenbrüste!

Selbstverständlich hat jemand oder etwas vollinhaltlich Recht. Wenn ich meiner zwölfjährigen Tochter in meinen bevorzugten Weltgegenden die Tiere des Waldes zeigen wollte und da hupft eine Seejungfrau hinterm Busch hervor und hängt die Hupen raus, so würde ich sie zur Ordnung rufen — die Seejungfrau, nicht meine Tochter. Vor allem so hässliche Hupen wie die, welche Herr oder Frau Isolated Instances of Non-Gravity für die Collage Darling vewendet hat.

Bei dieser grandiosen Schweinigelei von Good Ship Venus konnte man vorher so schlau sein und dem offenbar gerade gestern volljährig gewordenen Mädel züchtig die Bikinizonen verhüllen; noch böser als Ausdrücke wie “Hupen raushängen” zu verwenden und überhaupt zu wissen, was “Spreizbildchen” sind (schuldig geworden am 1. April 2009), bin ja nicht mal ich. In nimmermüdem Einsatz für unsere Leser wurde deshalb das Video selbstverständlich umgehend durch eine entschärfte Version ersetzt.

Gegen mein Youtube-Konto wurde eine Warnmaßnahme gemäß den Community-Richtlinien ergriffen, die in sechs Monaten abläuft. Weitere Verstöße können dazu führen, dass ich vorübergehend keine Inhalte mehr in YouTube posten darf bzw. mein Konto gekündigt wird. Youtube-Feind Nr. 1 — der sowieso andauernd dafür notorisch wird, dass er Videos von Element of Crime aufzurufen versucht, die für “mein Land” nicht verfügbar sind. Gut, dass wenigstens Moby-Dick™ seit 2007 R-rated ist, was in Deutschland einer Freigabe ab 16, in den USA sogar ab 17 Lebensjahren entspricht. Und außerdem bin ich neugierig, ob ich jetzt auch so viele Suchanfragen für “hässliche Hupen” wie bisher für “sexy Zehen” reinkrieg.

In diesem Sinne: Eleni Mandell: Afternoon, aus: Afternoon, 2004, die jugend- und hupenfreie Collage aus wenig Meer und viel Country.

[Edit:] Wir könnten auch anders. [/Edit]

Written by Wolf

19. May 2009 at 4:50 am

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Zwischenostern (If you accept the pain, it cannot hurt you)

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Es verlautet: Der Zürcher KEIN & ABER, dessen Hervorbringungen man unbesehen zusammenkaufen kann, sobald sie nur erscheinen, veranstalten einen besonders schönen Wettbewerb: Sie sollen den Namen für den 89. Band der Vegetarischen Abenteuer Bibliothek finden. Das geht bis 31. Mai, die ersten 88 bibliophilen Bände mit Lesebändchen aus Tofu und essbarem Schutzumschlag gibt’s schon vorher.

Fast so schön wie das

—> Osterwichteln <—

auf Moby-Dick™, gell? Sie denken doch dran? Auch daran, dass heute der letzte Tag vor Ostern ist, an dem die Post geöffnet hat? — Nein, am Samstag schaffen Sie’s nicht mehr, da trocknen Sie Ihre Karfreitagstränen oder wenn Sie Heide sind, schlafen Sie Ihren Feiertagskater aus.

Hugh MacLeod, How to be creative

Bild: Hugh MacLeod: Ignore Everybody. Endlich eins für hinter den Spiegel, vor allem von der Größe her — auch wenn die neueren Checklisten aus dem Themenkreis Live Your Life and Be Yourself (oder umgekehrt) eher empfehlen: “Stop blogging” und “Don’t worry about finding an inspiration. It comes eventually” doppelt vorkommt. Über eins von beiden kann man ja dann den Tesafilm kleben. Dieses ewige zwanghafte Kreativsein ist ja ebenso überschätzt.

Danke an Cara aus der Fehlerteufelei!

~~~|~~~~~~~|~~~

Maritimer Osterohrwurm: Wreckless Eric: Whole Wide World 1978,
bekannt aus Stranger Than Fiction 2006.

Written by Wolf

9. April 2009 at 1:21 am

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Osterwichteln

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Die Menschen, so leicht sie’s haben könnten, wollen keine suspekten Gewinnspielpreise vom bösen Märchenonkel, schon wieder gleich Ostern und weit und breit kein Geschenk. Dabei kriegt jetzt von mir jeder eins.

Schenken Sie mir was zu Ostern, und Sie kriegen etwas Vergleichbares von mir zurück: Wer mir ein Buch schickt, kriegt eine fast einwandfrei erhaltene Rarität aus dem, nun ja, Antiquariat. Wer mir eine CD von seinen aktuellen Ohrwürmern aufnimmt, kriegt eine von mir, die nicht zwingend von The Muffs oder The Singing Adams sein muss. Wer mir was bastelt — worunter auch Bildermalen, Gedichteschreiben und Sockenstricken fällt –, kann mich von so genannter wichtiger Arbeit abhalten, weil ich mir dann auch sowas ausdenken muss, und wer mir falsch verstandene Liebesbriefe, einen Nacktputzer für Ostermontag oder Spreizbildchen schickt (nämlich welche von sich selbst, aber kommt drauf an), muss sich hinterher nicht wundern. Um die marketingpsychologisch bedeutsame Grenze von zwanzig Euro einzuhalten, reden wir nicht so sehr über Geschmeide denn über schöne Postkarten. Ist mir sowieso lieber.

Meine Adresse ist erstens ziemlich verbreitet, zweitens problemlos erstalkbar und drittens kein Geheimnis für freundliche Menschen. Weil’s meine Idee war, schicken Sie zuerst. Kann ich bis zum ersten Posttag nach Ostern, das wäre am Dienstag, 14. April, was haben?

Als Zugeständnis an den 1. April: Götz Widmann & Holger Brömel:
Hank starb an ‘ner Überdosis Hasch,
live im Coffeeshop Joint Venture, Arnhem 1996,
auf: Harmlos 2006
(für die Freaks: a-Moll/G-Dur Turnaround).

Written by Wolf

1. April 2009 at 12:01 am

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Märzgewinnspiel: A Voyage Thither and So Long

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Am 16. März 1849 erschien Mardi, and a Voyage Thither, Herman Melvilles Fingerübung zu Moby-Dick, bei Richard Bentley in London. Vor gleich 160 Jahren.

Melvilles monumentaler dritter Roman — da war er 29 — wurde erst 1998 zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt — von Rainer G. Schmidt, was ihm den Paul-Celan-Preis eintrug; besser anerkannt kann man nicht übersetzen. Ein sperriges und unterschätztes Werk und damit ein typischer Melville.

Obwohl danach noch etliche Romane unterschiedlichen Erfolgs kamen, ist Mardi Melvilles Einstieg in die Lyrik, lange bevor er den Ehrgeiz entwickelte, die amerikanische Lyrik zu revolutionieren, und sei unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Als Roman steht er in Prosa, die sich aber als gebundene Rede lesen lässt: Der Text fließt stellenweise rhythmisch, seine Struktur baut Lieder nach, darübergeordnet sind die Kapitel, die verschiedenen Südseeinseln wie ein Rundgesang zugeordnet sind. Aus Gesprächen von Seeleuten und Südseeinsulanern entsteht ein umfassendes Gesamtbild des Menschen und der Welt an sich. Wie in der Bücherliste vorgestellt, bewusst etwas kategorial anderes als die ersten beiden autobiografischen Reiseerzählungen, die sowieso niemand glaubte; nach wenigen Kapiteln ausgefranst und übergebordet zu einem Standardwerk der Groteske auf der Basis einer krausen, nachvollziehbar bleibenden pantheistischen Seebärenphilosphie. Im Unterschied zu Moby-Dick gibt es darin eine Liebesgeschichte. Auch deshalb: ein typischer Melville.

Mit diesem Wissen: Malen, zeichnen, fotografieren, collagieren oder von mir aus: modellieren Sie bis zum 16. März, Mardis 160. Jubiläum, das Titelbild zu einer eventuellen zweiten deutschen Übersetzung (nicht dass meines Wissens eine anstünde)! Mindestens auf DIN A4, außer Ihre Technik lässt nur kleinere Formate zu, und so, dass sie’s hinterher auf den Scanner kriegen. Foto geht auch — normalerweise ist das allerdings ein Thema für einen großen Gobelin.

Gewinnen Sie dafür wie üblich, weil sich dergleichen ruhig verbreiten darf, entweder:

  • 1 CD mit 26 Liedern von The Muffs (privater Brand wie gehabt und jetzt schon nicht mehr in dieser Form rekonstruierbar);
  • 1 CD von Carson Sage and the Black Riders (heute What about Carson wie vorgestellt, private Brände):
    • Final Kitchen Blowout (1993);
    • Walk With an Erection (5-song-EP 1993); oder
    • Great Music in Stereo (1995);
  • 1 Kopie Herman Melville: The Lightning-Rod Man auf Deutsch in der Übersetzung von Richard Mummendey, ca. 10 Seiten. Sehr selten und stark nachgefragt; oder
  • 1 Erlaubnis für einen Gastbeitrag auf Moby-Dick™ über was Sie wollen außer (doofem) Porno und Verherrlichung von Frank Schätzing.

Werden die Preise schon langweilig? Dann verlose ich für besondere Leistungen eine apokryphe LP von Motorpsycho, und LP bedeutet hier: Vinyl und einen Durchmesser, der kleiner ist als der von den LPs, an die sich die Alten und Altmodischen unter uns erinnern: The Desperate Deeds of Ringo. A Story of the Wild West (auf Amazon in allen Ländern nur als CD), die ganz unerhört nach Country, Punk, dem ersten Spaghettiwestern mit John Wayne, Ennio Morricone, Whisky, Dreck und jenem amerikanischen Westen klingt, wie wir ihn alle lieb haben — und von der ich mich sehr ungern trennen werde. Da muss ich überzeugt werden, also strengen Sie sich ruhig an.

Und zwar bis 16. März 2009 um Mitternacht bitte.

Werkzeugkasten:

Amazon, Mardi, 2 Bände Hardcover Achilla Presse

Entreact Melodram (Brotzeit):

Story from the Wild West: Motorpsycho: So Long, aus: The Desperate Deeds of Ringo. A Story of the Wild West
und das ist noch nicht mal das beste von der Platte.

Written by Wolf

6. March 2009 at 1:52 am

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Februargewinnspiel 2: It means just what I choose it to mean

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Update zu The still unannotated Melville:

Ein Gewinnspiel, das einen Monat dauern soll und nach drei Stunden gelöst wird, so geht das ja wohl nicht, auch wenn der Februar gar so kurz ist. Machen wir einfach noch eins, euch helf ich.

Lewis Carroll, Alice Pleasance Liddell, The Beggar Maid, 1858 via skipofgorthDer Preis: The Complete Illustrated Lewis Carroll bei Wordsworth 1998, noch mit einem anderen Einband als heute auf Amazon, ein Bild steht unten. Wenige Bleistiftanmerkungen, auf dem Einband innen mein Name, der gravierendste Mangel ist eine Kerbe oben im Schnitt, etwa einen Millimeter tief. Ist aber sehr sauber eingeschnitten und beeinträchtigt weder beim Lesen noch beim Blättern — und rührt daher, dass ich diesen Backstein mal als Unterlage zum Sägen von Parkettrauhspunden hergenommen hab. Das Stück war mein Arbeitsexemplar aus dem Handapparat des Traditionsunternehmens discreet monsters, um dem Sinn anglophoner Redewendungen nachzuspüren; so wichtig wie der Shakespeare daneben. Sie erringen außer den beiden Bänden Alice mit den richtigen Illustrationen von John Tenniel die beiden Bände Sylvie and Bruno, The Hunting of the Snark, das lyrische Werk, die Stories, alle mathematischen Hirnklimmzüge und A Miscellany, alles auf 1170 Seiten, nach elf Jahren kaum gegilbt. Ich trenne mich davon, weil ich eine Ausgabe mit besser reproduzierten Bildern gefunden hab. Für Ihre Zwecke reicht’s, wetten?

Die Aufgabe: Meine Lieblingsstelle aus Alice in Wonderland — genauer: dem zweiten Band Through the Looking-Glass — war immer die mit Humpty Dumpty: Das unsympathisch selbstüberzeugte fette Ei erfindet buchstäblich von oben herab die Sprach- und Bewusstseinsphilosophie, jedenfalls die semantische Pragmatik darin, und Konstruktivismus, Intentionalismus, Semiotik, Agnostizismus und Eristik gleich mit. Alles in einem sechs- bis siebenschlägigen Dialogpingpong, für den der Punkt bei ihm bleibt. Wenn das mal keine Größe hat. Die Stelle geht:

John Tenniel, Humpty Dumpty and Alice“I don’t know what you mean by ‘glory,’” Alice said.

Humpty Dumpty smiled contemptuously. “Of course you don’t – till I tell you. I meant ‘there’s a nice knock-down argument for you!’”

“But ‘glory’ doesn’t mean ‘a nice knock-down argument,’” Alice objected.

“When I use a word,” Humpty Dumpty said in a rather a scornful tone, “it means just what I choose it to mean – neither more nor less.”

“The question is,” said Alice, “whether you can make words mean different things.”

“The question is,” said Humpty Dumpty, “which is to be master – that’s all.”

Alice was too much puzzled to say anything, so after a minute Humpty Dumpty began again.

“They’ve a temper, some of them – particularly verbs, they’re the proudest – adjectives you can do anything with, but not verbs – however, I can manage the whole lot! Impenetrability! That’s what I say!”

Und Sie sind aufgefordert, einen Dialog zu erfinden. Muss nicht lang sein, Sie haben ja gesehen, in welcher entwaffnenden Prägnanz Carroll die entscheidenden Disziplinen der Philosophie kinderfreundlich konstituieren konnte (und ist ja auch nur ein Februargewinnspiel). Ihre Version muss auch gar keine Jahrhunderte überdauern, sondern mich zum Grinsen bringen, und wie leicht ich zu erheitern und auch sonst zu beeindrucken bin, erleben Sie an dieser Stelle ebenfalls ständig.

Ihr Dialog soll sich zwischen Humpty Dumpty und einer weiteren Person Ihrer Wahl ereignen: der vorgefundenen Alice, deren Vorbild Alice Liddell, Ihnen selbst oder dem anderen großen käsegesichtigen Unsympathen der Weltliteratur: Moby Dick — the question is which is to be master — und irgendwie mit Philosphie zu tun haben. Honoriert wird Ihr Mut zur Brillanz, da ist mir dramaturgisch wurscht, wer den Dialog gewinnt.

Wenn ich sehr gut aufgelegt und Sie spürbar bemüht sind, werde ich in meiner grenzenlosen Generosität geneigt sein, als Trostpreis sogar noch Alice hinter den Spiegeln draufzulegen, ein schmuckes Insel-Bändchen in deutscher Übersetzung von Christian Enzensberger, featuring Humpty Dumpty und die Tenniel-Illus, weil ich’s übrig hab. Muss die Stadtbibse mal aufn Müll gestellt haben.

Einsendeschluss ist wieder Sonntag, 1. März um Mitternacht. Bitte in den Kommentar, oder wenn Sie schon vorher fertig sind und Ihr Produkt bis zum Stichtag geheim wissen wollen, weil die Konkurrenz nicht schläft, können Sie’s auch mailen.

Aufgerufen sind vor allem auch des gestaltenden Schreibens mächtige Menschen von außerhalb der P.E.Q.U.O.D.: Wir sind hier eine private im Unterschied zu einer kommerziellen, aber bei weitem keine geschlossene Gesellschaft!

The Complete Illustrated Lewis Carroll, Wordsworth 1998

Bilder: Lewis Carroll: The Beggar Maid featuring Alice Pleasance Liddell, 1858,
heute mal in der Wiedergabe von skipofgorth, 18. Mai 2008;
Alice mit Humpty Dumpty: John Tenniel für Through the Looking-Glass, 1871;
Alice vor den Spiegeln: selber gemacht.
Soundtrack: Aimee Mann: Humpty Dumpty aus: Lost in Space, 2004.

Written by Wolf

5. February 2009 at 5:17 am

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Hör- und Seewolf

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Update zu Novembergewinnspiel: Die Suche nach dem Glück in 26 Kategorien:

Es geht um den Seewolf, es geht um kleinteiliges Gefizzel in Schriften, es ist ein Gewinnspiel, es ist im Fontblog, den man, um mitreden zu können (mit wem eigentlich…?), sowieso täglich lesen muss, und die interessierten Freaks treffen Aussagen wie “Habe mir echt schon überlegt, die Versicherung zu wechseln, weil die die Eras benutzen” — Gründe genug für Moby-Dick™, das zu verlinken.

Beim Fontblog gibt’s ein FontShop-Typo- und Repromaß zu gewinnen — und bis Sonntag, den 30. November bei uns eine CD mit 26 Liedern von The Muffs! Weihnachten kann kommen.

Fontblog, Ghost

Bild: Fontblog: Kalendsadventer 13: Geisterschrift, 26. November 2008.

Soundtrack: Get Well Soon: Christmas in Adventure Parks aus: Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon, 2008.

Written by Wolf

27. November 2008 at 3:38 am

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Don’t benehm dich like a pirate, Acer

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Update zu There’s no business:

Die Vorweihnachtszeit tobt. Jürgen hat mir für ein paar entfernt angebrachte Worte mit einem original Buchhandelsexemplar Flacherland. Die unglaubliche Reise der Vikki Line durch Raum und Zeit von Ian Stewart vermacht, derweil mir zu Hause das wichtigste (na gut: das einzige) Arbeitsgerät dauerhaft kapeister geht, was vermutlich nicht ursächlich zusammenhängt, woraufhin niemals eiliger ein neuer angeschafft und unter wenigen, aber langen Nächten Einsatzes seitens der Firma the missing link eingerichtet wurde, was ja gar kein Mensch zahlen kann. Zahlreichen Dank deshalb an Jürgen und die angetraute Grafik- und IT-Abteilung und ab nach Ebay mit dem kaputten Waffeleisen.

Zwei dieser drei Ereignisse möchte ich in einem einzigen Bild abfackeln: die Ankunft einer mathematisch-philosophischen Discworld (warum hat man dergleichen nicht vor dreißig Jahren in der Schule durchgenommen?) sowie des neuen Schlachtschiffs gegen Ignoranz und hundertjährigen Büroschlaf.

Und morgen, Crew und befreundete Begegnungen, ist hier Ende, Auflösung und Preisziehung fürs Septembergewinnspiel, yarrrrr.

Acer notebook with Ian Stewart, Die unglaubliche Reise der Vikki Line durch Raum und Zeit

Desktop-Hintergrund: Es fragt ja doch jemand danach, dass die versonnene Wasserfee, die das neue einzige Arbeitsgerät bewacht, von MyFlyAway entlehnt ist.

Written by Wolf

21. September 2008 at 10:53 pm

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Das Wichtigste in Kürze

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Ahoy, me hearties!

  1. Heute ist, wie des langen und breiten angekündigt, Talk Like a Pirate Day. Feiern Sie ihn fleißig, denn damit gewinnen Sie das Septembergewinnspiel, das
  2. verlängert wird. Bis Montag, den 22. September nämlich. Das kommt, weil
  3. dieser Tage mein getreuer Laptop von uns ging. Will ihn jemand? Sein Nachfolger ist schon im Haus. Er heißt Acer, kann Vista und ist doppelt so breit wie Ihrer.
  4. Am Montag hoffe ich diese Harley von Spielgerät eingerichtet zu haben, dann kann ich auch in Ruhe Sachen verlosen und wieder lustige und spannende Abenteuer von Lande und zur See (in der Luft is doof) erzählen. Machen wir das so?
  5. Ja.
  6. bin ich eigentlich gar nicht da. Man sieht sich.

Soundtrack: The Pogues, leider schon ohne Shane MacGowan: When the Ship Comes in, aus: Pogue Mahone, 1995.

Written by Wolf

19. September 2008 at 12:26 am

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Der fehlende Sinn

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Update zum Septembergewinnspiel (noch bis 20. September!):

19. September ist auch der Look Like a Pirate Day! Also mal nicht so zaghaft hier!

Anregungen auf Flickr. Und eine Einreichung ist schon eingegangen. Und zwar gar keine so schlechte. Ich erwarte also etlichen Aufwand, von aus auch in Videoform. Uarrr!

Look Like A Pirate Day by eye-said-it-before.de

Bild: von Malcolm, öh, ausgeliehen, und der von der Quelle, 6. September 2008.

Written by Wolf

15. September 2008 at 4:14 am

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The Sorrows of English-Speaking Goethe Fans

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Update for Decision to be US Goethe:

Is there a reasonable translation of The Sorrows of Young Werther in the 1787 version? Thomas Carlyle and the nowadays authoritative translation by Burton Pike both used the 1774 version, but Goethe went thoroughly over it for his Complete Works. Can you recommend a book or even an online source?

Help, anybody?

Werther's Original Bag

Image: Werthers Original Bag 190 Pieces by Buy Candy Wholesale, Amazon.com.

Written by Wolf

3. September 2008 at 2:00 am

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B.L.A.U.W.A.L. (Besonders Langweilige Aufzählung Uninteressanter Wal-Affiner Literaten)

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Nach über zwei Jahren hat das Projekt Moby-Dick™ Reisegeschwindigkeit angenommen: “Schon segeln wir kühn über die Tiefe der See, doch bald werden wir uns in ihren uferlosen, hafenfernen Unermesslichkeiten verloren haben.” (Anfang Kapitel 32). Die ohnehinigen Wackelkandidaten haben das schwanke Schiff verlassen, wer jetzt noch hier ist, fühlt sich recht zuverlässig an, ich bin stolz auf uns. Wie’s aussieht, sind wir komplett.

Auf der P.E.Q.U.O.D. (Pandämonium der Exegeten, Quellenforscher und orientierungslosen Denker) segeln bis auf weiteres sechs mehr oder weniger (meist mehr weniger…) aktive Literatinnen und Literatinnen im Stande eines W.A.L., das ist: Wal-Affinen Literaten, deren individuelle Ränge nach Lust, Laune und Selbstherrlichkeit des B.U.C.K.E.L.W.A.L. verliehen werden und gegen die der Widerspruch zulässig ist. Im einzelnen sind dies:

  • Wolf Gräbel, B.U.C.K.E.L.W.A.L. (Beobachter Und Chancenloser Kapitän Einer Liga Wal-Affiner Literaten);
  • Christian Westheide, G.R.A.U.W.A.L. (Gelegentlich Ratloser Aber Unbeirrbarer Wal-Affiner Literat);
  • Elke Hegewald, F.U.R.C.H.E.N.W.A.L. (Für Unglaublich Reichhaltiges Cetologisches Hexenwerk Endlos Nimmermüde Wal-Affine Literatin);
  • Jürgen Schmitte, B.A.R.T.E.N.W.A.L. (Bücher Aus Reinem Trieb Erstaunlich Nutzender Wal-Affiner Literat);
  • Stefanie Drecktrah, N.A.R.W.A.L. (Nicht Auffindbare, Retrospektiv Wohl Abgängige Literatin);
  • Stephan De Maria, P.O.T.T.W.A.L. (PraxisOrienTierTer Wal-Affiner Literat).

Für herausragende Leistungen in Weitsicht und Unterhaltungswert, beispielsweise für Beiträge, die besonders A.H.A.B. (AllentHalben Anständig Brauchbar) sind, kann der B.U.C.K.E.L.W.A.L. auf eigenen oder anderweitigen Antrag den Rang des B.E.L.U.G.A. (Belesener Experte für Lustige Und Gelehrte Ansichten), wahlweise O.R.C.A. (Ordinarius Rebus Cetologiae Animatus) verleihen.

Fortgesetzte Nachlässigkeit in der Beteiligung einzelner W.A.L. verhilft auf direktem Wege in den Rang der A.R.S.C.H.G.E.I.G.E. (Auffallend Ruhiger, Säumiger Cetologe, Hinderlich Gegen Eigene, Interdisziplinär Gültige Erforschungen), der fortan in allen Beiträgen des betreffenden W.A.L. zur Verwendung kommt.

I.S.M.A.E.L. (Ich Seh Mich Aber Eher Locker), der B.U.C.K.E.L.W.A.L.

Auch Außenstehende werden ausdrücklich ermuntert, Ränge anzustreben. Zur Verfügung stehen noch Akronyme für S.T.A.R.B.U.C.K., S.T.U.B.B. oder F.L.A.S.K. Wer Q.U.E.E.Q.U.E.G. sinnhaft auflösen kann, wird automatisch B.E.L.U.G.A.

Carl Barks, Fähnlein Fieselschweif, Das Wehklagen der Walwächter

Bild: Carl Barks/Kay Wright/Daan Jippes: Das Wehklagen der Walwächter, auch: Wale in Gefahr. Original: Wailing Whalers, 29. Juli 1972, erstes Panel. Deutsche Übersetzung: Dr. Erika Fuchs. Besonderer Dank geht an Christian Pfeiler, MdD und Kalendermacher der D.O.N.A.L.D. 2008/2009, für den druckfähigen Scan!

Written by Wolf

31. August 2008 at 12:01 am

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Ende von Sommergewinnspiel

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Update (kein Überschreiben mehr möglich)
zum Sommergewinnspiel auf Moby-Dick™:

Sascha Zivkovic aus Frankfurt hat korrekt gelöst — womit sich alle folgenden Versuche von selbst erledigen.

Das erste Buch, das so schwer erreichbar ist, dass man sich im Antiquariat mit einem Hechtsprung darüberwerfen soll, um es unter verhalten irrem Kichern unauffällig zur Kasse zu schleppen, ist Redburn: His First Voyage, being the Sailor-Boy Confessions and Reminiscences of a Son-of-a-Gentleman, in the Merchant Service — Herman Melvilles vierter Roman, 1849. Auf Englisch in mehreren Ausgaben erhältlich, auf Deutsch ein einziges Mal von Richard Mummendey übersetzt und im vergriffenen Sammelband Redburn/Israel Potter/Sämtliche Erzählungen abgedruckt und dann nie wieder; das langweilige ist An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations von Adam Smith 1776. Das finden Sie in den Buchläden, wenn Sie es suchen, aber das wollen Sie nicht wirklich.

Wie Sascha das wohl herausgefunden hat? Und welchen der drei Preise er nun zu gewinnen begehrt? Glückwunsch, sag ich! Es gibt noch Leser.

Musik: Sir Edward Elgar: March of Pomp and Circumstances No. 1, op. 39, 1901,
dirigiert von ihm selbst.

Written by Wolf

29. July 2008 at 12:16 am

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T-Shirts sind auch für Sissies!

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Hauptsache, sie machen Sie schön und mich reich.

Wolfsleibchen Poetry is not for sissies T-Shirt

Schöne, nützliche, moderne Kleidung mit melvilleanischem, maritimem und literarischem Bezug ist in Arbeit, denn Wolfsleibchen können Ihr Sozialprestige und Ihr Selbstwertgefühl steigern.

Written by Wolf

28. July 2008 at 4:16 am

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Pöse, pöse PR

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Written by Wolf

18. July 2008 at 12:01 am

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Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu gratulieren

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Das geht einem Haufen Leute in meinem Alter so. Trotzdem danke.


Hildegard Knef: Der alte Wolf, aus: Ich bin den weiten Weg gegangen, 1974.

Written by Wolf

6. May 2008 at 12:01 am

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Korrekt gekleidete Melville-Leser weiter auf eigene Zukäufe angewiesen!

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Written by Wolf

16. April 2008 at 12:01 am

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Nackige und nachlässig gewandete Melville-Leser zum letzten Mal aufgerufen!

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Update zu Melville-Leser nackt!,
Katze von der Steuer absetzen! und
Melville-Leser möglicherweise etwas luftig für die Jahreszeit angezogen!:

SchlangenlesemädchenEs ergeht der letzte Aufruf: Morgen, Dienstag, den 15. April 2008, um 23.59 Uhr ist Einsendeschluss für das Gewinnspiel in Moby-Dick™: Machen Sie ein Nacktfoto (oder wenigstens eins, auf dem Sie nicht so dick eingepackt sind…) von sich, auf dem Sie Ihre Affinität zu Weltliteratur, vorzugsweise zu Herman Melville, darstellen, und gewinen Sie ein top Exemplar Moby-Dick; oder: Der Wal in der Übersetzung von Friedhelm Rathjen! Ich wiederhole: Das ist morgen!

Raus aus den Klamotten und ein Buch und eine Kamera beschafft! Die Hürde zum Gewinn ist niedrig: Wir reden hier über ein 30-Euro-Buch, da möchte ich einfach ein bisschen beeindruckt werden. Das kann nach meiner freudlosen Jugend doch nicht so schwer sein. Die Kommentare für Fotolinks sind offen.


Bild: War kurz vor der Jahrtausendwende mal in unicum.de.
Glaub ich jedenfalls.
Lied: Eric Idle: I Bet You They Won’t Play This Song On The Radio, ca. 1989, nicht by Monty Python und that’s why auch nicht auf der Monty Python Sings, 1991.

Written by Wolf

14. April 2008 at 1:53 am

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Melville-Leser möglicherweise etwas luftig für die Jahreszeit angezogen!

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Update zu Melville-Leser nackt!
und Katze von der Steuer absetzen!:

Noch vier (in Worten: 4) Tage, um ein Nacktfoto von sich zu machen und Moby-Dick; oder: Der Wal in der Übersetzung von Friedhelm Rathjen zu gewinnen! Oft sag ich das also nicht mehr! Am Dienstag, den 15. April 2008, um 23.59 Uhr ist Einsendeschluss!

Bilden Sie sich selbst nackt und in Beziehung zu einem Werk der Weltliteratur ab, beeindrucken Sie mich mit Ihrer wahnsinnigen Bildidee und warten Sie auf Post. Wegen des bisherigen Ansturms an Nacktbildern lasse ich ab sofort auch eine gewisse Menge an Kleidungsstücken zu.

Verlinkbaren Speicherplatz für Ihre Bilddateien (bitte mindestens 500 Pixel breit — so breit wie die WordPress-Spalte) für kein Geld finden Sie zum Beispiel hier auf WordPress, bei 23, Flickr, Fotocommunity, Geocities, Myspace oder Photobucket, und meine E-Mail-Adresse ist auch kein Geheimnis für Leute, die freundlich fragen.

Bild: Thongflossy #98 auf Brainhack, 6. November 2007.

Written by Wolf

11. April 2008 at 1:51 am

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Katze von der Steuer absetzen!

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icken mit Kate Moss! +++++ Flatratekoksen mit Pete Doherty! +++++ Britney Spears gratis downloaden! +++++ Wii umsonst! +++++ Werbetexte und Webdesigns geschenkt! +++++ tickertickerticker +++++ F

Jetzt, wo ich Ihre Aufmerksamkeit habe, seien Sie daran erinnert: Das Gewinnspiel in Moby-Dick™ läuft noch 10 (in Worten: zehn) Tage.

Das ist viel, wenn man für ein Nacktbild von sich selbst nur eine hundertfünfundzwanzigstel Sekunde berechnet, aber wenig, wenn Sie noch keine Bildidee haben. Die erste davon, natürlich nächstliegende, hab ich jetzt nämlich schon selber verwendet. Bislang deutet also alles darauf hin, dass Moby-Dick; oder: Der Wal in der Übersetzung von Friedhelm Rathjen bei mir bleibt. Strengen Sie sich mal an.

Handeln Sie ähnlich: Gehen Sie in sich, überlegen Sie, wie Sie in Ihrem nackigen Zustand in Verbindung mit Weltliteratur dargestellt sein wollen, dann kommen Sie wieder raus und gucken nach, wie an Ihrem Gerät der Selbstauslöser geht (Ihrer Kamera nämlich), oder lassen sich von einem Menschen Ihres Vertrauens zur Hand gehen. Hopphopp, Wochenende! So günstig wird die Gelegenheit nie wieder!

Erwähnte ich schon, dass ich von jeher ein heilloser Bewunderer des Genres Outdoor-Akt bin?

Wolf der weiße Wal

Setzen Sie sich nackt auf einen Bücherstapel, den Sie aus der Bücherliste zusammenkaufen! Stellen Sie das 18. Kapitel aus Typee nach! Das Sujet “Was Flaubert in Madame Bovary verschweigt” tut’s auch! Bringen Sie Barefoot Candids aus Antiquariaten bei! Lassen Sie sich Melville-Zitate mit chinesischer Tinte auf den Hintern kalligraphieren! Massieren Sie sich die Brüste mit Walrat! Na, und den Jungs wird schon auch irgendwas einfallen.


Und weil grad noch 1 Minute 56 Zeit ist:

Lied: Die angesäuselte Elfe mit den emoschwarzen Fingernägeln ist Cat Power — gut aufgepasst, das ist die mit Lived in Bars und wahrscheinlich die coolste aus dem Genre Klampfenfee — und raunzt und sitztanzt das viel ohrwurmtauglichere Crying, Waiting, Hoping, das ist eins von Buddy Holly, in einem mädchenhaft simplen Zupf auf MyFlyAway.

Written by Wolf

5. April 2008 at 12:01 am

There’s no business

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Gewinnspielnachricht 1: Aoife hat im Verbund mit ihrer nirgends näher benannten fünfköpfigen Jury das schöne Buch The Cat Who Killed Lilian Jackson Braun von Robert Kaplow an mich verlost — ein Band aus einer Serie mit so verheißungsvollen Titeln wie The Cat Who Tasted Like Chicken, The Cat Who Was Convinced Herman Melville Wrote “Gold Diggers of 1935″, The Cat Who Hated Donald Rumsfeld oder The Cat Who Was Deported by Donald Rumsfeld. Das konnte nur geschehen, weil ich im Verbund mit einer siebenschwänzigen Katze ein zweiköpfiges Kreativteam gebildet habe, um im bestmöglichen Vierzeiler zu begründen: warum ausgerechnet ich. Dass das Ding auf Amazon im Moment bis 54,26 Euro gehandelt wird, seh ich selber grade erst, ehrlich. Danke, Aoife!

The Cat Who Killed Lilian Jackson Braun auf meinem Schreibtisch

Gewinnspielnachricht 2: Frau Wirtin hat auch einen Wanderpokal. Nachdem Medienberichten zufolge die vergangene Winterurlaubssaison eine besonders erfolgreiche für die Kärtner Gastronomie war, wird Stilke nicht länger anstehen, das gute Stück, das einst von Moby-Dick™ ausging, im Verbund mit ihren siebenköpfigen Kreativteams an weitere Würdige zu verlosen.

Gewinnspielnachricht 3: Das Moby-Dick™-Gewinnspiel vom 1. April läuft noch! Und zwar bis 15. April! Demallernächst geht der Veranstalter (das bin ich) mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie’s geht. Das Bild ist schon fertig. Das heißt für Sie: Dann ist die erste Bildidee schon verbrannt. Zögern Sie also nicht so rum und machen Sie Nacktbilder von sich, auf denen Sie Ihre Person mit einem Werk der Weltliteratur in Beziehung setzen. Das macht zufrieden und trägt Ihnen mit gar nicht mal so unverschämt viel Glück eins der schönsten Bücher ein, die es derzeit überhaupt gibt: Moby-Dick; oder: Der Wal in der Übersetzung von Friedhelm Rathjen. Aus den Klamotten und an die Kameras!

Bild: Selber gemacht unter Verwendung von Robert Kaplow: The Cat Who Killed Lilian Jackson Braun und des Wikipedia-Bildes über die unparodierte Cat Who Series von Lilian Jackson Braun.

Written by Wolf

3. April 2008 at 12:05 am

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Jürgen kommt an Bord

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Update zu Stephan kommt an Bord:

“Nun, wie lautet die Meldung?” fragte Peleg, als ich zurückkehrte. “Was hast du gesehen?”

“Nicht gerade viel”, antwortete ich, “nichts als Wasser, allerdings auch einen beträchtlich weiten Horizont, und ich denke, eine Bö kommt auf.”

“Tja, willst du jetzt immer noch die Welt sehen? Willst du Kap Hoorn umsegeln, um noch mehr von ihr zu sehen, hm? Kannst du die Welt nicht auch von dort sehen, wo du stehst?”

Kapitel 16: Das Schiff, Übs. Jendis, Seite 138.

Wolf schrieb am 13. März Jessebird ins Stammbuch:

Geschätzter Kollege — wir von der Pequod hatten da so die Idee, ob du nicht fest anheuern magst?

Meine eigene Überlegung in xing.com (sieht man das ohne Einloggen…?) war: “Unser neuertreuer Begleiter Jessebird, der mit der Linkes-Bein-rechtes-Bein-Umfrage, hat auch den Mummendey und bestätigt die Göskische Anmerkung. — Ein guter Mann eigentlich, mobybegeistert, engagiert und dann auch noch Buchhändler. Sollte man den nicht mal fragen, ob er fest in die Mannschaft will…?”

Antwort von Stephan: “Ein Buchhändler, mobyphil? Immer herein spaziert!! Und willkommen an Bord!” — und wie man die Shipmatin Elke so einschätzen darf, wird die auch das wenigste dagegen haben.

Die Unternehmung heißt im Untertitel “Leben mit Herman Melville”, und von dir kommen die Moby-Zitate mit Verweis auf die eigenen Kinder — ja wie sehr mit Melville gelebt geht denn noch? und fruchtbare Recherchen, die dem Mobyblog gerade so zuträglich sind wie deinem eigenen, hast du ja eh schon betrieben.

Im Falle Jajajaichwillmit bau ich dein Bildchen nebst einem Absatz Kurzvorstellung in die Seite “P.E.Q.U.O.D.” und erwarte aller paar Wochen was Nettes, das ich mit allersorgfältigstem Verweis auf deine Urheberschaft verblogge. Im Falle Nölassmal kann sich auch keiner erschießen ;)

Einsteigen könntest du auch mittendrin, glaub ich — wir fallen ja weder durch übertriebene Hetze noch durch Dogmatik auf.

Na, nix? )

Worauf derselbe noch selbigen Tags antwortete:

Jürgen Jessebird SchmitteDa machte mein Herz aber einen Hüpfer, als ich das gelesen habe! “It’s an honor; I consider it an honor.”
Ich würde mich ganz außerordentlich freuen, bei diesem wunderbaren Projekt mitmachen zu dürfen! Habe mich bei Xing angemeldet, auch die letzten Beiträge gelesen, aber noch nicht so ganz herausgefunden, wie ich da eigene Nachrichten schreibe. Das wird aber noch! Also: komme gerne an Bord, Käpt’n! Vielleicht kriege ich ja (bei Xing) nochmal so ‘ne Art Schnellkurs wie ihr da so arbeitet?
Habe ich schon erwähnt, daß ich mich freue? )

Darauf wieder der Wolf:

… und schon geglaubt, wir fragen überhaupt nicht mehr ;)

“Well then, down ye go here, Ishmael, for the three hundredth lay.” (Wir legen zusammen…)

Und kataploff hat Xing einen neuen Kunden und wir unsere beste Konkurrenz auf der eigenen Seite. So sind sie, die Buchhändler: Bestellungen bis 18.00 Uhr über Nacht.

Gil Elvgren, Come on Board

Bilder: Jürgen “Jessebird” Schmitte; Gil Elvgren.
Jürgens Oberbekleidungsfachgeschäft: Jetzt auch mit Louise Brooks!

Written by Wolf

14. March 2008 at 5:18 am

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… for who dreams to find fish in a well?

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Another update for My Private Weltverschwörung
and A Note on “Isle of the Cross”:

Lieber Wortarbeiter,

O how I despair of making my words cool and clean like yours. Nevertheless, melvilliana is becoming born again.

http://melvilliana.com

Dein,
Scott

Da wissen wir ja gleich, wer da immer die frisch reingelaufenen Artikel als erstes durch Google Translations schickt (deren Beta-Version erstaunlich gut geworden ist). Dabei wollte ich den Melvilliana in der Linkrolle gerade das grüne Herzchen aberkennen, weil ich nicht die ganze Zeit meine Kundschaft wissenden, wenngleich weinenden Auges auf einen toten Link schicken kann. Schön zu hören, dass er nur schläft.

Und batztadaa, da is er ja wieder und führt Moby-Dick™ als insanely wunderschön and sexy, too. Wow.

...for who dreams to find fish in a well? Herman Melville in Pierre, 1852

Written by Wolf

21. February 2008 at 12:01 am

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Bei Feueralarm zu retten:

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Update zur Wolf’schen Bedürfnispyramide
(also There’ll be two winters in the year halt jetzt…):

Herman Melville, Tales, Poems, and Other Writings, ed. John Bryant 2001Das wichtigste hätt ich fast vergessen:

Herman Melville: Tales, Poems, and Other Writings. Edited, With an Introduction, and Notes, by John Bryant. Fluid text editions of Typee, “Camoëns,” “Art,” and “Ur-Billy-Budd” copyright © 2001 by John Bryant, The Modern Library Classics, 2001

Bekannt aus der Bücherliste nebenan. Gerade unter Sie wollen nicht wissen was wiedergefunden. Gibt’s jetzt als Hardcover billiger denn als Taschenbuch (im Bild), wird aber von Auflage zu Auflage teurer, also zacka.

Soundtrack:

Bild: Diptychon Herman Melville: Tales, Poems, and Other Writings, meins.

Written by Wolf

10. February 2008 at 12:01 am

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Pretty Good Kunitzburger Eierkuchen

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Update zu Prokrastination jetzt! und Warum die Doppelgängerin Moby-Dick voraussichtlich nicht lesen wird:

Liedchen

Die Zeit vergeht.
Das Gras verwelkt.
Die Milch entsteht.
Die Kuhmagd melkt.

Die Milch verdirbt.
Die Wahrheit schweigt.
Die Kuhmagd stirbt.
Ein Geiger geigt.

Joachim Ringelnatz: Liedchen, in: 103 Gedichte, Seite 7, 1933

Constantin Brancusi, Portrait James Joyce 1929Als James Joyce nach sechzehn Jahren Arbeit, wegen schleichender Erblindung mit dem Zimmermannsbleistift, mit dem verzwicktesten Buch der Welt, Finnegans Wake, fertig wurde, hatte er gut Lust, ein sehr einfaches Kinderbuch zu schreiben. Wenn dieser Salat — oder muss man es eine Bouillabaisse nennen? — hier fertig ist, was im Laufe von 2014 oder so passieren müsste, bloggen wir auch was ganz Überschaubares.

Es darf gerne etwas Deutsches sein, das recherchiert sich leichter. Kürzlich ist mir wieder jenes alte Haus-, Hof-, Leib-, Magen- und Seelengedicht von Joachim Ringelnatz ein- und aufgefallen, das mir und Ihnen und unseresgleichen von den ersten jugendlichen Manifestationen des Charakters an lebenslang an die Wand genagelt gehört.

Das Frappierende daran ist, dass man mit jeder Zeile davon ein Leben lang nicht fertig wird. Allein die Stelle mit dem Kunitzburger Eierkuchen, wie sie gesagt und wo sie eingebaut wird, ist der Anstoß zum Radikalen Konstruktivimus.

Ideal zum Bloggen; ich denke daran, jede Zeile als eigene Kategorie zu definieren und den Schreibfluss mindestens so lange durchzuhalten, wie wir für Moby-Dick — Futur II: — gebraucht haben werden. Das hätte Tiefgang und wäre schlicht genug, dass die Menschen es haben wollen. — Vorsicht, die Händebreit Wasser unterm Kiel werden gleich ein letztes Mal für heuer seichter.

Wir lesen uns 2008.

Ansprache eines Fremden
an eine Geschminkte
vor dem Wilberforcemonument

Guten Abend, schöne Unbekannte! Es ist nachts halb zehn.
Würden Sie liebenswürdigerweise mit mir schlafen gehn?
Wer ich bin? – Sie meinen, wie ich heiße?

Liebes Kind, ich werde Sie belügen,
Denn ich schenke dir drei Pfund.
Denn ich küsse niemals auf den Mund.
Von uns beiden bin ich der Gescheitre.
Doch du darfst mich um drei weitre
Pfund betrügen.

Glaube mir, liebes Kind:
Wenn man einmal in Sansibar
Und in Tirol und im Gefängnis und in Kalkutta war,
Dann merkt man erst, daß man nicht weiß, wie sonderbar
Die Menschen sind.

Deine Ehre, zum Beispiel, ist nicht dasselbe
Wie bei Peter dem Großen L’honneur. –
Übrigens war ich – (Schenk mir das gelbe
Band!) – in Altona an der Elbe
Schaufensterdekorateur. –

Hast du das Tuten gehört?
Das ist Wilson Line.

Wie? Ich sei angetrunken? O nein, nein! Nein!
Ich bin völlig besoffen und hundsgefährlich geistesgestört.
Aber sechs Pfund sind immer ein Risiko wert.

Wie du mißtrauisch neben mir gehst!
Wart nur, ich erzähle dir schnurrige Sachen.
Ich weiß: Du wirst lachen.
Ich weiß: daß sie dich auch traurig machen.
Obwohl du sie gar nicht verstehst.

Und auch ich –
Du wirst mir vertrauen, – später, in Hose und Hemd.
Mädchen wie du haben mir immer vertraut.

Ich bin etwas schief ins Leben gebaut.
Wo mir alles rätselvoll ist und fremd,
Da wohnt meine Mutter. – Quatsch! Ich bitte dich: Sei recht laut!

Ich bin eine alte Kommode.
Oft mit Tinte oder Rotwein begossen;
Manchmal mit Fußtritten geschlossen.
Der wird kichern, der nach meinem Tode
Mein Geheimfach entdeckt. –
Ach Kind, wenn du ahntest, wie Kunitzburger Eierkuchen schmeckt!

Das ist nun kein richtiger Scherz.
Ich bin auch nicht richtig froh.
Ich habe auch kein richtiges Herz.
Ich bin nur ein kleiner, unanständiger Schalk.
Mein richtiges Herz. Das ist anderwärts, irgendwo
Im Muschelkalk.

Joachim Ringelnatz: Ansprache eines Fremden an eine Geschminkte vor dem Wilberforcemonument, in: Kuttel-Daddeldu, Seite 61f., 1923

[Bitte stellen Sie sich hier das eingebettete Video zu Pretty Good Year von Tori Amos vor und klicken Sie drauf; besser geht das in einem anbieterorientierten Musikmarkt halt nicht.]

Lied (Hold onto nothing as fast as you can — still: a pretty good year):
Tori Amos: Pretty Good Year, aus: Under the Pink, 1994;
Bild: Constantin Brancusi: Frontispiz aus James Joyce: Tales Told of Shem and Shaun, Paris 1929. Portrait von James Joyce ohne Antlitz.
Das untere ist eins von Gil Elvgren.

Schöne Restfeiertage von Gil Elvgren

Written by Wolf

29. December 2007 at 12:01 am

Dass man immer so deutlich werden muss

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Update zu Schrott für alle:

Ich kann recherchieren bis es blutet, mir lesen die Kunden hier immer nur das Geständnisstöckchen und das alte hingeschlonzte Ding über Pinguine, wobei wenigstens im letzteren noch eine Melvillestelle vorkommt, die es sonst nirgends on- oder offline auf Deutsch gibt und die ich im Schweiße meiner Künstlerpfötchen abgetippt hab.

Für eine fruchtbare Beschäftigung mit Herman Melville braucht’s heutzutage nicht einfach eine Kaugummiautomatenausgabe Moby-Dick, sondern da schaffen Sie sich, wo Sie so schön seit August 2006 durchhalten, endlich die Inkunabeln der Melvilleforschung an:

Warum genau die alle, erfahren Sie in den einschlägigen Weblog-Einträgen und der angeschlossenen Bücherliste. Die Suchfunktion ist rechts oben. Ich empfehle das und werde wissen warum und deswegen wird das jetzt gemacht. Eigentlich bin ich ein ganz unautoritärer Mensch, aber über meine Sexualgewohnheiten und die Zubereitung von Pinguinen haben Sie jetzt genug herausgefunden und dürfen die verbleibenden Informationen ab sofort zu dem nutzen, wozu sie gedacht waren.

Der Unterschied zwischen meinen und den “Geschenke-Tipps”, die Sie sonst zu lesen kriegen: Ich denk mir was anderes dabei, als wie viele Anschläge (mit Leerzeichen) mir der PR-Arsch von einem namhaften Marktartikelunternehmen bezahlt. Niemand zahlt mir das. Aber ich würd’s nehmen.

Ist doch Advent und so. Soll man sich doch besinnen und alles. Also: Bitte.

Reading Sailorette

Bild: Juliette.

Written by Wolf

1. December 2007 at 10:47 am

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Schrott für alle

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Raoul Schrott: Die Erfindung der Poesie. Gedichte aus den ersten viertausend Jahren. Eichborn: Die Andere Bibliothek, Band 154, September 1997, vergriffen, heute dtv.

Das lesen Sie jetzt. Ich schreib hier erst wieder was, wenn ich das bei jedem voraussetzen kann.

Sappho

Bild: Sappho.

Written by Wolf

1. November 2007 at 3:16 pm

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Phasen eines Umschlags von Deutsch into English

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Less an update but more of the consequence to Emmaline is sugar and spice and all things nice. The Mother-Tongue Remix:

I was thirteen years old when I got my first
very cheap guitar.
I rehearsed a real lot and I wrote one song
each day, I was trying hard.
But my English pronunciation fand ich selber bald zum Lachen,
also fing ich an, deutsche Texte zu machen.

Thommie Bayer: Auf jeden Fall verkehrt/
Ich hab das alles mitgemacht Teil 3,
in: Abenteuer, 1979

Yankee Doodle Spirit of 1776On USA Erklärt, an English native speaker in Germany explains American matters to Germans in Germany in German; on German Joys, an English or German native speaker in Germany or America explains German matters to Germans or Americans in English; on raskal trippin, an exiled New York English native speaker in Berlin, Germany and Montreal, Canada explains hopscotch adventures to those who still keep a hint.

Solely on Moby-Dick™, a bunch of German native speakers have been riddling about English-American matters in German, though English-American native speakers might be most interested. Still we could reach a lot more readers by writing in English. There are more German folks who understand English than English folks who understand German.

Still following? The point is: Contributors to Moby-Dick™ are encouraged to write in a language that is received by prospective readers. Articles will preferably be published in English from now on. For the sake of friendly English-German connections and avoiding to be inverse nazis, German language will still be permitted.

On Moby-Dick™, a bunch of German native speakers in Germany will be trying to explain German-English matters to those who are interested using an idom they were supposed to learn in some kind of English lessons. Thank you.

Bild: Pike-Amite-Walthall Library System, Lizenz: Creative Commons.

Written by Wolf

13. October 2007 at 4:36 pm

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Metakram: Als ich einmal mein Theme änderte

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Update zu Neat…:

Randall EnosDie Zeichen der Zeit standen nach einem neuen Outfit. Das neue Theme (das ist bei WordPress das, was woanders ein Template ist) heißt Cutline. Das hat Chris Pearson gebaut. Sieht luftig aus.

Perfekt ist es nicht. Zum Beispiel sollte die Überschrift mit und die Brotschrift ohne Serifen stattfinden statt umgekehrt, der Header will ums Verrecken die statischen Seiten darstellen, der Text pappt sich an Bilder, zu denen man Links-Wrap definiert hat, trotz allem v- und hspace gnaden- und abstandslos dran, die Trennstriche in der Bücherliste werden nicht zentriert, die Überschriften in der Seitenleiste erscheinen ausschließlich versal — lauter Sachen, mit denen man leben lernen muss.

Mit denen man leben wird. Der Kaiser und der Ostblog können das ja auch — wobei der erstere offensichtlich das CSS gemietet hat, um darin herumzuändern, aber da hab ich jetzt meinen Dickschädel. Alle anderen Themes in der Auswahl benehmen sich noch viel renitenter. Das neue Erscheinungsbild ist demnach bis auf weiteres nicht verhandelbar.

Besonderer Dank geht an Randall Enos, der das Portrait von Herman Melville in druckfähiger Auflösung in seinem Weblog bereitgestellt und mit seinem Segen zur Verwendung freigegeben hat — sowie an die Firma the missing link für Einrichtung und typografische Beratung.

<edit> 4. Oktober 2007, 08:17 Uhr: Nach ausführlichen Diskussionen am lebenden Objekt wurde von Text, Grafik, Typografie und Content Provision entschieden, wieder das Theme Neat einzuführen (so viel zu “nicht verhandelbar”). Das Bild von Herrn Enos bleibt. Abermals danke an alle Beteiligten. </edit>

Weiter mit Inhalt.

Screenshot alter Look Neat!

Written by Wolf

4. October 2007 at 1:23 am

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Jetzt überrasche ich Sie

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Update (kein Überschreiben mehr möglich)
zu Überraschen Sie mich!:

Waschkörbeweise haben uns die Beiträge zum Gewinnspiel Überraschen Sie mich! vom letzten Dienstag die Kommentarfunktion eingebrandet. Sagt ja keiner, dass Waschkörbe immer voll sein müssen und dass es auf die Größe… nein falsch: die Menge ankommt.

Das Entscheidungsgremium ist zu seinem Ergebnis gelangt und benennt unter den beiden Bewerbern — viel besser noch: Bewerberinnen! — zwei Siegerinnen. Wenn ich Herrn Kapellmeister mal um einen gedämpften Trommelwirbel bitten dürfte.

Gewonnen haben (in zeitlicher Reihenfolge des Eingangs):

Frau Wortteufel mit ihrer Bildunterschrift:

Sperm Whale Plate XXIX Cetacea, Henry J. Johnson 1880
Der nächste, der mir was von Sushi und Stäbchen erzählt, den lass ich kielholen. Arrgh.

Und:

Frau Hochhaushex mit gleich drei Beiträgen:

Sperm Whale Plate XXIX Cetacea, Henry J. Johnson 1880
Wal: “Pfffföh, is das nu der scheiß Klimawandel oder brauch ich doch ‘n Navi? Ich hätte schwören können, dass ich letzte Woche noch hier durchgeschwommen bin.”

Sperm Whale Plate XXIX Cetacea, Henry J. Johnson 1880
Darwin (rechts): “Hmmm… war das nicht andersrum mit der Evolution der Wale, sind die nich vom Land ins Wasser…? Bloß gut, dass mir das keiner mehr anhängen kann.”

Sperm Whale Plate XXIX Cetacea, Henry J. Johnson 1880
Ahab (links): “Damn! Neenee Freundchen, sooo haben wir nicht gewettet. Es war ausgemacht, dass ich den Wal sterbe — zumindest hatte ich den Job. Frag Herman!”
Moby: “Ej, mach mich nich von der Seite an, Großmaul ej! Los ej, gehn wir… äh, schwimmen wir raus, ej!”

Frau Wortteufel gewinnt, weil sie es ihrem Reden nach darauf angelegt hat und das Gremium da mal nicht so sein will, das einwandfrei erhaltene Exemplar Max Reinowski: Wal, Wal! Käppen Bornholdts glücklichste Reise ins Eismeer. Mit Zeichnungen des Verfassers. Hörnemann Verlag, Bonn-Röttgen 1973. Moby-Dick 2.0 und alle angeschlossenen Weblogs wünschen ihr so viel Spaß wie möglich damit, würg.

Frau Hochhaushex gewinnt, weil Buchpreise maritimer Thematik versprochen waren, die mare-Ausgaben Nummer 51, 52 und 58, das sind:

  1. Fischen von August/September 2005,
  2. Kapstadt von Oktober/November 2005 und
  3. Japan von Oktober/November 2006.

Drei Beiträge, drei Preise. Mehr hätte das Gremium sowieso nicht dagehabt. Und die hat es auch nur, weil es vor einem Jahr auf seinen eigenen Ratschlag gehört und die reduzierten Aktionsexemplare eingesackt hat. Inzwischen macht Christiane Paul als Mireille Mathieu verkleidet Werbung für die, aber die Zeitschrift ist weiterhin Oberklasse.

Gratulation und vor allem sehr häufigen Dank für Engagement beim Mitdenken, Mühe beim Rumdichten und Spaß am Mitmachen an die Gewinnerinnen, die praktischerweise WordPress-Nachbarn und Impressumsjunkies sind, so dass die Preise an die jeweiligen Adressen gehen, sobald das Gremium mal wieder zu einer üblichen Postöffnungszeit vor die Tür kommt.

Hätten Sie auch haben können.

mare 51 mare 52 mare 58

Bilder: Nolan Preece Antique Prints, mare;
Lizenz: gemeinfrei, Creative Commons.

Written by Wolf

29. September 2007 at 12:01 am

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Überraschen Sie mich!

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Moby-Dick 2.0 macht ein Gewinnspiel!

Sie kennen den Cartoon Caption Contest beim New Yorker? Sollten Sie; dann haben Sie schon Übung.

Das machen wir jetzt auch. Lassen Sie das Bild da unten auf sich wirken und schreiben Sie in den Kommentar, was der Wal sagt.

Besondere Erschwernis, die Sie sich freiwillig auferlegen dürfen und die mich bei der Preisvergabe unter Umständen günstig für Sie bzw. Ihren Beitrag einnehmen könnte: Schreiben Sie nicht, was der Wal sagt, sondern was einer der ihn umstehenden jungen Männer sagt.

Andere besondere Erschwernis, die Sie sich freiwillig auferlegen dürfen, wenn Sie sich als von z.B. Bernd Pfarr beeinflusst verstehen: Schreiben Sie nicht, was irgendjemand sagt, sondern erfinden Sie eine atmosphärisch im Dunkeln funkelnde Bildunterzeile. Seien Sie halt nicht so fantasielos, mein Gott, will ich gewinnen oder Sie.

Zu gewinnen gibt es ein wundervoll erhaltenes Exemplar von Max Reinowski: Wal, Wal! Käppen Bornholdts glücklichste Reise ins Eismeer. Mit Zeichnungen des Verfassers. Hörnemann Verlag, Bonn-Röttgen 1973. Wegen des zu erwartenden geringen Ansturms von Beteiligungen werden weitere wertvolle Buchpreise maritimer Thematik gestiftet; wie ich den hiesigen Betrieb einschätze, gewinnt sogar jeder halbwegs ernstzunehmende Beitrag irgendwas, so bin ich halt. Details entscheidet das Gremium. Das Gremium bin ich, von einem Rechtsweg kann keine Rede sein. Überraschen Sie mich einfach.

Einsendeschluss ist am kommenden Freitag, den 28. September 2007, Herman Melvilles 116. Todestag. Solche Texte entstehen spontan oder gar nicht, außerdem will ich diese unsägliche Schmonzette los haben.

Sperm Whale Plate XXIX Cetacea, Henry J. Johnson 1880

Bild: Nolan Preece Antique Prints. Chalk Manner LithographSperm Whale Plate XXIX Cetacea c. 1880 is a fine example of chromolithography of its day. The registration marks in the lower left corner were used to print several stones of different colors. The Chalk Manner can be seen as a crayon drawing on paper.

Copyright 1880 by Henry J. Johnson is noted at the bottom of the print.

Lizenz: gemeinfrei.

Written by Wolf

25. September 2007 at 12:26 am

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My Private Weltverschwörung

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Stuntkid, Captured by the Sky PiratesDer, die oder das Weblog kam ungerufen, niemand hat danach gekräht, niemandem ist damit geholfen, die Hut des Passworts habe ich mir ungebeten angemaßt, und jetzt hungern in Afrika weiterhin die Kinder, qualifizierte Arbeit bleibt weltweit im Gegensatz zum Besitz von Kapital weiterhin unterbezahlt, und wenn mal der Bundestrojaner vorbeischaut, wird er mich schön auslachen.

In solchen Stimmungen bekommt man gern sowas zu lesen:

Stuntkid, Soul EaterAuf diesem Wege meine Bewunderung und Freude über diese wundervolle Liste, dazu in so warmem Ton. Mehr als ansprechend.

Ich möchte auf diesem Wege auch gern zu “Billy Budd” die deutsche Ausgabe des Diogenes Verlags ans Herz legen, die zusätzlich (im Gegensatz zu Reclam) ein fabelhaftes Essay von Albert Camus enthält. Lesenswert, und “Billy Budd” ist sowieso bezaubernd.

Glückwunsch zu dieser Internetpräsenz! Weiter so!

Danke, Maria (ein halbes Jahr zu spät).

Bilder: Jason Levesque, stuntkid.com; Lizenz: Creative Commons.

Written by Wolf

10. September 2007 at 9:42 am

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Steffi scheint von Bord

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Update zu Stephan kommt an Bord:

Stefanie DrecktrahWir haben sie gemocht. Sie uns vermutlich auch. Wir haben sie unterstützt. Und sie uns. Wir haben ein Lieblingsbuch geteilt, wir sind miteinander gesegelt, wir haben diskutiert, was Freundschaft ausmacht, und ob Wale oder Dosentunfische schützenswerter sind. Wir waren uns einig.

Sie war unser Mann im Verlag, sie zeitigte nicht nur Ergebnisse auf Google, sondern gar auf Amazon, wovor wir Lesebärchen nur neidisch erblichen. Wir bangten mit ihr, als sie die Wohnung, den Internetanbieter und den Lebensgefährten wechselte. Sie hatte Freude an der Sache und immer ein schönes Foto links oben. Wir hatten einander einen Sommer, genauer: zwei halbe Sommer. Und einen Herbst, Winter und Frühling dazwischen. Sie blieb 22 Kapitel lang.

Nach langer, schwerer Faulheit ist Steffi von uns gegangen. Wir harren ihrer Wiederauferstehung. Bis dahin bleiben uns der Schatz ihrer Beiträge und ihr Mahnmal auf der Mannschaft-Seite.

I'll be a good housewife

Und wenn ich jetzt den Rest der Mannschaft einschließlich mich selbst um Luziditäten zu Kapitel 26 bitten dürfte.

Bild: Net-Games.

Written by Wolf

4. August 2007 at 6:41 pm

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In 100 Jahren möchte ich geblogrollt werden

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Update zu Grimme Non-Mine Award:

Johannes Sprick, Annette von Droste, 1838Wie schön, dass der Grimme Online Award endlich vergeben ist; dann hat das ganze Gekabbel, wer denn nun wann aus welchen Beweggründen aus der Jury ausgetreten wurde, damit man ihn selber prämieren kann, das man gar nicht im einzelnen verlinken mag, sein Ende gefunden.

Besonders schön: Der Preis geht an ein ähnliches Projekt wie Moby-Dick 2.0 – literarisch, 19. Jahrhundert, interaktiv, versucht einen einzelnen Autor (jaja, es ist eine Autorin, geschenkt, geschenkt) zu verstehen, zeigt Spaß an bleibenden Werten – das seit langem da rechts in der Linkrolle wohnt.

Kann sein, dass Nach 100 Jahren möchte ich gelesen werden innerhalb ein paar Tagen fertig geschrieben war: Aus dem Gutenberg-Projekt abkopieren, in eintraglange Abschnitte aufteilen, alle auf einmal mit verschobenem Datum abschicken, damit sie sich in einzwei Jahren nach und nach veröffentlichen sollten, und was Gutenberg nicht hat, aus der dtv-Ausgabe abscannen.

Wenn man da vorher draufgekommen wäre. Aber will man sich wirklich messen mit all den sonstigen Zweitverwendungsplattformen und kritischen Organen für Stromgeräte?

Siehste.

Written by Wolf

22. June 2007 at 7:49 pm

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Die wahren Orte sind es nie [aber mach was]

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Update zu Eine Biografie von Hillary Clinton:

Antiquariat Kitzinger, München, Schellingstraße 25Kommt morgen jemand beim Antiquariat Kitzinger in der Schellingstraße vorbei?

Heute erfahren: Die Rathjen-Übersetzung von Moby-Dick ist von Zweitausendeins (in diesem besonderen Fall der sinnigste aller Verlagsnamen) in den Zustand der Ramschware übergegangen (nicht abfällig gemeint, ich werd selber bald 40). Und ich seh’s noch beim Kitzinger rumliegen (das ist nicht der, wo sommers der schwarze Kater im Schaufenster pooft, sondern der eins rechts daneben) für 19,90 statt 29,90, vormals 42,80. Kann ich das auf diesem Weg zurücklegen lassen?

Und dann: Links Jendis, rechts Rathjen weiterlesen. Sag noch einer, Literatur wäre was für beschauliche Gemüter.

Die Zwei, Antiquariat Thomas Rezek, München, Amalienstraße 63

Written by Wolf

30. May 2007 at 1:19 am

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Neat…

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Update zum Header-Bild:

Theme Neat!Weil ein gewisser Topi Peltonen bei der Herstellung seines ansonsten recht praktikablen Templates, Entschuldigung, Themes bei der Typografie noch nicht mal ganz fünfe gerade sein hat lassen, soll ich mich inhaltlich einschränken.

“Hä?”

Okay, von vorn. – Die Beitragsüberschriften sind ja wohl ein Witz. Wer hat sowas erlaubt, dass der Permalink ausgerechnet auf der Headline liegt? Noch besser: Wer hält für zulässig, dass Headlines in Blocksatz stattfinden? Und wer unterbindet, dass man Headlines wenigstens mit handelsüblichem Grundschul-HTML formatieren kann?

Besagter Topi Peltonen. Nun leben wir im Internet Nummer zwei Punkt null, sind mit jedem über spätestens sieben Ecken vernetzt und verschwägert und dürfen uns deshalb auch beschweren, wenn wir suboptimale Umstände für menschenrechtswidrig halten. – Und? Haben Sie mal www.aamukaste.org, die Präsenz (!) von Herrn (?) Peltonen angeklickt? – So viel dazu.

Die Lösung wäre gewesen, Topi Peltonen konstruktive Vorschläge zu machen, wie er sein Template, Entschuldigung, Theme mittels weniger Eingriffe in die Formatierung der Headlines zu einem wahrhaft perfekten machen kann. Die Lösung ist, fortan nur sehr, sehr kurze Überschriften zu formulieren.

Grünes BuchEs ergeht deshalb der Disclaimer: Meine Ehefrau und Arbeitskollegin Vroni Gräbel hat nichts und wieder nichts mit der Gestaltung des Templates, Entschuldigung, Themes Neat!, das im Weblog Moby-Dick 2.0 verwendet wird, zu tun. Sie hat es weder gebaut noch gut geheißen und wird es aus Gründen auch nicht tun.

Das Header-Bild dagegen wurde von ihr abgenommen, und das ist ja dann auch wirklich gut.

Ferner ist Moby-Dick 2.0 einer korrekten deutschen und englischen Rechtschreibung verpflichtet und setzt sein Leben darein, ein blitzsauberes Deutsch vorzulegen. Das hilft denken. Und was haben die Typografen, die Herr über ihre CSS sind? Ein schönes Template, Entschuldigung, Theme.

Written by Wolf

22. May 2007 at 12:32 am

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Grimme Non-Mine Award

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The Poems of Herman Melville, RobillardJetzt kann ich’s ja sagen: Ich hab Moby-Dick 2.0 im März fristgerecht zum Grimme Online Award angemeldet. Die Nominierungen sind bekannt, und wieder einmal zeigt sich: Es reicht nicht bei jedem, sein Bestes zu geben.

Natürlich war die Aktion vermessen. Ein semipopulärwissenschaftlicher Nischen-Weblog mit gelegentlichen anzüglichen Auswucherungen muss von beschränktem öffentlichem Interesse sein, und dann schlägt sich schon wieder so ein Ego-Frettchen via Anbieter-Formular selber vor, weil sich keine anderen Fans finden und obwohl er offiziell noch drei Mitautoren hat, und ein Preisträger-Interview im Fernsehen hätte der Nerd, der sowas erwartbar betreiben muss, ohnehin nicht durchgestanden.

1300 Bewerbungen, darunter Die Zeit, Stefan Niggemeier und der Moby-Dick 2.0 thematisch nahe, dabei qualitativ bedeutend höher stehende USA-Erklärer: Gerade aus Kelchen, die so utopisch weit vorüberziehen, nicht trinken zu können, hat paradoxerweise auch einen erleichternden Aspekt. Es ist schon okay, wie es ist. Meine in den meisten Fällen neidlosen Glückwünsche begleiten alle 20 Nominés.

Viel wichtiger: Kurz nach den Grimme-Nominierungen erreichen mich The Poems of Herman Melville, mein Geburtstagsgeschenk an mich (verspätet). Die einzige gültige Ausgabe von 1976, revidiert 2000, nach der in nachzählbarer Zukunft wohl nichts mehr kommen wird, England-Import für weniger als den halben Neupreis, previously unpossessed. Das liest sich neben den nächsten Moby-Kapiteln auch nicht von selber. Die Arbeit ist nicht annähernd getan, sondern mehrt sich.

So hat alles einen tiefen Sinn.

Fliers Welt hat's auch versucht

Written by Wolf

13. May 2007 at 12:01 am

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Kanadische Walkunde aus Plastikstühlen

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Update zu Walskelette gucken:

Brian Jungen gilt als der wichtigste kanadische Künstler seiner Generation (Jahrgang 1970). Die Villa Stuck in München ist noch bis 20. Mai 2007 die einzige deutsche Station seiner Ausstellungstournee durch Europa.

Zum Beispiel: Seine Serie von drei Walskeletten aus Plastikstühlen, die Knochen von Cetology 2002, sind untrennbar verknüpft mit einer ganzen Reihe möglicher Assoziationen – im Material verankerte Verknüpfungen, die die Grenzen von Plastik, naturkundlichem Anschauungsobjekt, Kritik am Warenfetischismus und religiös, politisch oder romantisch besetzter Symbolik transzendieren (und wahrscheinlich sowieso das Sinnvollste, was man aus den Folterschrebergartenstühlen nachlässig geführter Café-Freisitze machen kann).

Moderatoren des Zündfunk machen die Führungen gratis. Handlungsanweisung: Hin.

Danke an Frau Fernseherin für Aufmerksamkeit!

Written by Wolf

27. March 2007 at 3:03 am

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Diskussion: Über die Magie des Bösen

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Niemals wird die Magie des Bösen mächtiger wirken, als wenn jemand glaubt, das Böse besiegen zu können mit den Instrumenten des Bösen.

Das sagt Eugen Drewermann in seiner Interpretation zu Moby-Dick.

Ein Satz, der erschreckend an die Rhetorik des US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush erinnert. Das sagt Dr. Werner Fuchs in seiner Besprechung zu Drewermanns Buch. Und anhand solcher Parallelen wird schon fast körperlich die Aktualität Herman Melvilles spürbar.

Oder?

Könnte Bush das gesagt haben? Wäre er dazu intelligent genug oder müsste man solche Aussagen auf seine reduzierte Gesamtverfassung zurückführen? Wie würde so ein Satz von Bush in der Welt aufgenommen? Könnte man ihm zustimmen? Wäre so eine Aussage doch eher einem Bush-Gegner zuzuschreiben? Hätte er damit Recht? Heiligt der Zweck die Mittel? Muss man den Teufel in der Hölle bekämpfen? Muss man ihn denn bekämpfen? Wer ist dazu berufen? Ist jeder dazu verpflichtet? Ist irgend jemand dazu befugt? Hat Captain Ahab das Böse bekämpft? War er selbst böse? Warum? Weil er sich der Instrumente des Bösen bediente? Ist, wer böse handelt, böse? Was macht einen guten Menschen aus? Entsteht moralisches Handeln bestenfalls zufällig?

Sind das zeitgemäße, sind es wichtige Fragen oder kann oder sollte einem das wurscht sein?

Die Kommentarfunktion ist offen.

Written by Wolf

25. February 2007 at 5:19 am

Melvilles Reisen (des anderen)

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Wer Melvilleana hinterherjagt, findet bald zu zahlreichen Melville Locations, nämlich mit dem Zeiger auf Google Earth und meistens in Nordpolnähe.

Die Melville Bay, Melville Lake, Melville Peninsula, Melville Sound und mein neues Fernwehobjekt, die Melville-Insel, wo der Moschusochse Flechten käut, liegen in Kanada dort, wo kein Erdkundelehrer mit seinem VW-Bus hinkommt. Allein die andere Melville-Insel liegt entgegengesetzt, nördlich Australien vorgelagert.

Enttäuschend nur: Die heißen nicht so, weil man da so viele weiße Wale trifft, und nicht mal nach dem schottischen Reformer Andrew Melville, sondern nach dem 2. Viscount Melville Robert Dundas, Sohn des ersten Henry, für fortgesetzte Verdienste in der Erforschung der Arktis.

Was mich nicht abgehalten hat, die deutschen Wikipedia-Artikel für die Melville-Halbinsel und den Melville-Sund anzulegen. Ich vernerde immer rasanter.

Bild: Melville Island, Canada: Wikimedia Commons.

Written by Wolf

17. February 2007 at 6:00 pm

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Gewinnen mit Moby-Dick 2.0: Dreifach tolle Preise!

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This Eintrag is an Update zu Quohog. sein Zeichen:

Moby Dick, Bild Reclam-Ausgabe, gedruckt 1972; Link zur Insel-AusgabeDabei hätte ich als erster drauf kommen müssen: Blättern in alten Papieren macht noch am klügsten. Die Moby-Dick-Übersetzung von Alice und Hans Seiffert bringt brühwarm auf Seite 138 oben Queequegs Zeichen, wie es Melville in sein Manuskript gemalt haben muss: als Unendlichkeitszeichen.

Preisrätsel 1:

Wer mir sagen kann, ob so ein Unendlichkeitszeichen in Form einer liegenden Acht auf einen mathematischen Fachterminus hört (und wenn ja, auf welches, Sie Schlauberger…), gewinnt eine lobende Erwähnung hier im Weblog.

Preisrätsel 1a:

Wer mir sagen kann, wieso das Bild links oben im Beitrag nicht aus dem Original stammen kann, kriegt anerkennend in die Wange gekniffen.

Preisrätsel 2:

Wer mir zur Veröffentlichung hier im Weblog eine Reproduktion von Queequegs Zeichen aus einer Originalfassung beschafft, sei es als digitale Bilddatei oder als analoges Stück Papier, gewinnt die jeweils gerade bei amazon.de am billigsten erhältliche Ausgabe der Moby-Dick-Übersetzung von Alice und Hans Seiffert, von Insel oder von Reclam – und die lobende Erwähnung in erweiterter Form gleich mit dazu, da bin ich wirklich nicht so.

Preisrätsel 3:

Wer mir schlüssig begründen kann, woher Alice und Hans Seiffert anno 1956 wissen konnten, wie Queequegs Zeichen aussah, obwohl das Manuskript von Moby-Dick, wie wir wissen, nicht erhalten ist (gab ja nüscht in d’r Zone…), gewinnt hohes wissenschaftliches Ansehen.

Moby Dick an der IsarDie Auswahl der Gewinner unterliegt meiner blanken Selbstherrlichkeit; Einsendeschluss ist, wenn ich es sage. Von einem Rechtsweg kann keine Rede sein.

Written by Wolf

21. January 2007 at 5:02 am

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Quohog. sein Zeichen.

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This entry was pimped on 15. Januar 2007:

Außerdem it is closely connected to the Preisrätsel!

Je nach Zählung existieren online 54 oder 56 englische Volltexte von Moby-Dick, auf Deutsch überhaupt keiner, und von den englischen bringt keiner Queequegs Zeichen als Bild, nicht mal die in .pdf-Format, die es technisch leicht einfügen könnten, sondern geben es durch den Platzhalter

Quohog.

his X mark.

wieder. Diesem Missstand hilft Moby-Dick 2.0, Ihr Lieblingsblog für kauzige Nischeninhalte der Weltliteratur, ab. Die Fotografie stammt von Seite 164 in meinem Exemplar der deutschen Übersetzung von Matthias Jendis, die Sie auch kaufen sollten. Das Copyright wird deshalb der Hanser Verlag inne haben.

Queequegs Zeichen ähnelt in den Druckausgaben fatal einem Eisernen Kreuz, das Melville allerdings 1851 in seiner heutigen Bedeutung unbekannt gewesen sein dürfte. Überhaupt widerspricht diese Form Melvilles Beschreibung: an exact counterpart of a queer round figure which was tattooed upon his arm, das als illustration of the infinity sign angegeben wird. Nun ist das Manuskript von Moby-Dick nicht erhalten; trotz allem liegt nahe, dass der Schriftsetzer der Erstausgabe einfach eine Type verwendete, die im Gegensatz zur queer round liegenden Acht des Unendlichkeitszeichens gerade zur Hand war.

Weil ich nicht entscheiden müssen will, ob man Bilder übersetzen kann und ob sie Bestandteil einer Übersetzung sein können oder Teil der Originalvorlage bleiben, mag es auch beim amerikanischen Rechteinhaber von Moby-Dick, den es nicht gibt, liegen, oder bei Herman Melvilles Erben oder was weiß denn ein kleiner Blogger. Ich zitier das nur und empfehle jedem, der es verwenden will, wenigstens anstandshalber bei Hanser anzufragen.

Written by Wolf

15. January 2007 at 1:02 am

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Schon jetzt: Das Schnäppchen des Jahres 2007: Melville auf Ebay:

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Aktuell! Dringend! Jetzt! Zackzack! Sofort zuschlagen! – : Auktion endet am 9. Januar 2007 um 19.05 Uhr (das ist am Dienstag):

Drei (!) Bücher, das sind: sechs (!!) Romane plus alle (!!!) kürzeren Erzählungen von Herman Melville, die alten, teuren Ausgaben bei Artemis & Winkler, übersetzt von Richard Mummendey: Moby Dick, Redburn, Israel Potter, Typee, Omoo, Weißjacke, Sämtliche Erzählungen einschließlich Bartleby, Benito Cereno, Billy Budd, Encantadas und allem.

In dieser Vollständigkeit und Qualität der Übersetzung und der Kommentierung nebst Nachworte und in so einer liebevollen Ausstattung gab es erst neulich wieder eine vergleichbar feudale Werkausgabe bei Hanser. Und die Sämtlichen Erzählungen gab es überhaupt nicht wieder. Außer auf Englisch.

Zustand laut Ebay-Beschreibung neuwertig. Dünndruck auf Persia Bibeldruckpapier, das sich geradezu erotisch anfasst. Selber kauf ich die Dinger allein deswegen nicht, weil ich sie schon hab, ätsch.

3x Melville

“Och nö”? – Selber schuld.

Disclaimer: Das verbreite ich ausschließlich aus meiner angeborenen Großherzigkeit heraus. Ein materieller Nutzen erwächst mir daraus nicht.

Written by Wolf

4. January 2007 at 11:51 pm

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Ab heute neu in der Blogrolle:

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Die so dicke Bretter wie wir bohrenden Kollegen (vielleicht, ja nahezu sicher, sind es auch Kolleginnen) von den Projekten:

Lewis Carroll: Alice In Wonderland, das zu jedem Kapitel beider Bände wissenschaftlich benutzbare Essays dort aufführt, wo man sie braucht (englisch); in der Blogroll am 20. Februar 2007 umgelinkt auf alice-in-wonderland.net, da findet man das gleiche, nur über Umweg;

John Milton: Paradise Lost, das fast mehr zum Werk aufführt, als man je wissen wollen wird (auch englisch, logisch) (Vorsicht Bürosurfer: Da bricht umgehend ein Heidenkaracho los);

Marcel Proust: A la recherche du temps perdu, das einem das Lesen von 5000 Seiten pathologischer Langeweile erspart, darin dem Moby-Dick-2.0-Projekt am nächsten verwandt: gleich zwei Weblogs über die Lesereise im Bauch des Wals von einem Buch, beide schon länger nicht mehr upgedatet, was uns eine Lehre sein sollte (alles davon englisch, was im Falle Proust schon nicht mehr ganz so selbstverständlich ist).

Auf die Gefahr hin, der der ansonsten zutiefst verwerflichen Selbstreferenzialität von Weblogs anheim zu fallen: Hey – Menschen beschließen, bis auf weiteres sehr tiefe Gedanken und einen großen Haufen Arbeit auf ein altes Buch zu verwenden. Sie schließen sich dafür zusammen und tauschen sich mit den jeweils modernsten Mitteln der Technik darüber aus, die sich schnurrige Printleser leisten können. Was soll das noch von Meditation unterscheiden, von quasireligiöser Arbeit an jenem rauhen Stein, der die Seele ist? Und solang wir das noch machen, wird die Welt nicht zwangsläufig gerettet, aber schon gar nicht vollends verrottet sein.

Ingres, La Grande Odalisque, Louvre, Paris, 1814

Written by Wolf

17. December 2006 at 8:59 am

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Auf nach Nantucket

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Google Maps empfiehlt, Nantucket von New Bedford aus über Cape Cod anzufahren.
Ich vermisse den Fährenplan.

Nicht auf Nantucket spucken!

Written by Wolf

1. November 2006 at 4:44 pm

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Übersetzung The Lightning-Rod Man: Der Blitzableitermann!

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BlitzableitermannWer immer das ist, der, die oder das seit Wochen nicht müde wird, nach übersetzung lightning-rod man zu googeln und fortgesetzt auf meiner Bücherliste rauskommt, darf gerne Laut geben. Dann kriegt er, sie oder es gerne eine Kopie von der Mummendey-Übersetzung, ich bin da wirklich nicht so. Das passt auf vier A4-Seiten und kostet keinen Euro Porto.

“Der Blitzableitermann” gibt’s nämlich nicht als Online-Text und wenn doch, soll er, sie oder von mir aus auch es erst recht was sagen. Bitte.

Written by Wolf

26. October 2006 at 9:09 am

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Mummendey hatte Recht

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Also mein persönlicher Internet-Fund des Monats sind ja die beiden Links zu Putnam’s Monthly Magazine und Harper’s New Monthly Magazine, in denen Melvilles abgelegenere Geschichten erschienen sind. Schön, das schon Mitte des Monats zu wissen.

In meinem alten Melville, übersetzt, kommentiert, erläutert, bibliografiert, herausgegeben und auch sonst mit selbstangebautem Grießbrei gefüttert von Richard Mummendey, stehen seit vor 1960 kryptische Quellenangaben, die von lange vergessenen und eingestampften amerikanischen Literaturzeitschriften handeln. Fünfzig Jahre später ist die Menschheit so weit, sie morgens um drei im Internet nachgucken zu können. Über Mummendeys Übertragungen kann man stellenweise diskutieren, aber insgesamt war es schon a piece of lion work, und wenn man nach seinen Arbeiten seine Bücherliste verlinken will – : Batz! ist alles da.

Die USA sind für alles mögliche beliebt und berüchtigt, nur nicht für geisteswissenschaftliche Grundlagenforschung. Making of America erinnert einen dann wieder daran, dass sie non solum den einen oder anderen Krieg, sed etiam die systematische Ausbildung in Creative Writing erfunden haben, und der nächste, der ich weiß nicht wem nachsabbelt, “Die Amis ham ja ka Kuldur, nix Eigns und alles vo di andern Länder abgschaut”, fängt eine. Es ist eine junge Kultur, auf irgend einen anderen Steinbruch wird sie sich beziehen müssen. Wie weit waren die Deutschen nach 300 Jahren ihrer eigenen Geschichte? Jedenfalls anderthalb Jahrtausende von dem Wissen entfernt, wer sie überhaupt sind.

Ich stelle mir vor, wie ein entsetzter Hiwi dazu abgestellt wurde, aus dem Uniarchiv so viele Jahrgänge von Putnam’s und Harper’s auszuleihen, wie er auf seinen Ausweis kriegen konnte, und sie zum Scanner in dem staubigen Büro der Bibliothek von Cornell zu schleppen. Missmutig und mit den Gedanken bei seinen Kumpels, mit denen er am Freitagabend wieder im Cabrio beim Table-Dance vorfahren wollte, brach er jedem Einzel-Issue das Kreuz, dass vergilbter Papierabrieb herausrieselte, und legte manche Blätter ein bisschen schief auf.

Der Nächste, der sich von dem selbstverständlich geißbärtigen, vieräugigen projektleitenden Professor misshandelt vorkam, war der mit einer Staubschicht überzogene Nerd im Computerraum, der aus den Scans eine Website bauen sollte. Das hielt ihn wochenlang vom Counterstriken ab, aber wenigstens hielt der Prof danach bis auf weiteres den Mund.

Und es war den beiden überhaupt nicht klar, was sie da zum Fortschritt der Menschheit beitrugen: Grundlagenforschung aus der Zeit, als ihr Land, auf das stolz zu sein man sie ihre ganze Education lang gelehrt hatte, genau halb so alt war wie jetzt. Als ihnen auffiel, dass eine Geschichte von Melville in der selben Ausgabe wie eine Fortsetzung eines Dickens-Romans ersterschienen war, unterlief ihnen eben doch ein anerkennendes Nicken.

Die etwas davon haben, sollen gern noch eine Zeitlang ihr Web 2.0 durchs Dorf treiben. Der wahre Wert des Internet ist doch, dass in ihm das Wissen über die Zeiten und Plattformen getragen werden kann.

Putnam und der Wolf

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12. September 2006 at 4:00 pm

Bonny Approaches the Ocean

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Sollte ich miese kleine Landratte vergessen haben, den Neuzugang zu begrüßen?

Dann mal willkommen an Bord, Matrosin Elke. Stellnse Ihren Seesack dahinten inne Ecke, nehmense sichn Schiffszwieback und haltense Ihren btb-Moby von Salzwasser fern. Leider heiß ich nicht Ahab und bin von daher nicht befugt, etwelche Ablegemanöver zu kommandieren, aber Maatin Steffi wird zur Wachablösung schon mal wieder auftauchen.

Das wirft mich einmal mehr in einen Mädchenverein. Und das bei diesem Jungensbuch. Nun, man ist davon abgekommen, dass Frauen auf Schiffen Unglück bringen; so christlich ist die heutige Seefahrt wiederum nicht.

So viel Prework. Darf ich vielleicht endlich das Vorwort lesen?

Anne Bonney over the ocean

Written by Wolf

30. August 2006 at 3:36 am

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Moby & ich

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Thar she blowsMoby Dick war mein erstes Reclam-Heft. Reclam war damals noch billig, und es war demnach die Seiffert-Übersetzung von 1956, zwölf Jahre älter als ich, und ich war wohl so dreizehn.

Für Seemannsromantik war ich schon immer empfänglich. Wenn ich was Billiges zu lesen wollte, kaufte ich mir sogar die Räuberheftchen, die “Seewolf” hießen, wenn daneben Jerry Cotton lag, der damals noch nicht ganz so uncool war. Das heißt aber nicht viel; ich bin ja sogar für Fernfahrerromantik empfänglich.

Wie Dreizehnjährige so sind, wollte ich umgehend Ismael sein. Was dieser angenehm übersichtliche Charakter für ein mythisches Ausmaß hat, ahnte man erst viel später. Jedenfalls hab ich das nicht irgendwie weggelesen, vielmehr trat dieses Buch in mein Leben, man kann es nicht billiger sagen – ein Erlebnis, das ich später allenfalls noch mit Richard Brautigan, Max Goldt und den Sandman-Comics hatte (in chronologischer Reihenfolge).

Das Reclam-Heft – denn auch Reclam-Bücher werden immer “Hefte” sein – sah schon unverhältnismäßig zerfleddert aus, während ich es las, weil ich es überall mit hinschleppte, weil man ja in dem Alter seinerseits noch von seinen Eltern überall mit hingeschleppt wird, und ich in der Schule keine kostbare Lesezeit verschenken wollte. Die Ränder sind rundum mit Tesafilm verstärkt, und es muss wohl ich gewesen sein, der mit Bleistift hinten reingekrakelt hat: “Dieses Buch war schon mal in Förrenbach” – offenbar aus der Erkenntnis heraus, dass sua fata habent libelli. Förrenbach, das war ein von meinen Eltern gerne zu Sonntagsausflügen frequentiertes Kaff in der Hersbrucker Schweiz, Frankenalb.

Als mir mal eine Freundin sagte, sie fühle sich zur Zeit wie Ismael im ersten Kapitel (“als mich nichts Besonderes an Land hielt”), wusste ich: Es ist aus. Über die Dreizehn war ich hinaus, aber Ismael, das war immer noch, wenn schon, mein Part.

Meine nächste Moby-Ausgabe kaufte ich mir erst, als ich nach München gezogen war, im Advent 1997. Da führte ich meiner Freundin – die heute meine Frau ist – Deutschlands größten englischen Buchladen vor, den Words’ Worth in der Schellingstraße. Da haben sie ein Shakespeare-Zimmer, einen Hauskater namens Morris und ein überaus engagiertes, vier Mann starkes Personal. Und weil ich nie zuschauen kann, wenn sie sich ein Buch kauft, ohne dass ich auch eins krieg, schnappte ich wie selbstverständlich nach der Studienausgabe Moby-Dick bei Norton. Es musste schnell gehen, weil der Laden selbst im Weihnachtsgeschäft am frühen Samstagnachmittag dicht machte. In solchen Fällen landet man entweder einen gloriosen Fehlgriff oder erwischt das, was einem ohnehin von einer höheren Instanz zugedacht war. Und mit meinen Spontankäufen bin ich eigentlich immer ganz gut gefahren.

Als es mit angedeuteter Frau ans Einrichten einer Wohnung ging, musste mein Zimmer unbedingt aussehen wie Ahabs Kapitänskajüte. Sollte je die Walfangprämie aufgeteilt werden, arbeiten wir weiter dran.

Moby-Dick im Original bedeutete einen Quantensprung in meinen Englischkenntnissen, weil ich penibel auch die ganzen Fachausdrücke der christlichen Seefahrt im allgemeinen und des Walfang-Handwerks im besonderen nachschlug; Norton bietet ein seemännisches Glossary. Wir Anglistik-Studierten kennen ohnehin Wörter, über die jeder Native Speaker Mund und Augen aufreißt – was mich leider eher davon abhält, souverän auf Englisch zu parlieren, aber mach was. Erkenntnis ist durch nichts zu ersetzen.

Und dann machte Hanser ab 2001 die Melville-Ausgabe auf Deutsch und ließ alles frisch übersetzen. Ich nix wie hin und ein Stück aus der Erstauflage kommen lassen. Und was soll ich sagen: Schon klasse.

In diesen Tagen vor einem Vierteljahrhundert ist mir Moby-Dick zugelaufen. Leben mit Melville.

Written by Wolf

20. August 2006 at 10:18 pm