Archiv für die Kategorie ‘Meeresgrund’

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… doch das Meer braucht uns nicht

20. Mai 2008

Update zu Und doch schön zu spüren, dass niemals was stirbt, und das Wort Tod nie das letzte sein wird:

Beteiligen Sie sich auch schön brav an den walschützenden Aktionen, wenn man es Ihnen sagt? Stephan, unser Mann bei Greenpeace (keep the good work up, brother!), wüsste da wieder eine:

Greenpeace hat japanische Walfänger in flagranti mit Walfleisch erwischt, das sie zum Eigennutzen abgezweigt hatten. So geht das natürlich nicht, geschätzte Nation der Fugusushi.

Mitmachen und weitersagen:

Japanischer Premierminister Yasuo FukudaWir haben gerade den größten Skandal in der Geschichte des japanischen Walfangs aufgedeckt. Mitglieder der japanischen Walfangflotte haben massiv Walfleisch unterschlagen und auf eigene Rechnung verkauft.

Japanischer Außenminister Masahiko KoumuraFordern Sie die japanische Regierung auf, den Walfang zu beenden und die steuerliche Finanzierung dafür endgültig einzustellen.

Bilder: Wikimedia Commons; Prime Minister of Japan and His Cabinet;
Lied: Reinhard Mey: Das Meer, aus: Balladen, 1988.

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A Tail of a Whale

3. Mai 2008

Update zu Urlaub vom Walfang:

Vorschlag für die Blogroll der Fluke:

Da bläst er jetzt hoffentlich mal nicht:


Fluke Mellard San Francisco Bay, 15. September 2007

Bilder: Whale Tail;
Humpback whale tail by the Farallons in the San Francisco Bay Area, California by Mellard, 15. September 2007.

Whale Tail Header

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The Whiteness of the Bär

12. April 2008

Nehmt zum Beweise den weißen Eisbär der Pole und den weißen Hai der Tropen: Was, wenn nicht ihr glattes, flockiges Weiß, macht sie so maßlos grauenvoll?

Kapitel 42, Die Weiße des Wals, Übs. Jendis, Seite 312.

Berlin. Eisbär reißt Karpfen.

Nürnberg. “Der Schiss eines Eisbären hat mehr Wind in die Nachrichtenkanäle gebracht als so mancher Wirbelsturm.” Dag Encke, Tiergartendirektor.

Knut-Briefmarke

Die Nürnberger müssen etwas ahnen, da sie sich ihrem Eisbärjungen Flocke gegenüber recht reserviert geben; und eine Ahnung von dem Schrecken haben auch die Macher der Fernsehserie “Lost“. Sie steigern die Verrenkung der Gedanken noch, indem sie den Eisbären aus einem Comic auf ein tropisches Eiland versetzen. Himmlische Unschuld, Blutgier und 40 Grad im Schatten — das muss ein Kopf erst mal zusammenbringen. Nur in Berlin will man nicht verstehen und will nicht hinnehmen, dass Knut gegen geltendes Tierschutzgesetz und, schlimmer noch, gegen die Moralvorstellungen der BZ verstößt.

Christina Nord: Knut, der entsetzliche Eisbär. Die Briefmarke des Grauens, taz 11. April 2008, Verlinkungen von Moby-Dick™


Bild: taz/dpa, 11. April 2008.
Lied: Grauzone: Eisbär, Welt-Rekord 1981,
verunglimpft von Nouvelle Vague in: Bande à part, 2006.

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Und doch schön zu spüren, dass niemals was stirbt, und das Wort Tod nie das letzte sein wird

9. April 2008

In deiner Sprache, wie sagt man da “Leben”?
Sagt man da auch: “Er da oben hat’s gegeben”?

Ludwig Hirsch: In deiner Sprache,
aus: In meiner Sprache, 1991.

Greenpeace fordert: Dänemark, her mit dem südatlantischen Walschutzgebiet! und Sie können helfen.

Troels Lund PoulsenDie diesjährigen Verhandlungen der Internationalen Walfangkommission (IWC) beginnen Ende Mai. Mit dem Regierungswechsel 2001 wechselte Dänemark ins Lager der Walfang-Befürworter. Dies zeigte sich im Abstimmungsverhalten zur Ausweisung des südatlantischen Walschutzgebietes: Bei allen sechs Abstimmungen der vergangenen Jahre stimmte die dänische Delegation gegen die Ausweisung. Auf Antrag Brasiliens wird das Schutzgebiet nun erneut vorgeschlagen.

Leider liegt die Zuständigkeit für die IWC aber nicht im dänischen Umweltministerium, sondern im Außenministerium. Darum muss der dänische Umweltminister Troels Lund Poulsen seiner Verpflichtung für den Schutz der Wale nachkommen und seinen Außenminister umstimmen.

Greenpeace Dänemark hat den dänischen Umweltminister bereits in einem Brief aufgefordert, sich für den Schutz der Wale und die Ausweisung des südatlantischen Schutzgebietes einzusetzen. Bis jetzt hat der Umweltminister nicht auf diesen Brief reagiert. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, braucht Greenpeace jede Stimme.

Deshalb: Senden Sie jetzt eine E-Mail an den dänischen Umweltminister Poulsen und fordern Sie ihn auf, für den Schutz der Wale im Südatlantik aktiv zu werden.

Um Sie dazu emotional anzuregen, legt Ihnen Moby-Dick™ eine hübsche Bilderstrecke aus dem Spiegel ans Herz, damit Sie sehen, wie es bislang in diesem Südatlantik zugeht: Japan Walfang brutal: Australien veröffentlicht schockierende Walfang-Bilder.

Weitersagen!

Australischer Walfang

Danke an P.O.T.T.W.A.L. Stephan für Aufmerksamkeit und Engagement!

Text nach Thilo Maack, Meeresbiologe Greenpeace Hamburg:
Dänemark, her mit dem südatlantischen Walschutzgebiet!;
Bilder: Troels Lund Poulsen; Spiegel/Reuters, 7. Februar 2008.

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Tucher Braü’s Note

3. Februar 2008

Update zu Mutter, lass mich dein Söhnchen sein
und Kapitel 9: Die Predigt:

Emily Brontë by Patrick Branwell BrontëEs kommt jetzt gleich etwas weniger zur Geltung als sonst, aber in Wahrheit bin ich ein ganz und gar hämefreier Mensch. Meine satirischen Äußerungen sind die wohlwollendsten seit Heinz Erhardt, meine Zurechtweisungen richten sich insgeheim mehr gegen mich als gegen Dritte. Ich verstehe jede Neurose, ich habe sie alle. Das Vorführen von Druckfehlern liegt mir aber schon gleich sowas von fern. Normalerweise. Es folgt deshalb weniger ein Boah Määääänsch, sind die blöööööt als vielmehr ein Hihi, das passiert anderen also auch.

Vor ungefähr hundert Jahren haben mich meine Herren Eltern gerne mal in den Landgasthof Löhner zum Sonntagsessen mitgenommen; das Kind, das ich mal gewesen sein muss, war wenig wehrhaft. Bei Löhners an die Wand genagelt, weiß ich noch, hing ein antiker abgesägter Bierfassboden der Brauerei Tucher, vulgo Tucher Bräu zu Nürnberg. Was mich daran so faszinierte, war die Inschrift:

TUCHER BRAÜ

Genau so.

Vielleicht bei unserem dritten Lokalbesuch fragte meine Mutter, was ich denn dauernd an die eine Wand da zu stieren hätte.

“Das Fass”, sagte ich und deutete, “da steht Tucher Braü drauf.”

“Freilich”, sagte mein Vater, “was soll sonst draufstehen, wird halt vom Tucher Bräu sein.”

“Aber…” Für eine genauere Ausführung, was mich so an der Antiquität fesselte, fehlte mir das sprachliche Rüstzeug. Zur Hoffnungslosigkeit der historischen Einordnung kann ich nur vorbringen: Offenbar konnte ich lesen, aber nicht reden, was sich bis heute nicht wesentlich geändert hat.

Viele Jahre später hatte ich die Ehre, für die Brauerei Tucher Werbetexte zu schreiben, wobei ich meinen Ehrgeiz darein setzte, ausschließlich korrekt buchstabierte Werbemittel freizugeben. Was irgendwie sinnvoll an Werbung oder gar am Korrekturlesen sein soll, konnte ich meinen Eltern bis heute nicht vermitteln.

Darum hat es für mich etwas geradezu Wehmütiges, wenn die Leute Charlotte Brontë “Brönte” schreiben. Wo auf der Tastatur das ë sein soll, kostet mich nämlich selber jedes Mal mehr Zeit, als einen Firmennamen in einen Eichenfassboden zu schnitzen.

Buch: Emily Brontë: Wuthering Heights, Page xxix:
Currer Bell, i.e. Charlotte Brontë: Biographical Notice of Ellis and Acton Bell. Penguin Classics, 1847/1850/1995;
Bilder: Patrick Branwell Brontë in der National Portrait Gallery London, 1833
via Kingwood College Library;
meins, 2. Februar 2008.

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That’s Chevrotainment

1. Januar 2008

Update zu Who Killed Bambi?:

Indohyus
Erster!

Anfänge. Das Wissen über Wale fängt phänotypisch mit der Information an: Das ist überhaupt kein Fisch. — Wieso, heißt doch Walfisch? — Trotzdem, ist ein Säugetier. — Und Erdbeeren sind keine Früchte, sondern Nüsschen (nicht Nüsse!), und Gurken sind eigentlich Beeren. Zurück auf die Bäume, ihr Primaten populären Halbwissens und urbaner Legenden. Der erste Fehler in der Evolution war sowieso, überhaupt das Meer zu verlassen.

Welches Säugetier allerdings damit angefangen hat, den Rückschritt ins Wasser zu wagen, ist eine Information allerneuster Provenienz. Der Inbegriff der Glaubwürdigkeit, ein amerikanischer Wissenschaftler namens Hans Thewissen vom North Eastern Ohio Universities College of Medicine, hat im Indohyus den nächsten Verwandten vom Lande des Wals erkannt. Indohyus war vor etwa 48 Millionen ein Paarhufer aus Indien und damit dem heutigen Hirsch verwandt. Ins Wasser strebte er nicht wie bisher angenommen, um seine Ernährung um Fisch zu ergänzen, sondern eher zur Flucht.

Diese dauerhafte Angst, so anhaltend, dass der arme Hirsch seinen Lebensmittelpunkt in seinem Zufluchtsort einrichtete, erinnert an den neuseeländischen Kakapo: Seit dessen anrührender Beschreibung durch Douglas Adams in Last Chance to See soll sich der Bestand kurz vor der vollständigen Distinktion erhöht haben, normalerweise wäre dieser unnatürlich friedliche, possierliche Geselle vor lauter Aggressionsmangel ausgestorben.

Vor 48 Millionen Jahren war Douglas Adams nicht zugegen, so dass Indohyus freiwillig das Feld räumte und statt zu erlöschen in eine neue Lebensform überging. Auf ihre Weise eine durchaus beeindruckende Form des Überlebenswillens. Heute haben wir: Wale.

Aber wie lange noch? In unseren modernen Zeiten, die einer Endzeit ähnlicher sehen als einem Neuanfang, sind Leute wie Hans Thewissen und Douglas Adams wertvolle Sammler und Entdecker, die uns wenigstens noch einmal vorführen, was wir zu verlieren haben.

Das Hirschferkel oder Water Chevrotain aus Afrika wird heute noch bei solchem Fluchtverhalten beobachtet.

Allen Melvilleanern, Freunden und Verirrten ein glückliches Jahr des Übersehenen Knabenkrauts.

Bild: The Guardian; Film: National Geographic.

Und wieder mal danke an Constanze für den Hinweis.

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Ich habe euch immer gesagt, dass wir die Menschen fröhlich machen müssen

17. November 2007

Elisabeth von Thüringen in WienDie Heilige Elisabeth wird von manchen Gruppierungen, die sich als christlich verstehen, auch nach 800 Jahren noch als höhere Heilige als etwa der Heilige Franziskus angesehen. Im Alter von 24 Jahren verhungerte sie als Mutter dreier Kinder, wahrscheinlich aufgrund selbstverletzenden Verhaltens.

Zum Elisabethtag im offiziellen Elisabethjahr empfiehlt Moby-Dick™, als Weblog über Jungssachen ein Freund und Unterstützer aller gesunden, fröhlichen Mädchen, das Onlinespiel Elisabeth von Thüringen — und will sich ab sofort sein Lebgottstag nie wieder vorwerfen lassen, zynische Inhalte zu verbreiten, amen.

No Anorexia, No-l-ita

Danke an Cohu!

Bilder: Webservice der Stadt Wien; fotografias.net.

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Mobylat

5. November 2007

Update zu Moby-Dick als Comic:

Bild: selber gemacht. Die Salbe der Wal: Mobilat.

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Walgesang in seiner Sprache

18. Oktober 2007

Update zu Die Predigt:

Das Lachen unter Tränen

Das Triptyhon Jonas I/In deiner Sprache/Jonas II von Ludwig Hirsch war an dieser Stelle schon lange fällig; endlich hat sich ein Youtuber erbarmt. Optisch gibt es nicht viel her, das geht aber zugunsten des Sounds. Ich hab sogar noch die LP (In meiner Sprache, 1991): Man vermisst nichts.

Es dauert 10:15 Minuten. So viel Zeit muss sein.

Jonas I

Begonnen hat das alles auf meiner Reise nach Tarschisch.
Die Segel voll, die Mannschaft auch — wie immer auf an Schiff.
Plötzlich bricht die Hölle los mit Donner, Blitz und Sturm.
Masten splittern, Segelfetzen fliegen uns um die Ohren.
Da brüllt der Kapitän: “Wir müssen handeln, jetzt sofort!
Das Meer verlangt ein Opfer, einer muß von Bord!
Du bist es, Jonas!” und er zeigt auf mich.
Klar, wer sonst, der Jonas, der Jonas, also ich.

    Dem Jonas lacht niemals die Sonne,
    und wenn, dann lacht sie ihn aus.
    Sein Schutzengerl zeigt ihm die Zunge,
    und der Glücksstern, der überm Jonas seine Lichtkreise zieht,
    is nur a Schnuppe, die kurz aufblitzt,
    ins Meer stürzt und verglüht.

Und sie werfen mich vom Schiff, in das viel zu große Meer.
Ich denk mir, “Ach was, pfeif drauf, mein Leben ist eh so schwer.”
Und ich sink tiefer, immer tiefer, in die tiefste Finsternis.

Aber ich weiß, wenn ich da durch bin,
tauche ich wieder in ein Licht.
Und das wird das Licht im Himmel sein, ja,
und ich freu mich schon darauf!
Und mach mich extra schwer,
damit ich schnell ersauf!

Da taucht plötzlich dieser Wal auf,
groß wie ein Haus;
und er schluckt mich einfach runter —
und mit dem schönen Sterben is aus.

    Dem Jonas lacht niemals die Sonne,
    und wenn, dann lacht sie ihn aus.
    Sein Schutzengerl zeigt ihm die Zunge,
    und der Glücksstern, der überm Jonas seine Lichtkreise zieht,
    is nur a Schnuppe, die kurz aufblitzt,
    ins Meer stürzt und verglüht.

Jetzt sitz ich da im Walbauch,
und das schon seit drei Tagen.
Finster ist es, feucht und kalt,
es stinkt nach Lebertran.
Manchmal zieht draußen ein Schiff vorbei
und man hört Musik.
Dann musizieren die Piraten,
und mein Wal singt mit…

In deiner Sprache

In deiner Sprache, wie sagt man da “Leben”?
Sagt man da auch: “Er da oben hat’s gegeben”?
Der Jammer is nur, er nimmt’s wieder furt.
Das Schlitzohr, das alte, borgt es uns nur.
Das Leben is a Hund, es beißt und hat Flöh,
hat ganz kurze Dackelfüß’ und rennt viel zu schnell.
Das schöne Wort “Leben”, schön wie ein Stern —
in deiner Sprache möcht ich’s gern hörn;
Du mein riesiger Freund da drinnen im Meer.

Und in deiner Sprache, wie sagt man da “Tod”?
Reimt sich’s da auch auf “vom Aussterben bedroht”?
Und doch schön zu spüren, dass niemals was stirbt,
und das Wort “Tod” nie das letzte sein wird.
Der Tod is ein Seitensprung, mehr a scho ned.
Du schlafst ein und wachst auf, nur in an anderen Bett.
Das schöne Wort “Tod”, schön wie ein Stern —
in Deiner Sprache möcht ich’s gern hörn;
Du mein riesiger Freund da drinnen im Meer.

Jonas II

Eigentlich lebt sich’s angenehm, da im Walfischbauch.
Keiner klopft an die Tür, plaudern kann man auch.
Und ich schließe meine Augen, um ganz in mich zu gehen,
ja, und ich komm drauf glücklich zu sein —
das erste Mal im Leben.
Und grad, wie sie sich umarmen, mein Herz und mein Verstand,
da spuckt mich dieses Monster an den nächsten Strand!

    Dem Jonas lacht niemals die Sonne,
    und wenn, dann lacht sie ihn aus.
    Sein Schutzengerl zeigt ihm die Zunge,
    und der Glücksstern, der überm Jonas seine Lichtkreise zieht,
    is nur a Schnuppe, die kurz aufblitzt,
    ins Meer stürzt und verglüht.

Musik und Text: Ludwig Hirsch auf In meiner Sprache, 1991. Featuring a singing Buckelwal.

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Und der Fisch spie ihnen Jona vor die Füße

8. Oktober 2007

Update zu Die Predigt:

Aristoteles Onassis hatte auf seiner Yacht Christina Barhockersitzbezüge aus der Vorhaut von Walpimmeln.
Werden die 50er-Jahre-Schönheiten aber in ihren Persico hineingegiggelt haben, was der Tankerkönig ihnen da schon mal für einen Vorgeschmack… hihihihihi…

Papst Benedikt XVI. hat sich bei Ferragamo zu Mailand Stiefel aus Walhaut maßanfertigen lassen.
Prada trägt der Teufel.

Bruno Jonas wollte als Bub Papst werden.
Was man in Passau halt so werden will.

Gustave Doré, Jonah preaching to the Ninevites
“Denket nicht weiters nach, o meine Brüder; denn man muss sie lassen.”
Gustave Doré (unverbürgt)

Bild: Gustave Doré 1883: Jona predigt den Ninivitern;
Lizenz: Wikimedia Commons, Public Domain.

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116²

28. September 2007

Update, eigentlich Downgrade zu Happy birthday, Herman:

Herman Melville, zwölfjährig the hard way vom Vater verlassen, später im Leben von den guten Geistern seiner Leserschaft, starb schließlich selbst am 28. September 1891. Zu seinem 116. Todestag nähern wir uns respektvoll dem Kapitel 116 aus Moby-Dick: The Dying Whale.

Zur Hauptsache besteht das Kapitel aus einem besonders düsteren Monolog Captain Ahabs, der in seinem Boot sitzend einem Wal beim Sterben zuschaut, den er selbst erlegt hat.

Melville, Ahab, Ismael und letztendlich auch der sterbende Wal: allesamt von elterlicher Seite allein gelassen, daher foster-brothers (Milchbrüder, also von derselben Amme aufgezogen) der ozeanischen Wellen.

Ahab war wieder besänftigt, doch nur zu noch tieferer Schwermut. Er hatte vom Wale abgelegt, saß in seinem ruhig treibenden Boote und betrachtete gespannt, wie es mit ihm zu Ende ging. Jenes seltsame Schauspiel, das man bei allen sterbenden Pottwalen beobachten kann — wie sie ihr Haupt zur Sonne wenden und dann ihr Leben aushauchen —, erschien ihm an diesem milden Abend nämlich wundersamer als je zuvor.

“Da dreht und dreht und dreht er sich ihr zu — wie langsam, doch beharrlich er im Tod sein Hauptmit letzter Kraft zur Huldigung und Anbetung hinwendet! Auch er verehrt das Feuer — ein gläubiger, mächtiger, stolzer Vasall der Sonne! Ach, daß diesen allzu gewogenen Augen dieser allzu gewinnende Anblick vergönnt ist! Sieh nur! Hier, ringsum von Wasser umgeben, weit weg vom Getriebe, vom Wohl und Weh der Menschen, in diesen Meeren, die so offen und so unparteiisch, die ihre Überlieferung nicht auf Steintafeln bannen, wo seit chinesischen Äonen die Wellen wortlos weiterwogten und nie ein Wort vernahmen, den Sternen gleich, die hoch über des Nigers unerforschten Quellen funkeln — auch hier erstirbt das Leben sonnenwärts, in festem Glauben. Doch sieh! Kaum ist’s beendet, kommt der Tod und dreht den Leichnam um, bis er in eine andre Richtung weist.

Herman Melville: Moby-Dick,
Kapitel 116: Der sterbende Wal,
Übersetzung Matthias Jendis.

Oder:

Besänftigt wiederum, doch besänftigt nur zu noch tieferer Schwermut, saß Ahab, welcher achteraus vom Wale abgegangen, da und sah vom nun ruhigen Boot dessen Dahinscheiden zu. Denn jenes seltsame Schaupiel, an einem solch geruhsamen Abend betrachtet, vermittelte Ahab eine Wunderlichkeit, welche er zuvor nicht gekannt.

“Er wendet und wendet sich ihr zu, — wie langsam, wie standhaft aber, seine ehrerbietige und anrufende Stirne, mit seinen letzten sterbenden Regungen. Auch er betet Feuer an; höchst gläubiger, toleranter, freiherrlicher Vasall der Sonne! — Oh, daß diesen allzu anrührenden Augen diese allzu anrührenden Anblicke vergönnt sind. Sieh! hier, weit wasserumschlossen; jenseits allen Gesumms von menschlichem Wohl oder Wehe; in diesen höchst lauteren und unparteiischen Seen; wo den Überlieferungen kein Felsgestein Tafeln bietet; wo lange chinesische Zeitalter lang die Wogen sprachlos und unangesprochen immer weitergewälzt sind wie Sterne, welche auf des Nigers unbekannte Quellen scheinen; auch hier stirbt das Leben sonnenwärts erfüllt vom Glauben; doch schau! sobald er erst tot, rollt der Tod den Leichnam herum, und er richtet sein Haupt andernwegs. —

Herman Melville: Moby-Dick,
Kapitel 116: Der sterbende Wal,
Übersetzung Friedhelm Rathjen.

Und ist es denn ein Wunder? Schaut, wie Melville seinem Ahab beim Zuschauen zuschaut, und seid dankbar, dass ihr noch eine Zeit auf Erden habt, in der ihr selbst entscheiden könnt, ob ihr in die Sonne schaut.

Gratuliert man eigentlich zu Todestagen? Der Wal starb als erster, Datum unbekannt, dann Ahab. Erst Ismael hat überlebt. — Als ob Herman Melville tot wäre, nur weil er mal gestorben ist.

Der sterbende Wal

Bild: gemeinfrei.

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Grausiger Fund

23. September 2007

Moby-Dick™ empfiehlt auf gar keinen Fall:

Max Reinowski: Wal, Wal! Käppen Bornholdts glücklichste Reise ins Eismeer. Mit Zeichnungen des Verfassers. Hörnemann Verlag, Bonn-Röttgen 1973.

(Im Original entgegen dem Amazon-Eintrag mit Ausrufezeichen in der Überschrift.)

Walfang im Grönlandeis, Niederlande 1690Glückstadt, zu Anfang des vorigen Jahrhunderts- Das kleine, malerische Städtchen in Schleswig-Holstein lebt vom Walfang und vom Handel. Handel treibt auch Hinnik Voß, in dessen Haus der junge Jens Pieter Aufnahme fand, seit sein Vater im Eismeer blieb. Doch nun hält es den jungen Mann nicht mehr an Land, er will auf eigenen Füßen stehen. Heimlich mustert er auf dem Walfänger “Hoffnung” an und läuft mit ihm aus zur gefährlichen Jagd.

Jahr für Jahr gehen einige der kleinen, hölzernen Segelschiffe in Eis und Sturm verloren, in manchen Jahren ganze Flotten. Trotzdem setzen immer wieder viele junge Menschen ihr Leben aufs Spiel: gute Fänge sind äußerst lohnend. Wie damals der Walfang betrieben wurde, was ein Seemann an Bord und in den Schaluppen zu tun hatte und erleben konnte, schildert Max Reinowski authentisch und äußerst spannend.

Klappentext

Gut, dass Sie das wahrscheinlich nicht mal auftrieben, wenn Sie wollten.

Mit der letzten Ebbe erreichte Jan Rüter die Bastion von Glückstadt. Er hatte Trantonnen aus Altona geholt, so viele, daß sie den Frachtraum hüfthoch überragten. Beim Wenden war der Großbaum nur mit Mühe über die Tonnen herüberzuschwenken, aber endlich fiel das Großsegel im harten Ost wieder voll. Die Lumme trieb an drei dänischen Kriegsschiffen vorüber, die Stadt und Elbe bewachten, und er hatte Zeit, auch das Focksegel in den Wind zu bringen. Der Hafenkommandant rief ihn an: “Hallo, Jan Rüter, schon zurück mit deinen Tonnen?” “Hallo Kommandant! Ja, 240 Stück aus Altona für Hinnik Voß. Willst du sie zählen?” Der winkte ab: “Laß nur. Ich kenne meine Schmuggler.”

“Schönen Dank! So kriege ich doch ‘ne halbe Stunde früher ein ordentliches Essen in den Bauch.”

Er segelte mit seinem Zweimaster hafenein, vorüber an zwanzig Walfangschiffen, die steuerbords am Kai vertäut lagen. Sie waren auf den Werften vom Kiel bis zum Top überholt worden wie nach jeder Reise ins Eismeer und warteten darauf, daß der Winter vorüberging.

Anfang, Seite 7 f.

Aus den 223 Seiten spült einem vor allem eins entgegen: die Jugend eines richtigen Jungen der 1970er Jahre, der dummerweise gern liest und dann, wenn schon, ein gutes Buch in die Hand bekommen soll, damit er wenigstens daraus was fürs Leben lernt. Den Betrug hat er erst nach der Jugendausgabe der Sagen des klassischen Altertums gemerkt, die er zur Kommunion gekriegt hat, nach denen aber wirklich keine Ausrede mehr half. Wahrscheinlich musste er auch die Stafette lesen.

Der Schiffer zog sich den Wollpudel über die Ohren und schlug den Jackenkragen hoch. Es war doch bannig kalt im Ostwind! Dann stapfte er davon, zu sehen, ob seine Minna ihm etwas Gutes vorzusetzen hatte.

Als er zurückkam, ein bißchen müde, jedoch rundum satt, gingen am Hafen zwei junge Mädchen vor ihm her. Ehe er sie erreicht hatte, wandten sie sich um.

“Jan, unsre Männer sind schon fertig, warst du in Kollmar?” fragte die größere.

“Hallo, Inge Maren aus dem Hause Voß und Bürgermeisters Dürte! Was streunt ihr in der Dämmerung im Hafen herum?”

“Wir waren musizieren, Jan. Hast du Tante Hanne in Kollmar besucht?”

“Ja, Mädchen. Sie hat mir einen feinen Teepunsch gemacht.”

Hast du sie mitgebracht?”

“Nee, Hanne Jensen ist in Kollmar geblieben. Was soll sie hier?”

Ach, du, ich meinte doch…” Sie stockte.

Jan merkte, daß sie vor Bürgermeisters Dürte nicht sprechen wollte. “Ich habe alles mitgebracht, auch einen schönen Gruß an dich und die Eltern, und noch einen an Jens Pieter.”

“Das ist gut, das ist fein! Tschüß, Jan, ich muß die Grüße ausrichten!” Und die Mädchen gingen davon.

Seite 9 f.

Die Dialogtechnik wird in den “Automatischen Kulturkritiken” der Riesenmaschine treffend mit “Da kommt Franz, der, wie du weißt, dein Vater ist” wiedergegeben; über das Frauenbild diskutieren die dort gar nicht erst.

Meine kleine Puppenwelt“Du hast mir grade noch gefehlt, Bornholdt! Warum muß er denn ausgerechnet Käppen werden?”

“Weil er das Zeug dazu hat. Mit dem Patent in der Tasche kann er sich dann immer noch überlegen, ob er lieber handelt oder fischt.” Er lachte: “Dann steht er wirklich auf eigenen Füßen, ob er nun im Kontor sitzt oder auf der Brücke steht. Er braucht sich von niemandem schief angucken zu lassen, weil jeder weiß: bist du nicht freunlich zu ihm, läßt er dich sitzen.”

“Ach, Mann, ich bin meintag nicht unfreundlich zu ihm gewesen, was Jens Pieter?”

“Nie, Ohm”, sagte sein Neffe.

“Na also, Hinnik. Dann fang auch nun nicht damit an.

“Tu ich ja nicht. Bleibst du hier, Jens Pieter?”

Der staunte seinen Ohm an. Wie war das möglich? “Ich möchte meinen Kapitän machen, Ohm!”

Da wurde Hinnik Voß böse: “Dann mach ihn doch in Dreideubelsnamen, aber die übrigen acht Monate hältst du das Haus Voß in Gang, für vierhundert Mark, klar?”

“Klar, Ohm”, antwortete Jens Pieter, vor Überraschung stotternd. Sein Ohm blickte argwöhnisch die Tochter an. Sie guckte, als sähe sie ihn zum ersten Mal: “Und du, Deern, was sagst du dazu? Wir haben uns doch nun so lange fein vertragen.

“Ich, Vater?” Sie strahlte ihn an, “ich finde, daß ihr großartige Kerle seid, alle drei!”

Schluss, Seite 210 f.

Der Fortschritt gegenüber lehrhafter deutscher Jugendlektüre der 1930er Jahre liegt darin, dass die großartigen Kerle nicht mehr als famose Kerle adressiert werden und vielleicht sogar darin, dass die Mädels überhaupt gefragt werden. Die Vorgangsbeschreibungen der eigentlichen Walfängerei, deren Hauptsache in dem achtseitigen Glossar nach der Handlung (bannig, hieven, Schiet) hinreichend ausgebreitet geblieben wäre, erspare ich uns allen.

Der Umschlag ist aber richtig gut: Sehr einfach in den drei Grundfarben koloriert, und zwar derart kräftig draufgebuttert, dass man schon nach Sekunden eine Art psychedelischen Flash kriegt, und mit einer hübschen lizenzfreien Illu aus der 1839er Natural History of the Sperm Whale oder etwas in der Art. Innen gibt es immerhin drei brauchbare Zeichnungen von Schiffen mit beschrifteter Takelung. “Wal, Wal!” war nämlich bestimmt viel billiger als das Nautische Lexikon in Bildern von Tre Tryckare 1963, wo sie das raus haben.

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Urlaub vom Walfang

6. September 2007

I.

Update zu Das Wesen des Mannes auf seine Essenz verdichtet:

Der Pessimist klagt über den Wind,
der Optimist hofft, dass der Wind sich dreht
und der Realist hisst die Segel.

Sir Adolphus William Ward

Stephan meldet sich aus Starbucks Heimat:

Stephan De MariaNun, Cape Cod ist in der Tat ein Sammelpunkt der W.A.S.P., daneben aber noch groß genug für andere Menschen – wie so oft in den US.

So ist die wichtigste Stadt der Insel Provincetown eine Hochburg der Whale Watching Tours (zu empfehlen: die Sunset Tour) sowie ein Zentrum homosexueller Lebensart und -kultur. Mit der Folge, dass es dort lebendig und lebensfroh zugeht, entspannt und divers.

Aah, es ist heute so ein richtiger Spätsommer-Atlantikküstentag! Wind, fliegende Wolken vor stahlblauem Himmel, die Luft schmeckt nach Reinheit, nach Norden, nach Herbst. Jetzt die Füße auf Bootsplanken stellen und der Tag wäre der Perfektion nahe.

… wenn da nicht noch Post von Greenpeace gekommen wäre:

II.

Update zu Fast Fish:

Facsimile of a Woodcut in the Cosmographie Universelle of Thevet, Paris 1574Walfang lohnt sich nicht. Anscheinend hat das nun auch der isländische Fischereiminister Einar Guofinnsson eingesehen. Er kündigte an, ab jetzt keine Fangquoten für die kommerzielle Jagd mehr zu erlauben.

Hintergrund für den plötzlichen Sinneswandel des Ministers: Für Walfleisch existiert kein Markt mehr. Um es doch noch profitabel zu verkaufen, spekulierte Island auf den Export des Walfleisches nach Japan. Aber selbst dort will es niemand haben. Tausende Tonnen lagern in Japans Kühlhäusern, sodass das Fleisch sogar zu Hundefutter verarbeitet wird. Andererseits wird es aber in Gourmet-Restaurants zu irrwitzigen Preisen angeboten. Japan befürchtet außerdem, Walfleisch aus Island könne zu stark mit Umweltgiften belastet sein.

Island hat im letzten Jahr von den 30 genehmigten Minke- und 9 Finnwalen “nur” jeweils 7 getötet. Die Laborergebnisse von Tests auf Schadstoffbelastungen des Fleisches wurden nicht veröffentlicht – keine gute Voraussetzung, um Kapital aus dem Verkauf der toten Tieren zu schlagen.

Neben der kommerziellen Waljagd hatte sich die isländische Regierung außerdem eine Zweijahres-Quote für den so genannten wissenschaftlichen Walfang verordnet. Die wissenschaftliche Jagd auf Wale ist aufgrund einer Sonderklausel der Internationalen Walfangkommission (IWC) leider immer noch nicht verboten. Doch auch die wissenschaftliche Quote von 200 Walen für die Jahre 2003 bis 2005 wurde bis heute nicht ausgeschöpft.

Die Entscheidung des Fischereiministers, keine neuen kommerziellen Quoten zu erlassen, ist zwar ein Anfang, aber ein endgültiges Verbot des Walfangs muss her! Dass keine Notwendigkeit für wissenschaftlichen Walfang besteht, bestätigt auch das wissenschaftliche Komitee der IWC.

Allerdings boomt der Markt für Whale-Watching: Weltweit werden mit Wal-Safaris über 1 Milliarde Euro verdient. Alleine in Island könnte man damit über 100 Millionen Euro jährlich verdienen. Diese Summe käme zustande, wenn ca. 4,5 Prozent aller Greenpeace-Förderer weltweit Island bereisen würden. Voraussetzung dafür wäre natürlich die Einstellung der Waljagd.

Daher bitte ich Sie: Machen auch Sie mit und fordern das Ende der isländischen Walfangjagd.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Somerset House Inn, Provincetown

Bilder: History of Whaling, gemeinfrei; Somerset House Inn, Provincetown
via Acorn Internet Services Inc., Colorado Springs;
Lizenz: Creative Commons.

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Das sagen die anderen: Fast Fish

28. August 2007

Update zum Nachtrag zu Der letzte Wal
und mehr oder weniger zu Vorsichtig, Melville und thar she blows:

Kapitän Ahab hat nen Kebap-Stand auf Island:

Wal-Kebap

(Anzeige in einer Reykjaviker Zeitung)

Bild und Fund und auch sonst: antimateur.org (der ab sofort in der Linkrolle wohnt!), 3. Februar 2007.

Edit: Es besteht aller Grund zu der Befürchtung, dass der freundliche, nicht mehr ganz junge Mann in der Anzeige keine provokative Werbung für Tierschutz betreibt, sondern ganz traditionelle Produktwerbung für seine legal verkäuflichen Wal-Döner.

Das gibt’s im Restaurant Sægreifinn in Reykjavik, das wirklich ganz gut sein soll. Diese Flakhelfergeneration ist wirklich knochenhart.

Island hat im Oktober 2006 wieder mit dem kommerziellen Walfang angefangen und will vielleicht am 31. August schon wieder damit auhören.

World Not Amused

Bild: Observe The Banana, 18. Januar 2007.

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Rettet die Moleskine

12. August 2007

Update zu Die weiße Walin lebt:

Ahoi Polloi, Rettet die Wale, 8. August 2007

Bild, Text, Konzept, Idee, Script, Lektorat, Grafik, Idee, Konzept, Recherche, Kreation, Programmierung, Webmaster, Ringmaster, Illustration, Layout, Design, Typografie, Marketing, Vertrieb, Human Resources, Seitenpflege, Markenpflege, Kundenpflege, Art Buying, Art Direction, Creative Direction, Kontakt, Public Relations, Übersetzung, Content Management, Moderation, Trost & Rat, Bühnenbild, Beleuchtung, Kulissenschieben, 1. + 2. Geige, Streicherensemble, Holz- + Blechbläser, Blechtrommel, Maultrommel, Klavier, Lead- + Rhythmusgitarre, Leading Vocals, Bass, Schlagzeug, Mundharmonika, Kamera, Soundtrack, Gaffer, Best Boy, Key Grip, Regie, Produktion, Casting, Catering, Peitsche, Zuckerbrot, Koch- und Backrezepte, Inbrunst, Hingabe, Zärtlichkeit, Freizeit, Blut, Schweiß, Tränen und Copyright: Ahoi Polloi, 8. August 2007; Lizenz: G. Klaut.

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thar she blows

17. Juli 2007

Das sagen die anderen, Part 1:
Martina “Wenn das so ist” Kink

Martina war im Urlaub und macht wie nebenher
ein Update zu Ende von Wal – 17-mal:

Martina Kink BloglesungIch habs genau gesehen, springe auf, renne barfuss zur Reling und verbrenne mir so fast die Fusssohlen auf dem heissen Boden, aber er ist schon wieder weg. Die Menschen auf dem Oberdeck der Fähre tun es mir gleich, starren aufs Meer, wo aber leider nichts mehr zu sehen ist, ich war schneller und ernte hochgezogene Augenbrauen und Kopfschütteln, beides mit einem unübersehbaren ‘hysterische Kuh’ verziert. Völlig zu Unrecht, möchte ich anmerken, denn erstens fühle ich mich sowieso schon wie immer verantwortlich und habe ein schlechtes Gewissen, weil er nicht nochmal auftaucht und zweitens beruhigt euch mal, nun rief ich ja nicht mit überschnappender Stimme ‘thar she blows!’ Ich habe lediglich ein bisschen gequietscht beim Aufspringen, was mir peinlich genug ist, und das leise aber aufgeregte ‘Flipper?!!’ kam nicht von mir, das war N. Als er später mit jeder Menge Kumpels zurückkam, um kapriolend das Boot zu begleiten, bekomme ich doch noch Lächeln und Kopfnicken geschenkt. Jaja, jaja, Delfine, quietsch ich doch.

Pallas Athena, Göttin der Weißheit

Bilder: Martina Kink, 22. November 2006 und 21. Mai 2007;
Lizenz: Creative Commons.

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Ende von Wal – 17-mal

29. Mai 2007

Eine öffentliche Aufbahrung auf dem Pariser Platz

Elke macht ein Update zu Die weiße Walin lebt:

Elke HegewaldWin-Win-Situationen zwischen Wal und Mensch sind, so sehr sie einem das Herz wärmen, die seltene und rühmliche Ausnahme. Den Tatsachen ins Auge gesehen zieht in der Regel eine Seite den Kürzeren. Und – nichts sagt uns deutlicher, dass Moby-Dicks Zeiten vorbei sind – meistens ist es heutzutage der Wal.

Nun müssen (und können) wir hier mit Sicherheit nicht jedes Ereignis dokumentieren, das nur allzu beredtes Zeugnis darüber ist. Das können andere mit ihren Argusaugen besser als eine Crew auf Waljagd – die zu ihrer Entschuldigung allerdings vorbringen kann, dies ausschließlich lesenderweise zu tun.

Doch an manchen kommt man einfach nicht vorbei. Umso mehr, wenn einem die Walkadaver wie letzten Montag direkt auf die Berliner Türschwelle gelegt – was sag ich, geradezu auf selbiger aufgebahrt werden. Man kann sie nichts weniger als spektakulär nennen, diese Aktion der Wal-Anwälte, und da rede ich noch nicht mal über den beachtlichen logistischen Aufwand, den das Ganze gekostet haben muss. Wo kriegt der unbedarfte Binnenländer schon mal – auf zugegeben drastische Weise – so vor Augen geführt, wie viele Angehörige von Mobys Verwandtschaft in jeder halben Stunde eines langen Tages das Zeitliche segnen müssen. Und zwar durch das Wirken der einzigen vernunftbegabten Art auf unserem Planeten. Sollten einen bei einem solchen Anblick nicht hin und wieder leichte Zweifel an diesem Faktum (der menschlichen Vernunft) befallen?

Ich bin übrigens nicht hingegangen, und das nicht nur, weil ich vorher zu einer Tagung im Roten (schamroten?) Rathaus abbiegen musste. Verfolgt mich doch immer noch das hier (nö, es war im Xing-Vorgeplänkel zu Kapitel 2) schon mal erwähnte Trauma meiner Kindheit, das sich mit einem Toter-Wal-Gucken-Erlebnis verbindet:

Meine wirklich erste Begegnung mit des Leviathans Nachfahren hätte mich dann allerdings fast zur militanten Tierschützerin werden lassen, wenn ich von denen damals schon was gewusst hätte. Ich muss im zarten Alter von ungefähr zehn Jahren gewesen sein, als auf dem Marktplatz der Kleinstadt, in der ich aufgewachsen bin, einer von ihnen ausgestellt wurde, in einem großen Zelt, kunstvoll präpariert und die Stelle, an der ihn die Harpune getroffen hatte, genau markiert – ein traumatisches Erlebnis.

Was jedoch nichts daran ändert, dass jedwedes vernünftige Mühen zu “Rettet Moby-Dick” meine Unterstützung hat.

Tote Wale bei Spiegel Online

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Wofür Vatertag ist

17. Mai 2007

“Was hat diese Kloschüssel, was ich nicht habe?”

“Einen Job!”

Al gegen Peggy Bundy, A Dump of My Own, 1992

KamelopediaSo sinnig es gewesen wäre, ausgerechnet am 17.5. zu beweisen, wie schwul Herman Melville war, was schon lange ansteht, herrscht doch zugleich Vatertag. Immerhin der Blog|Rausch verbindet eine überaus mannsbilderaffine mit einer maritimen Thematik: Klopapier mit Walen drauf.

Und damit ich an meinem persönlichen Feiertag nicht wieder alles allein machen muss: Die Diskussion über die Magie des Bösen läuft immer noch!

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Die weiße Walin lebt

10. Mai 2007

Update zu End of the Struggle, Ende von Wal:

Schön, dass man sich mit weißen Walen inzwischen so weit arrangieren konnte, dass man Win-Win-Situationen mit ihnen eingeht.

Am 19. Januar geschah es, dass man einer entfernten, jedenfalls weißen Enkelin von Moby Dick (Tina aus Qingdao, 5) hässliche Vereiterungen, unter anderem an der Schwanzflosse, wegoperierte.

Es zeigt sich überall: Mit China ist zu rechnen. Jedenfalls berechnen sie nicht mehr die gesamte Fauna ausschließlich für ihren Eigenverzehr und haben damit ihren ungeliebten Nachbarn, den Japanern, schon mal was voraus.

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Der letzte Wal?

6. April 2007

Elke macht zum Karfreitag ein passendes Update zu Reste in Pieces:

Elke HegewaldWie fänden Sie es, wenn statt Nachbars Lumpi, der immer ungenehmigt ausm Hausflur zu Ihrer Wohnungstür reinwutscht, oder statt der paarungswilligen Tauben, die zur Zeit massiv Ihren Balkon zu benisten versuchen, ein lebensgroßer Wal Sie besuchte? Na dann rücken Sie mal schön die Möbel an die Wand und füllen ihr Wohnzimmer randvoll mit Meerwasser. Ach ja, und gastfreundlicherweise sollte es wenigstens so an die 30 Meter, besser doppelt so lang und breit sein (von wegen der Wendemöglichkeit) und seeehr hoch… am besten nach oben offen.

Haben Sie nicht? Tja, schade. Ich auch nicht – eine aktuelle Vermessung ergab nur sechs mal vier mal knapp drei Meter, zwar mit direktem Kontakt zum Himmel, aber kein Schiebedach. Ha, aber es geht trotzdem! Die WDCS machts möglich! Was die Whale and Dolphin Conservation Society ist. Die zaubert Ihnen und uns aus akutem Anlass das größte interaktive Web-Banner ever auf den Bildschirm, einen Blauwal in voller Lebensgröße nämlich, den voluminösesten Verwandten aus der weitläufigen Familie unseres Moby-Dick und das größte Wesen überhaupt auf unserem Globus.

Dass er da – Zentimeter für Zentimeter – auch drauf passt, haben in Walschützers Auftrag und zur eigenen Imagepflege die “Jung(s) von Matt” so hingefrickelt. Wir schreiben es trotzdem an unsere internetzliche Klotür, schon deshalb, weil wir beim Schließen dieses Fensters zu den Weiten des Ozeans nicht wissen, ob wir grad zum letzten Mal Wal in Lebensgröße gesehen haben werden. Verkündigen jedenfalls die WDCSler. Und wenn die nicht wissen, was sie da sagen, wer dann?

Wer was gegen diese trüben Aussichten hat, kann übrigens mit dagegen anklicken – rechts auf großes Auge von Wal und dann vor Close den Link im aufspringenden Text. Wer gern engere Bande knüpft, kann gar Patenonkel oder -tante werden für einen Moby-Dick.

Und jetzt: Schau mir in die Augen, Großer!

*

Nachtrag 5. April 2007:

Springt mir doch heute Morgen am Dienstwege die Ampel auf Rot – und an derselbigen ein großflächiges lukullisches Angebot von mehr als zweifelhaftem Geschmack ins Auge:

Hä? – stutz und denk ich vor mich hin –, die japanische Walfang-Mafia? Und war spontan mit mir im Reinen, dass ich – ungelogen – Moby-Dick zwischen zwei Buchdeckeln jederzeit dem in einer Fladenbrotecke vorziehe. Genauso wie die Piece-für-Piece-für-Pixel-Darstellung des Riesenviehs auf meinem Monitor der fachmännisch zerteilten Beute eines Walfängers – aber sowas von.

Ach ja, sollte jemand gerade zum Wal-Fastfood-Fresser mutieren wollen und der auf dem Plakat beworbenen Adresse hinterhersurfen: Ätsch. Nix Wal-Burger; Walschützer! Gar nicht so doof, die Profis und ihre Kampagne. Cooles Ding. Aber der Countdown läuft – für oder gegen Moby und Familie!

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Pottwal verirrte sich in eine japanische Bucht +++ Drama bei Rettungsaktion

17. März 2007

Update zu Reste in Pieces:

Am mitreißendsten sagt es wie immer die Bild-Zeitung, sogar mit Reuters-Video:

Fischer stirbt bei Wal-Angriff

Der Wal wendet sichDramatische Bilder aus Japan: Fischer versuchen einen Wal zu retten, der sich in die Bucht von Ouchi verirrt hat. Sie schlagen Metallstangen aufeinander, machen Krach, umkreisen das Tier mit ihren kleinen Booten, um es zurück ins Meer zu treiben.

PLÖTZLICH GREIFT DER POTTWAL AN!

Mit der Schwanzflosse schlägt das zehn Meter lange Tier nach einem der Boote. Zwei Männer stürzen ins Wasser. Ein dritter kann sich an Bord halten.

Dann stößt der Wal mit dem Kopf nach, wirft das Boot um. Auch der dritte Mann fällt ins Wasser.

Die anderen Fischer sind bereits auf Abstand gegangen. Als der Wal sich beruhigt, wollen sie ihre Männer retten. Doch den Fischer Noriyuki Yamamoto (58) entdecken sie erst zwei Stunden später. Er ist bewusstlos und stirbt kurz darauf im Krankenhaus.

PS: Der Wal hat drei Stunden nach seiner Attacke einen Weg aus der seichten Bucht gefunden.

Und nur einer allein ist entronnen, dass er’s uns ansagte. So katastrophal der Fall ist, ein Wunder ist er nicht – so wie die Japaner sonst mit den Walen umspringen.

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Reste in Pieces

16. Februar 2007

Update zu Wal-Nichtfang:

Whale Ice CreamUm in den nachvollziehbaren dramaturgischen Kategorien populärer Weblogs zu bleiben: Haie sind böse, Wale sind gut.

6 Minuten 46, die stellenweise kein schöner Anblick sind. Dabei machen die ekligen Haie auch nichts anderes als die Japaner, welch letztere ganz gerne mal aus wissenschaftlichen Gründen ein Becherchen Waleis zu sich nehmen. Aber das meiste von dem erklärten Luxusfutter geht ja sowieso vor die Hunde, und Hai gibt’s schließlich auch.

Danke an die Althippies von der Riesenmaschine.

Edit 20. August 2007: Der Youtube-Film wurde inzwischen removed due to terms of violation. Sehen Sie, was ich meine?

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Wal-Nichtfang

8. Februar 2007

Cetacea berichtet selten, aber gut:

Zur SuppeNiemand weiß, wie oft er in der Gammelfleischverklappung seines Vertrauens schon den “knackigen Salat mit French Dressing und Tunfisch” bestellt und Wal, Delfin, Meeresschildkröte und/oder Seevogel bekommen hat. Keiner ist es gewesen, keiner hat es gewollt, und wer ist wieder schuld? Die Eltern, die anderen, der eisige Westwind (okay, das war jetzt geklaut).

Der WWF tut was gegen Beifang, und Sie dürfen mitmachen.

Also stracks bis 31. Juli 2007 einen einsatzfähigen Prototypen für ein Gerät zum Hochseefischen bauen, in dem sich weniger schützenswerte Schöpfung verfängt als in den herkömmlichen Schleppnetzen, und Preise bis 38.000 Euro absahnen. Nicht immer nur Moby-Dick lesen.

Laut Cetacea werden mehr als ein Viertel aller Fänge wieder über Bord geworfen, was sich auf über 20 Millionen Tonnen pro Jahr beläuft. Und damit ist nun wirklich weder den Walen und anderen Sympathieträgern noch dem knackigen Salat gedient. Also – bitte.

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Vor Whale Watching Worldwide wird gewarnt

17. Januar 2007

Frederique van der WalSo unterhaltsam es ist, in einer der letzten Kneipen ohne Rauchverbot von Berlin-Mitte oder Schwabing tut’s auch seinen Laptop mit WLAN aufzuschlagen, einen auf Digitale Bohème zu machen, Bücher über Phallussymbole zu lesen und einer studentischen Serviertochter auf den Hintern zu schielen, sollte man gerade in Eigenschaft als Walreisender nicht alles ansurfen, was es einem ins Google spült.

Sooft ich Whale Watching Worldwide mit der Domain www.walreise.de erwische, geht mir der Computer stiften. Kein laufendes Programm ist mehr ansprechbar, geschlossene sowieso nicht aufrufbar. Freeze auf alles außer dem Cursor. Das legt sich frühestens nach zwei, gar drei Kaltstarts. Vielleicht liegt es an dem hübschen Schnipsel Walgesang, den die Site an ihren Anfang gesetzt hat, vielleicht an einem Virus, den sie jedes Mal installiert oder wenigstens zu installieren versucht. Vom DAU bis zum IT-Crack hab ich nicht den halben Weg zurückgelegt, aber etwas sagt mir, dass sich davon etwas in der Registry festbeißt.

Diese Warnung ergeht, ohne Whale Watching Worldwide irgend eine böse Absicht zu unterstellen; ich berichte nur meine Erfahrung. Da ich mich jedoch hüten werde, die Site erneut aufzurufen, um mit den Verantwortlichen in Kontakt zu treten, dürfen dieselben jederzeit Einspruch erheben und Disclaimer ausrufen. Dieser Eintrag löscht sich dann umgehend wie von selbst. Ferner höre ich auf Rückmeldungen aus Erfahrung, nicht aber auf den Vorwurf, ich hätte ja nix gesagt.

Frederique van der Wal nochmalKann ja böse enden, sowas: Ende von Laptop – Ende von Digitaler Bohème. Nemesis des Online-Zeitalters, spamgefülltes Postfach, Terminverzug für Aufträge, Abbruch von Projekten, Abrutschen in Arbeitslosigkeit, abhängendes Prekariat, geschlossenes rechtsradikales Weltbild, moralische und ästhetische Inkompetenz, soziale Ächtung, Armut, Bresthaftigkeit, Gosse.

Das ganze Programm, nur weil man sich nicht verkneifen konnte, www.walreise.de anzuklicken? Muss ja alles nicht sein. Sollte man gar nicht erst verlinken.

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Andrew G.: Here’s one for Moby Dick

10. Januar 2007

Die Qualität Melvillescher Prosa äußert sich nicht für jeden anhand der gleichen Vorzüge. Andrew G. zum Beispiel lernt Joseph Conrad und Robert M. Pirsig schätzen.

“Moby Dick” has been hyped far beyond its worth because it was the first American novel with philosophic pretentions. You could read the first ninety pages, then skip to the last ten and miss nothing but a binful of symbols. It’s gauche, jejune, primitive, a graphic novel without illustrations–one of the few American novels improved as a Classics comic book. Joseph Conrad covers the same material better, and Persig better than either of them. This is a wearying tome that no one would read if it weren’t assigned reading. It will teach you… nothing.

© Conrad First

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End of the Struggle, Ende von Wal

20. Dezember 2006

Wenn man heute von kämpfenden Walen hört, haben sie meistens verloren. Der Eden-Wal (Bryde’s whale) von Kota Kinabalu (Borneo) ist nun auch in die ewigen Fischgründe eingegangen, und keiner hat’s gewollt.

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Große, fette Wale zu Oldenburg

8. Dezember 2006

Der Pottfisch, so Jonam verschlungen Die Landesbibliothek Oldenburg präsentiert noch bis zum 27. Januar 2007 eine Ausstellung über die Geschichte des Walfangs in Drucken des 15. bis 21. Jahrhunderts.

Ich würde ja zügellos gerne sogar bis in die bedeutende Walfangstadt Oldenburg fahren, schon allein um mal einen Walfangdruck aus dem 21. Jahrhundert zu sehen oder gar Arbeitslieder der Tiefwassermatrosen auf frachttragenden Großseglern des 18. und 19. Jahrhunderts a capella zu hören; ich finde sowas ja schnulli. Aber mach was gegen landrattige Sachzwänge.

Der Eintritt ist frei.

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Wale sprengen

23. September 2006

Was aus der Pequod geworden ist, weiß man. Was aus Moby-Dick geworden ist, schon weniger. Seine nachgeborenen Kumpels an der amerikanischen Ostküste haben, wie der Spiegel verlautet, nicht mal postmarin ihre Ruhe.

Moby tot