Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Charles Warren Stoddard zum Gruß

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MitteRobert Louis Stevenson – der mit der Schatzinsel – kannte und schätzte Melville. Über seinen offiziellen Erstling Typee ist von Stevenson überliefert:

“Es gibt nur zwei Schriftsteller, welche die Südsee genial geschildert haben, und das sind zwei Amerikaner: Herman Melville und Charles Warren Stoddard.”

Stoddard?

Einer von den Unterschätzten, auch im eigenen Land, und schon gar nicht ins Deutsche übersetzt. Für uns Heutige wahrscheinlich zu christlich geprägt, aber schon früher bekennend katholisch.

Das meiste, was über ihn greifbar ist, stammt aus Wikipedia, die sich ihrerseits bei der Catholic Encyclopedia bedient und auf die sich praktisch alle anderen Fundstellen beziehen: *7. August 1843 in Rochester, New York – +23. April 1909 in Monterey, California.

Immer wieder wird Stoddard mit den Vokabeln beschrieben, die er auch selbst für seine Mitmenschen in Kalifornien, der Südsee und auf seinen sonstigen Reisen findet: light, sweet, wild, fresh, imaginative, impressionable. Er muss ein umgänglicher Mensch mit reichhaltigem Seelenleben gewesen sein. Ein praktizierender Christ, der nicht durch penetrantes Herumfrömmeln stört, sondern der seine als bereichernd empfundene Religion in ansteckender Weise zum Anlass nimmt, Gutes zu tun, um ein guter Mensch zu sein – ein Reisender auch, dem ein Ort auf der Welt nie genug war, und der sich immer darüber mitteilen wollte. Von fragiler Gesundheit, aber eine große Seele.

Die Südsee hat Stoddard etwa 20 Jahre nach Melville bereist, in Ägypten mit Heiligem Land war er vor ihm. Melville und Stoddard schrieben mit unterschiedlicher Motivation und bedienten unterschiedliche Leserbedürfnisse. Das Interesse daran, mit wie viel Recht Stevenson beider Südseebeschreibungen in einem Atemzug nennen konnte, fordert zu neuer vergleichender Forschung auf.

Um Stoddard der Erinnerung des deutschsprachigen Publikums erhalten zu helfen, plane ich seinen Wikipedia-Artikel zu übersetzen. Wenn er fertig ist, erfahren Sie via Blog-Eintrag davon.

Als Vorschuss Stoddards Gesamtwerk chronologisch:

Poems by Charles Warren Stoddard, nach 1857
South-Sea Idyls, ab 1864;
Lazy Letters from Low Latitudes;
The Island of Tranquil Delights: A South Sea Idyl and Others;
The Lepers of Molokai, ca. 1866;
A Troubled Heart and How it was Comforted, nach 1867. “Here you have my inner life all laid bare.” Die Geschichte von Stoddards Bekehrung zum Katholizismus.
Summer Cruising in the south Seas, 1874;
Marshallah, a Flight into Egypt, 1885;
A Trip to Hawaii, 1885;
Exits and Entrances: A Book of Essays and Sketches, nach 1889, lieferbar bei University Press of the Pacific. Erinnerungen an Stoddards Busenfreund Stevenson und andere literarische Bekanntschaften. Sein eigenes Lieblingsbuch.
For the Pleasure of His Company, nach 1889. “Here you have my confessions.” Stoddards einziger Roman.
In the Footprints of the Padres, 1892; lieferbar bei University Press of the Pacific und Paperbackshop.Co.UK Ltd – Echo Library;
Hawaiian Life, 1894;
Saint Anthony, the Wonder-Worker of Padua, 1896;
A Cruise under the Crescent, 1898;
Over the Rocky Mountains to Alaska, 1899;
Father Damien, a Sketch, 1903;
With Staff and Scrip, 1904;
Hither and Yon; The Confessions of a Reformed Poet, 1907;
The Dream Lady, 1907;
A Bit of Old China, ohne Jahr.

Wie man auf sowas kommt? – Man liest das Schöpfungsmärchen zu Moby-Dick: Jean Giono: Melville zum Gruß.

Written by Wolf

6. November 2006 at 5:44 pm

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