Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Wal-Nichtfang

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Cetacea berichtet selten, aber gut:

Zur SuppeNiemand weiß, wie oft er in der Gammelfleischverklappung seines Vertrauens schon den “knackigen Salat mit French Dressing und Tunfisch” bestellt und Wal, Delfin, Meeresschildkröte und/oder Seevogel bekommen hat. Keiner ist es gewesen, keiner hat es gewollt, und wer ist wieder schuld? Die Eltern, die anderen, der eisige Westwind (okay, das war jetzt geklaut).

Der WWF tut was gegen Beifang, und Sie dürfen mitmachen.

Also stracks bis 31. Juli 2007 einen einsatzfähigen Prototypen für ein Gerät zum Hochseefischen bauen, in dem sich weniger schützenswerte Schöpfung verfängt als in den herkömmlichen Schleppnetzen, und Preise bis 38.000 Euro absahnen. Nicht immer nur Moby-Dick lesen.

Laut Cetacea werden mehr als ein Viertel aller Fänge wieder über Bord geworfen, was sich auf über 20 Millionen Tonnen pro Jahr beläuft. Und damit ist nun wirklich weder den Walen und anderen Sympathieträgern noch dem knackigen Salat gedient. Also – bitte.

Written by Wolf

8. February 2007 at 2:47 am

Posted in Meeresgrund

6 Responses

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  1. Das ist richtig! Sehr viele Delfine verfangen sich in den Schleppnetzen und kommen dort um oder werden bestialisch geschlachtet! Manchmal steht extra auf Thunfischdosen: “Delfinfreundlich”. Dies darf man aber nicht glauben. (Weblog)

    cybermaus

    8. February 2007 at 8:51 am

  2. Ich habe gestern Champignon- statt Thunfischpizza genommen. Zählt das auch? Im Basteln war ich schon immer schlecht.
    20 Millionen Tonnen. Das ist ja schon pervers. Hat eigentlich irgend jemand diesen Kinofilm über die Nahrungsherstellungsindustrie gesehen? Ich habe nur den Trailer gesehen, in dem gezeigt wurde, wie Küken von einer Saugemaschine angesogen und aufs Fließband geschmissen wurden. :(

    fernseherin

    8. February 2007 at 4:57 pm

  3. Irgendwann nimmt jeder seine vegetarische Phase, weil er im Fernsehen was über Tiertransporte gesehen hat. Ich selbst warte noch darauf, was aber mehr mit Verdrängung als mit Vernunft zu tun hat, vor allem angesichts meines Wohnortes in Spuckweite vom Schlachthof. Fische sind im Nachteil, weil sie einen nicht so süß anblinzeln können wie ein Ferkelchen; die glotzen einen erst an, wenn sie gekocht zwischen ein paar zerfallenen Salzkartoffeln liegen. Seit selbst der Wirsing und seine grünen Brüder angeblich mit einem Gefühlsleben inkommodiert sind, bleibt einem nicht viel mehr als der Hungerfreitod.

    Wolf

    9. February 2007 at 3:12 am

  4. Hmm, “selten aber gut”. Die Ehre muss ich gleich mal weiterreichen, denn bei diesem Text handelt es sich um eine Presseinformation des WWF. Mein Anteil daran ist gering. Ich würde natürlich gerne mehr und gut berichten, aber das ganze Projekt läuft auf dem Zahnfleisch, zwischen den Pflichten und Nöten des Lebens und Erwerbslebens.
    Die Ausstossquantität von Cetacea.de habe ich aber gleich mal mit einem kleinen Link um den Zähler eins erhöht. Bis zur nächsten digitalen Kreuzung, Jan

    cetacea.de

    9. February 2007 at 11:18 am

  5. Bei mir war es schon als Kind so, dass ich andere mit der Einsicht, dass man da ja an Körperteilen fremder Leute rumknabbert, erheitert habe. Ist vielleicht eine Neurose.

    Wahrscheinlich werde ich kurz vor meinem Tod noch mal Kampfveganerin mit merkelschem Charme. ;)

    fernseherin

    9. February 2007 at 1:21 pm

  6. Ich glaube schon, dass es als “König Kunde” möglich ist, Einfluss zu nehmen. Mir geht es gut, ich habe einen Job. Aber seitdem ich diesen habe, kaufe ich schon Freilandeier, esse Forelle statt Nordseefisch und decke mich, wenn ich unbedingt möchte, beim Biobauern mit Speck ein. Für andere Sachen gibt man ja schließlich auch Geld aus – warum nicht für hochwertiges Essen? Wenn die Meere überfischt sind, hat niemand mehr etwas davon, die Hochseeindustrie auch nicht. (Delfine im US-Militär: Schätzing)

    cybermaus

    9. February 2007 at 1:42 pm


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