Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Neu in Deutschland: Charles Warren Stoddard (1843–1909)

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Update zu Charles Warren Stoddard zum Gruß:

Saint Anthony, the Wonder-Worker of PaduaDie Bücher von Charles Warren Stoddard wurden nie ins Deutsche übersetzt. Aber wie angekündigt, sind sie ab sofort nachvollziehbar. Sein englischer Wikipedia-Artikel ist erweitert, sein deutscher neu angelegt.

Die Melville-Relevanz aus letzterem:

Spekulationen vor allem von Seiten der amerikanischen Gay-Bewegung über eine mögliche Homosexualität Stoddards beziehen sich auf Passagen seiner Schriften, in denen er die Neigung der Südseeinsulaner zu gleichgeschlechtlichen Bindungen preist, sowie auf seine Vorliebe für Freundschaften mit homosexuellen Männern. Ende 1866 schickte er die Neuauflage seiner Gedichte an Herman Melville mit der Anmerkung, in Hawaii auf keine Spuren von Melville gestoßen zu sein. Stoddards Anschreiben mag Melville keinen speziell homosexuellen Unterton entnommen haben, jedenfalls enthält der Entwurf seiner Antwort, der erhalten ist, keine entsprechenden Bezüge.

Die Figur des Kory-Kory aus Melvilles Typee inspirierte Stoddard zu einer Erzählung, in der er jene Art von Freundschaft feierte, die auch Melville mehr als einmal behandelte. Mit Walt Whitman, dessen Faszination für die erotische Ausstahlung des männlichen Körpers sich aus seinen Gedichten erschließen läßt, stand er in lebhafter Korrespondenz.

Was uns abermals auf die Frage bringt, ob Melville schwul war oder nicht.

Written by Wolf

5. March 2007 at 12:54 am

Posted in Rabe Wolf

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