Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

(… und hört schon auf, mich dauernd Ismael zu nennen)

with 6 comments

Update zu Nennt mich nochmal Ismael:

My name is Arthur Gordon Pym.

Eddie the Divine Poe: Arthur Gordon Pym, 1838

Let me call myself, for the present, William Wilson.

Derselbe: William Wilson, 1839

Call me Ishmael.

Herman Melville: Moby-Dick, 1851

Mit dem ersten Satz wird der Stein ins Rollen gebracht. Der erste Satz ist Versprechen, Duftmarke, Rätsel, Schlaglicht – kurz: der Brühwürfel, mit dem die ganze folgende Suppe gekocht wird.

Thomas Brussig zum Wettbewerb Der schönste erste Satz, 2007

Wisconsin Library 1956Der erste Satz ist wichtig. In der Liebe wie auch in der Literatur. Ein guter erster Satz entscheidet oftmals schon darüber, ob wir uns in einen Menschen oder in ein Buch verlieben, ob wir berührt werden und uns voller Neugier auf das Versprechen einer guten Geschichte einlassen.

Die Initiative Deutsche Sprache und die Stiftung Lesen zu ihrem Wettbewerb Der schönste erste Satz

Mir ist ja vor Jahrzehnten mal aufgefallen, dass der alte “Call me Ishmael” gleich zwei Vorläufer bei Poe hat: “Let me call myself, for the present, William Wilson” und “My name is Arthur Gordon Pym”. Das scheint vor lauter Schlichtheit doch eine wahre Eintrittskarte zum Club der Klassiker zu sein…

Der Wolf diskutiert bei Nicole Rensmann

Wie froh bin ich, dass ich weg bin!

Der junge Goethe: Die Leiden des jungen Werther(s)

Ich bin dann mal weg.

Hans-Peter Kerkeling: Ich bin dann mal weg

Ich heiße Lisa. Ich bin ein Mädchen. Das hört man auch am Namen.

Astrid Lindgren: Wir Kinder aus Bullerbü, 1954

Das schönste erste Banner

Written by Wolf

26. May 2007 at 12:01 am

Posted in Reeperbahn

6 Responses

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  1. “Das ist das Ende.”
    [Rocko Schamoni – Sternstunden der Bedeutungslosigkeit]

    rebella jane doe

    26. May 2007 at 12:53 am

  2. Ou, der is gut.

    Ein Buch der letzten Sätze gab’s auch mal.

    Wolf

    26. May 2007 at 2:43 pm

  3. oder den letzten..
    es ist seltsam wie oft manche sachen immer wieder zitiert werden, aber wahre schätze verborgen bleiben.

    Um auf genannten Werther zu verweisen zB: Was ich weiß kann jeder wissen, doch mein Herz habe ich allein.

    Sanja

    30. May 2007 at 1:51 pm

  4. “Und auch so, was soll’s.”

    Haltstopp, das war der Albert

    Wolf

    30. May 2007 at 8:39 pm

  5. “Ein Leben beginnt gewöhnlich mit der Geburt – meins nicht.”
    (Walter Moers – Die dreizehneinhalb Leben des Käpt’n Blaubär)

    Ich bin ausesprochener Moers- und Blaubärenfan.

    phrixuscoyote

    31. May 2007 at 12:45 am

  6. Dann sollte dir Moby Duck, die weiße Riesenente, zusagen :o)

    Beworben am 12. September in diesen feuchten Hallen:
    https://ismaels.wordpress.com/2006/09/12/in-diesem-sinne
    und es zahlt einem wieder kein Mensch .ò)

    Wolf

    31. May 2007 at 5:55 pm


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