Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Schwören wir auf Moby-Dick!

with one comment

Elke macht das nötige Update zu The secret’s in the sauce:

“Hardcover, Rotschnitt, die Ausgabe wird nicht ersichtlich.”
Wolf, 11. Juni 2007

Elke HegewaldEine Frage bleibt ja offen in diesem ganzen Grüne-Tomaten-Salat: Auf welche „Bibel“ hat der gute Reverend Scroggins denn nun geschworen?

Wo ich doch so ein neugieriges Mädchen bin und Mr. J. Larry Voyer sich die dankenswerte Mühe gemacht hat, uns eine ansehnliche Graphical Bibliography of published editions, in English, prior to 1970 of Moby Dick by Herman Melville zur Verfügung zu stellen – kramen wir doch einfach mal.

Also, ich finde ja, dass die Ausgaben von Harper & Brothers von 1855 und 1950, vielleicht sogar die von 1851, gut als Bibel durchgehen könnten. Oder wie wärs mit der 1930er von Oxford University Press? Schick sind ja fraglos noch die drei Bände vom Chicagoer Lakeside Press, 1930, illustriert von Rockwell Kent. Oder die die 1926er von Carleton House, New York, aber die wäre wohl zu auffällig gewesen, wie einige andere Schnuckelchen auch.

Hm, so als religionsferner Mensch würde mich ja noch interessieren: Wie ist das eigentlich dann mit dem Eid auf die falsche Bibel? So ähnlich wie bei Kindern, die mit gekreuzten Fingern hinterm Rücken lügen? Ich würde ja jederzeit auf Moby-Dick schwören, so als lesende Waljägerin jetzt…

Und immerhin hat seine literarisch-filmische Schwanzflosse sogar schon mal reale kirchliche Belange aufgemischt. Seamen’s Bethel in New Bedford sieht schließlich erst seit 1961 aus wie Father Mapples Gottesort, nachdem ungezählte enttäuschte Touristen dort unmutig nach einer Kanzel wie ein Schiffsbug geröhrt hatten.

Father Mapples Walfängerkirche

Written by Wolf

16. June 2007 at 2:16 pm

Posted in Krähe Elke

One Response

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  1. Luzider Beitrag, klasse Link. Die Ausgabe von Hochwürden Scruggins find ich trotzdem nicht in der Liste.

    Auf meinem gloriosen Screenshot vom 11. (im Eintrag mit der rechten Maustaste drauf und “Grafik anzeigen” lassen, dann wird sie größer – alter Indianertrick) sieht man: Das Ding hat eine eher unauffällige Umschlagprägung. Am nächsten in der Voyer-Liste kommt dem noch das 1928er Stück von Allyn and Bacon Publishers, gleich zuoberst, aber eben nicht ganz.

    Dafür spräche, dass “Grüne Tomaten” in diesen Rückblenden in den 1920 und 1930 er Jahren spielt. Das Filmrequisit, mit ISBN dingfest zu machen oder nicht, wäre also belegbar gut erfunden.

    Nun sagt Voyer nicht, dass er sämtliche Auflagen seiner Ausgaben (ist sich Unterschied) berücksichtigt hat – und schon gar nicht sagt Jon Avnet, dass er nicht von irgendeiner Ausgabe einfach den Schutzumschlag runtergezupft hat…

    Wolf

    16. June 2007 at 2:33 pm


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