Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Only that day dawns to which we are awake

with one comment

Stephan war vor Ort:

Warum müssen wir uns wahnsinnig beeilen, Erfolge zu erringen, und wozu stürzen wir uns in solch verzweifelte Unternehmungen? Wenn jemand mit seinen Gefährten nicht Schritt hält, so tut er es vielleicht deshalb nicht, weil er einen andern Trommler hört.

Henry David Thoreau

Stephan De MariaIch war am Walden-Pond, wo auch Thoreaus Hütte als Gedenkstätte steht. Der Ort, die Hütte selbst sind nicht tief beeindruckend für nordamerikanische Verhältnisse. Walden ist ein kleiner, unscheinbarer See im Wald, der Wald selbst – zumindest mittlerweile – ist ähnlich deutschen: mit Wegen durchzogen, forstlich gepflegt, also eher langweilig.

Aber als ich mich hingesetzt habe, das Buch in der Hand, mal ne Seite lesend, mal die Landschaft betrachtend, da wurde der Ort anders. Die Luft wurde kälter, die Zivilisation rückte ab. Das Bild des Schriftstellers, Holz bereitend für den nahenden Winter, freiwillig abgerückt von der lauten, hektischen Welt, das wurde sehr lebendig. Ein Aussteiger in einer Epoche, die sich gerade erst aufgemacht hat, sich neu zu erfinden.

Ist denn Ishmael nicht auch ein “Aussteiger”?

Site Thoreau Cabin Loc.

Bild: Library of Congress; Lizenz: Public Domain.

Written by Wolf

8. July 2007 at 12:54 pm

Posted in Rabe Stephan

One Response

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  1. […] zu Only that day dawns to which we are awake und der Weihnachtspredigt in Simplify!: Zum eigenen Landstrich verhalten wir uns meist noch wie der […]


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