Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Die Katze, die sich nicht nass machen will, fängt keinen Fisch

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Unter all den Charakterköpfen in Moby-Dick hat man immer schmerzlich eine Katze vermisst. So ein Bordkater trägt wesentlich zum philosophischen Gehalt eines Romans bei. Wie charaktergeladen und fischaffin Katzen auch sind, kann man sie eben doch nicht bedenkenlos zu Wasser lassen.

Anschaulich wurde dies einmal mehr am 3. September 1949, als unter der Regie von William Hanna und Joseph Barbera Tom Jerry unter Wasser jagte: The Cat and The Mermouse (7:49 Minuten).

Die Phase mit Hanna & Barbera an der Regie, das ist: 1940 bis 1958, war die Zeit, als MGM eine ernsthafte Konkurrenz für Disney waren und ihnen sogar den einen oder anderen Oscar für Animated Short Film wegschnappten. So geschehen für The Cat Concerto (7:49 Minuten) vom 26. April 1947. Die Musik (Ungarische Rhapsodie Nr. 2 von Franz Liszt) wurde von der Kapazität Scott Bradley eingespielt, Toms gezeichneter Fingersatz sitzt synchron auf dem Sound.

Manche der zeitlos allerbesten Episoden Tom & Jerry überschreiten die Grenze der Jugendfreiheit: Kurzkrimis wie Kitty Foiled (1. Juni 1948, 7:20 Minuten) oder Heavenly Puss (9. Juli 1949, 7:48 Minuten) krawallen mit einem Suspense herum, der in späteren Jahren nicht für sieben Minuten, sondern ungefähr drei Staffeln reichen musste.

[Edit 16. Oktober 2008:] Engagierte Wächter des Copyrights vom MGM werden nicht müde, die einmal verlinkten Filme aus Youtube zu löschen, sowenig engagierte Wächter der Populärkultur müde werden, sie wieder unter anderer Adresse raufzuladen; nachvollziehbar sind beide Seiten, ärgerlich bleibt der Umstand trotzdem. Für Ihre Bedürfnisse — einfach Filme gucken — ist deshalb am praktikabelsten, dass ab sofort nicht die Filme selbst, sondern nur die Suchanfragen bei Youtube verlinkt werden. Orientieren Sie sich für die beste Version an den vermerkten Laufzeiten.[/Edit] Vom Rippen rate ich selbstverständlich ab, aber Großstellen ist legal.

MGM Tom & Jerry
Jerry’s Diary, 22. Oktober 1949: die erste Episode, die mit Flashbacks arbeitet.

Bild: MGM via Tom and Jerry Online; Lizenz: Creative Commons.

Written by Wolf

28. July 2007 at 12:01 am

Posted in Mundschenk Wolf

One Response

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  1. Jetzt neu: Die Filme sind nicht mehr direktverlinkt, nur noch die Suche danach. Jetzt müssen Sie zweimal klicken, aber so findet man noch am besten dahin, wo man wollte.

    Bonus-Track: That’s My Mommy (1955) (6:06 Minuten) (der mit Tom als Entenrabenmutter)! — http://en.wikipedia.org/wiki/That%27s_My_Mommy

    Wolf

    16. October 2008 at 2:24 am


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