Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Ein Job für Andy Superkaufman

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Update zu A Chevrolet Is Not A Disney:

Do we really have to watch Mighty Mouse and the Pirates from 1945 to know the plot? Heck, it’s a superhero cartoon… For the first time, it features Oil Can Harry in a Mighty Mouse cartoon, as a crossover appearance from other series, who was nine years older than Mighty Mouse and would stay his counterpart until When Mousehood Was in Flower, 1953. And for the first time in Mighty Mouse, the dialogue is opera style (rather sung than spoken). Enjoy this, if you can.

So. Nachdem wir alle da lebendig wieder raus sind, haben wir endlich eine Ausrede zu gucken, was Andy Kaufman so treibt.

Dass er außer bei ein paar Verschwörungstheoretikern nur mehr über sein Bio-Pic Der Mondmann bekannt ist (wenn man den irren Blick von Rainald Grebe nicht mitzählt), dass er die Leute in Fernsehsendungen ernsthaft gegeneinander aufbringen konnte, am besten noch die Interviewer gegen sich selbst, dass man als Zuschauer nie sicher sein konnte, in seinen Shows etwas zu erleben, für das man bezahlen mochte, ja nicht einmal, ob er aus künstlerischen Gründen überhaupt erscheinen sollte, auch wenn seine Elvis-Parodie richtig gut war, dass immer am spannendsten war, ob er heute wieder eine Neurose oder eine Psychose eigentherapieren wollte, dass er am Ende wirklich so ein Arschloch war, wie er immer tat — alles Binsen. Hauptsache, er hat mal Mighty Mouse… was eigentlich? parodiert? aufgelegt? zu Sinn verholfen?

Das Zuschauen, obwohl eingeladen und sozial gerechtfertigt, hat etwas unbequem Voyeuristisches: Der Mann spinnt ja womöglich in echt.


Poster Man on the Moon, 1999

Films: Mighty Mouse and the Pirates, 1945,
When Mousehood Was in Flower, 1953,
Andy Kaufman Elvis Impersonation, Johnny Cash Show 1979,
and Andy Kaufman Performs Mighty Mouse Theme;
Image: Man on the Moon, 1999: Fair Use.

Written by Wolf

12. February 2008 at 4:01 am

Posted in Moses Wolf

3 Responses

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  1. Bin jetzt endlich dazu gekommen, mir die diversen Filmchen in ganzer Länge & mit Ton anzusehen, bzw. anzuhören. Ich gestehe, ich gehöre auch zu denen, die von Kaufman bisher nur im Zusammenhang mit “Der Mondmann” gehört haben. Aber wenn ich mir seine “Mighty-Mouse”-Darbietung ansehe, dann erinnert mich das sehr an einen Drittklässler, der eine Rolle in der Schulaufführung hat. Was er mit seinen Händen macht ist erschreckend. Entweder ein brillanter Schauspieler – oder ein ganz armes Würstchen. Interessanter Artikel in jedem Fall!

    Jessebird

    13. February 2008 at 9:33 am

  2. Was er mit seinen Händen macht? Dieses Fingerklimpern? Hab ich für einen Teil der Show gehalten. Die Kunstform des Happenings hat mir ja immer schwer imponiert, weil da der Künstler selbst am meisten drinhängt. Falls das, was Kaufman da treibt, ein Happening sein soll, geht die Show erst nach seinen Auftritten los…

    Wolf

    16. February 2008 at 4:47 pm

  3. Das Fingerklimpern sehe ich auch bei meinen Kleinen, wenn die sich sehr konzentrieren und wissen, daß sie beobachtet werden – deshalb die Assoziation mit der Schulaufführung…

    Jessebird

    17. February 2008 at 9:52 am


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