Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Hört ihr vielleicht mal auf, mich Ranickel zu heißen?

with 10 comments

Update zu (… und hört schon auf, mich dauernd Ismael zu nennen):

Also ich will ja nicht protzen…

*grübel*

Scheißhaufen übereinander. Natürlich will ich protzen. Und sofort einen Job als Buchhändler.

Reich-Ranicki
Wow! Marcel Reich-Ranicki wäre stolz auf Sie. Und im Gegensatz zum Literaturpapst kennen Sie sich selbst in den Niederungen der Trivial- und der Popliteratur aus. So belesen sind nur wenige Menschen
.

Nur 13 von 14 richtig, weil ich Konsalik für Simmel gehalten hab oder umgekehrt, aber für solche Bedürfnisse hat man ja heute die ganze Chick-Lit.

Probieren Sie auch mal und machen Sie mir in den Kommentaren als feinziselierte Beschimpfung klar (“Na aber sicher doch sollte jeder Mensch etwas haben, aus dem er ein bisschen Selbstbewusstsein beziehen kann” etc.), mit was für einem nerdigen Haufen Schadwissen der Herr Aushilfsdichter sich sein durchgeistigtes morbides “Leben” lang abschleppt, um sich die Diva raushängen zu lassen, da steh ich drauf.

Wenn mich jemand sucht, ich bin in den Niederungen der Trivial- und der Popliteratur.

Soundtrack: Reinhard Mey: Noch’n Lied, aus: !Ich kann, 2005;
Katie Melua: If You Were a Sailboat, aus: Pictures, 2007.

Written by Wolf

9. August 2008 at 12:01 am

Posted in Mundschenk Wolf

10 Responses

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  1. 10 von 14
    Gelegenheitstäter
    Ab und an greifen Sie zum Buch, was Sie von vielen Zeitgenosen wohltuend abhebt. Sie als sattelfest zu bezeichnen, wäre übertrieben, aber in einzelnen Genres kennen Sie sich aus.

    Unverschämtes Glück beim raten triffts eher.

    Aoife

    9. August 2008 at 1:19 pm

  2. Ab und zu greifen Sie zum Strickzeug, was Sie von vielen Digitalzicken wohltuend abhebt. 10 von 14 so runterzumachen, wäre übertrieben, aber mit PR kennen sie sich beim “Stern” aus .ò)

    Wolf

    9. August 2008 at 1:40 pm

  3. Na, bitte sehr, hast es ja so gewollt:

    Also: zum Buchhändler leider völlig überqualifiziert! Kein Schwein (mit Verlaub) will wissen, welcher Roman sich hinter dem Satz “Was ich zu berichten beabsichtige, ist mir vor reichlich einem halben Jahrhundert im Hause meiner Urgroßmutter, der alten Frau Senator Feddersen,…” verbirgt! Wichtiger zu wissen, welche Ausgabe die lokale Schule gerade liest! Reclam oder Hamburger Leseheft? Und welche Lektürehilfe ist die beste? Aber solch nutzloses Wissen – das man nur in STERN-Rätseln gebrauchen kann! – eignet man sich an, wenn man statt nachts zu schlafen lieber Bücher liest – und dann auch noch Romananfänge memoriert! Tststs!

    P.S.:
    7 von 14
    Gelegenheitstäter
    Ab und an greifen Sie zum Buch, was Sie von vielen Zeitgenosen wohltuend abhebt. Sie als sattelfest zu bezeichnen, wäre übertrieben, aber in einzelnen Genres kennen Sie sich aus.

    Und da ist ‘ne Menge geraten dabei. Aber wie schon einer der Lehrer auf der Deutschen Buchhändlerschule zu Frankfurt immer sagte: “Ein Buchhändler muss nicht alles wissen. Er muss nur alles nachschlagen können!”

    Jessebird

    9. August 2008 at 4:47 pm

  4. Den Ausdruck vom “nutzlosen” Wissen finde ich im Lauf der Zeit sowieso immer verharmlosender, es ist wirklich viel eher offensiv schädliches Wissen. Was Über- von Unterqualifikation unterscheidet, hab ich — wahrscheinlich genau deswegen — nie verstanden: Es ist Wissen auf dem falschen Gebiet, was steht da über oder unter dem anderen? Und es hält seinen Hüter von geregelter Arbeitszeit ab.

    Dass der “Was ich zu berichten beabsichtige”-Satz den “Schimmelreiter” einleitet, hab ich mir übrigens gemerkt, weil das Wort “Lesefrüchte” drin vorkommt; das verwende ich seitdem aktiv.

    Hust… Ja, genau das mein ich…

    So, das war jetzt aber noch ganz ohne persönliche Beleidigungen. Das könnt ihr doch bestimmt besser :o)

    Wolf

    9. August 2008 at 5:55 pm

  5. Ich hab’s versucht, ehrlich. Aber ich kann nicht wirklich jemanden dafür beleidigen, dass er Literatur liebt. Und dann auch noch fabelhaft mit dem Erlesenen umgeht. Und so tolle Sachen macht wie dieses Blog hier zum Beispiel. Nee, keine persönlichen Beleidigungen. Lieber ein Lob: weiter so!

    Jessebird

    9. August 2008 at 8:31 pm

  6. Das hätt ich vor dreißig Jahren so an meine Herren Eltern weitergeben sollen…

    Aber okay, weil ihr’s seid .ò)

    Wolf

    9. August 2008 at 9:05 pm

  7. 12 von 14! Und damit per STERNdlnder Definition immer noch vollends ranickelverdächtig:

    “Wow! Marcel Reich-Ranicki wäre stolz auf Sie. Und im Gegensatz zum Literaturpapst kennen Sie sich selbst in den Niederungen der Trivial- und der Popliteratur aus. So belesen sind nur wenige Menschen.”

    Ein gut Teil davon war auch geraten und erahnt, was einem aber wahrscheinlich weniger peinlich sein muss als die zwei Fehler (deswegen verrat ich sie auch nicht ;o) ). Noch dazu, wo ich bei denen nur zum Nachschlagen zu faul war, einer alten Buchhändlertugend, wie man aus berufenenem Munde erfährt. Hmpf, als wüsste mans nicht…

    Dabei wäre ich eine sowas von hingebungsvolle Buchhändlerin! Mit welchen laut selbichtem Munde fehlorientierten Ambitionen auch immer.

    Hach Jungs, was fühl ich mich wohl bei euch! Ob in den Niederungen des Trivialen oder sonstigen Abgründen. :o))

    hochhaushex

    10. August 2008 at 6:47 am

  8. 7 von 14

    Gelegenheitstäter also.
    Immerhin habe ich 6 der 7 richtigen Antworten auch wirklich gewusst. Im Raten bin ich selten gut.

    Und ist doch schön, wenn man (Sie, Herr Wolf) so viel weiß. Freuen, und nicht darüber grübeln!

    BillyBudd

    10. August 2008 at 9:13 am

  9. Im Anfängememorieren seid ihr ja alle ganz ordentlich, das mit dem Bashen nach Aufforderung müssen wir noch üben. Sollte ich vielleicht gar nicht so leichtfertig anregen — das können die Leute immer dann am besten, wenn sie nicht sollen.

    Wolf

    10. August 2008 at 11:25 am

  10. […] leave a comment » Update zu Frank Schirrmacher beschimpfen, und Kapitän Ahab dann auch gleich und Hört ihr vielleicht mal auf, mich Ranickel zu heißen?: […]


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