Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

I’ve Been Waiting For You

leave a comment »

Lena Andersson, Verlagsfoto BlumenbarNeu nebenan in der Bücherliste: Lena Andersson: Die letzten Tage von Duck City; schwedisches Original: Duck City bei Natur och Kultur, Stockholm 2006 (Vorstellung im schwedischen Fernsehen).

Laut Verlagsprogramm Herbst 2008 des Verlags Blumenbar, Seite 12, ist das seit 1. September 2008 erschienen, halleluja. Und dann sowas: Auf der Verlagssite kommt es nicht vor, nur auf einer stillgelegten Unterseite durch den Hintereingang, Amazon meldet es auf unbestimmte Zeit nicht lieferbar (und ins VLB kommen Sie und ich nicht rein).

Was uns das hier interessiert? Der Verlagstext, den man an praktisch allen Stellen zu dem Buch wiederfindet, sagt in unterschiedlicher Ausführlichkeit je nach vorgegebener Anschlagzahl:

Cover Lena Andersson, Die letzten Tage von Duck City, Blumenbar 2008Duck City ist das Symbol für Wohlstand und Freiheit. Doch die meisten Bewohner sind viel zu dick – ganz im Sinne von Dagobert, dem größten Nahrungsmittelproduzenten des Landes. Der Präsident ruft den Krieg gegen das Fett aus, genannt Operation Ahab II – die Jagd auf den großen weißen Wal. Bald gibt es nur noch zwei Bevölkerungsgruppen: Magersüchtige – und Fresssüchtige, die sich in illegalen Restaurants versammeln. Der Untergang von Duck City scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein. Nur ein Literaturkritiker bewahrt als Einziger einen kühlen Kopf. Aber was soll der schon ausrichten?

Donald und Daisy oder das Ende einer Supermacht: Duck City ist die moderne Version von Entenhausen. Die Colaplörre fließt in Strömen, selbst Schokolode wird frittiert, in fernen Wüsten herrscht Krieg. Donald liebt Daisy – die mit Dagobert fremdgeht, dem Herrscher über die Lebensmittelindustrie. Weil das Volk längst zu fett ist, startet der Präsident eine Kampagne mit Folgen …

Lena Andersson, geboren 1970, studierte in Stockholm Englisch, Politikwissenschaften und Deutsch, war zunächst als Sportjournalistin tätig und arbeitet heute als freie Schriftstellerin. Die letzten Tage von Duck City ist ihr dritter Roman.

Moby-Dick-Parallelen und Donaldismus. Und die Übersetzerin heißt Flora Fink — ein Name wie von Erika Fuchs für eine ornithoide Entenhausener Kulturvorsitzende mit Fönwelle und Zwicker erfunden — studiert aber bei mir um die Ecke Skandinavistik. Nordische Philologie — wollte ich auch mal.

So gesehen muss ich das schöne Stück gleich dreimal kaufen. Keine Ahnung, warum man mich nicht lässt. Ich überlege noch, ob sie mich noch als Lektor einstellen, wenn ich persönlich an der Blumenbar vorspreche, um als erstes eine implizite Beschwerde zu erheben, oder ob sie das bitte als aktives Interesse werten dürfen.

Soundtrack: Die andere Lena Andersson, die 1970 mit 15 als Sängerin entdeckt wurde, mit ABBA touren ging und ihnen SOS (1975) und ihr kommerziell erfolgreichstes Fernando (1976) schrieb: Jag har väntat på dej, nur als Single 1975.
Bilder: Verlagsfoto Lena Andersson und Cover Die letzten Tage von Duck City bei Blumenbar, München 2008.

Written by Wolf

4. October 2008 at 12:01 am

Posted in Reeperbahn

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: