Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Capturing Lafontainitis

with 2 comments

Unsere verdiente Gastautorin Constanze lässt nicht nur finden, sondern sogar suchen. Ihr Suchmich im November beinhaltet neben anderen Schätzen folgende Auszüge. Niemand konnte ernsthaft bezweifeln, dass Moby-Dick™ die klauen und dann noch kürzen muss:

Cohu

Donnerstag, 27. November 2008 um 14:44 Uhr

kapitän ahab liberalismus kapitalismus
Sorry, da muss ich passen. Vielleicht fällt den Experten was dazu ein. Ahab scheint jedenfalls nicht in erster Linie aus Gewinnerzielungsabsicht zu handeln. Außerdem geht er samt Anhängerschaft mit fliegenden Fahnen unter. Sehe da eher Parallelen zum Kommunismus.

Wolf hat am Montag, 1. Dezember 2008 um 02:35 Uhr gesagt…

Es hört grade auf, aktuell zu sein, aber Kapitän Ahabs politische Bezüge sind eher als gleiche Krankheit bei dem illiteraten Weltpräsi mit dem Pflanzennamen: Call Me Bushmael: George W. Contracts Ahab-itis, nochmal beim Cruel Animal belegt. Kapitalistisch kann ich das nicht finden, der Mann versemmelt anderer Leute Produktionsmittel ja mit aller Gewalt, und liberal schon gleich gar nicht. Fällt Zynismus eigentlich schon unter die politischen Ausrichtungen?

cohu hat am Montag, 1. Dezember 2008 um 10:12 Uhr gesagt…

Ah, sehr interessant, danke für die Expertise!
(wobei man einschränkend zum Ahab-Bush-Vergleich sagen muss, dass Bush nach eigenen Angaben jeden Tag 9 Stunden schläft. Da fehlt irgendwie vollständig das Ahabsche Sich-Quälen…gut, warum sich selbst quälen wenn man auch andere waterboarden kann)

mars hat am Mittwoch, 3. Dezember 2008 um 10:09 Uhr gesagt…

Ich denke die ganze Ahab-Geschichte ist vielleicht eine Parabel auf die Geschichte des revolutionären europäischen Kapitalismus (falls man davon sprechen kann. wenn nicht, dann einfach “europäischen Kapitalismus”).

Ahab, Sohn aus gutem Hause, entschließt sich, alle Grenzen zu durchbrechen und aufs Meer zu gehen. Eine aggressive Urkraft treibt ihn dazu, Tiere zu jagen. Viele Menschen sterben für ihn.

Europa, Tochter einer jahrhundertelangen protektionnistischen Adelsherrschaft (inkl. Louis XIV), beschließt, die Grenzen der nationalen Souveränität zu durchbrechen und die Regeln des internationalen Warenaustausches zu liberalisieren. Hierbei entspringt eine entfesselte Urkraft, die viele Menschen ins Unglück stürzt (viele sterben im Krieg für ihre Ideale).

Einziger Unterschied: in der zweiten Version ist der Ausgang bisher offen. Wer Europas Kameraden sind, und ob sie sterben werden, ist genauso offen wie die Frage, ob Europa selbst den freien Markt überlebt.

mars hat am Mittwoch, 3. Dezember 2008 um 14:42 Uhr gesagt…

freunde, das rätsel ist gelöst.

zitat reinhard mohr:

Aber so ist er, der Kapitalismus. Am Ende wird er auch noch den Oskar-Lafontaine-Komplex schlucken wie der weiße Wal den Käpt’n Ahab.”

Selbst wenn man ausnahmsweise nur so Mittelrecht hatte, möchte man vergehen vor Schönheit und Harmonie der Beweisführung.

Moby Dick Whale Meat for Pets, by kqedquest, 1. März 2007

Bild: “Moby Dick” Pet Food by kqedquest, 1. März 2007.

Written by Wolf

4. December 2008 at 4:37 am

Posted in Rabe Wolf

2 Responses

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    Sauerlanditis « Moby-Dick™

    28. November 2011 at 8:01 am


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