Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

And it will be the last thing I do.

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Update zu Walgesänge mit Begleitung
und Who pays the piper calls the tune:

Es war eine schöne Zeit: Das Erlanger Radio Downtown brachte Regionalcharts nicht als subventionierte Alibinische für Sonderlinge, sondern nahm Musiker aus Franken ernst, aber nicht so arg. Die besten klangen irgendwie irisch, man wollte schon an eine Wesensverwandtschaft zwischen Nürnbergern und Dublinern glauben (und haben Sie mal die Phonetik der Idiome verglichen…?). Bonny Glee, Fiddler’s Green, Marginal Prophets, Merlons of Nehemiah — oder Carson Sage and the Black Riders.

Es gibt Beweise dafür, die allerdings niemand kennt, dass Carson Sage and the Black Riders Deutschlands erste Fun-Punk-Band waren. Auch sonst sind Anfang bis Mitte der 1990er Jahre allerhand Fragen offen geblieben. Zum Beispiel, wer denn dieser Carson Sage ist. Darum hat sich die Band 2007 leicht modifiziert wieder zusammengetan, um sich quasi selbst zu covern: Es gibt jetzt What about Carson.

In dieser Form klingen sie weitgehend wie früher, was für alte Nürnberg-Fürth-Erlanger Independent-Haudegen sehr herzerwärmend klingt, auch wenn die Besetzung wegen der Unruhe der Lebensläufte gewechselt hat. Heute machen das Edda Russ (Gesang, Heimorgel), Dietrich Pfund (Gitarre, Schlagzeug) und Andreas Linus Steinert; ausgefallen sind Manne, Frank und Peter. Insgesamt etwas ruhiger als die alten Carson Sage, handwerklich ausgereifter, und neue Lieder wachsen hinzu. Tim O’ Reagan und Flogging Molly waren mit ihnen als Vorband schon ganz glücklich.

Eins der Lieder, die sie damals wie in ihrer wiederauferstandenen Form spielen, ist Courier. Das ist auch nützlich, weil es von der Great Music in Stereo 1995 gerade mal tausend Exemplare gab. Formal fällt es wohl unter die Balladen. Die Melodie bildet geradezu den Idealfall eines Erzählbogens: will einfach nicht zu Ende kommen; es könnte quälend sein, wenn es nicht so schön wäre. Wenn sie schließlich doch noch von hinten wieder nach Hause kehrt, fühlt man sich richtig erleichtert. Wer braucht Sex, wenn er so ein Lied haben kann?

Obwohl die letzte keine der relevanten Fragen ist, die sie beantworten werden, sind What about Carson ein ausgesprochen zu- und umgänglicher Haufe, allen voran die bezaubernde Edda mit der Gebirgsbachstimme. Am 23. Dezember 2008 spielen sie in der Kofferfabrik (Lange Straße 81 in Fürth, 21.00 Uhr, fünf Euro Eintritt) und am 26. in der Gostenhofer Schanzenbräuwirtschaft (Adam-Klein-Straße 27 in Nürnberg, 21.00 Uhr, Eintritt frei). Sie kommen doch auch?

Written by Wolf

11. December 2008 at 3:17 am

Posted in Mundschenk Wolf

5 Responses

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  2. […] CD von Carson Sage and the Black Riders, heute What about Carson wie vorgestellt, private […]

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