Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Junigewinnspiel: Noch 101 bis Kapitel 136

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Update zum hiesigen From hell’s heart I stab at thee
und Jürgens Ahabs Bein(e):

Uns steht die letzte angekündigte Abhandlung zu Kapitel 35 ins Haus. Was man so hört, ist sie fast schon angefangen — hallo Elke! — und birgt die schöne Gewissheit, dass wir danach nur noch 100 Kapitel vor uns haben, das bisschen Epilog nicht eingerechnet. Hochgerechnet gibt es Moby-Dick™ bei gleichbleibender Lesegeschwindigkeit, damit es seinen Zweck erfüllt hat, also nur noch bis Ende 2017.

Die Zeit drängt, da wollen Sie in den verbleibenden achteinhalb Jährchen sicher noch mitnehmen, was geht. Da war your humble Logbuchschreiber nicht faul und hat ein 136. Kapitel konzipiert, und Sie dürfen mitschreiben. Die Illustration kann sich ohne weiteres mit denen von Rockwell Kent messen, fehlt noch der Text. Der kommt von Ihnen.

Captain Ahab rollt von Bord, Kapitel 136

Das ist ein Entwurf, den Sie ausgestalten helfen. Eine Reinzeichnung mit schwarzer Tinte auf zeitlosem Moleskine ohne die hässlichen Kästchen mach ich, wenn der Text steht. Ahabs Fortbewegungshilfen sollen etwas realistischer in Proportion zu seiner geclippten Person stehen, sein Gesichtsausdruck noch angepisster wirken und die Gangway von der Pequod etwas seemannspittoresker. Wie Abraham Lincoln sieht Ahab im kollektiven Gedächtnis ja schon immer aus.

Gesucht wird

  1. eine Kapitelüberschrift und
  2. was Captain Ahab in der angedeuteten Sprechblase sagt.

Schreiben Sie beides in den Kommentar und gewinnen Sie, mein willkürlich verteiltes Wohlwollen vorausgesetzt:

  • Karl May: In den Kordilleren, Band 13 der Bamberger Grünen Ausgabe — das Original! Altersbedingt angestaubt (1228. Tausend), sonst top erhalten; oder
  • Herbert Rosendorfer: Der Ruinenbaumeister, ein ausgemustertes Büchereiexemplar, daher mit allerlei Narben, die so ein Bücherschicksal schlägt, aber einwandfrei lesbar, jedenfalls mit intakter Bindung — noch ein weißes dtv mit Umschlagillustration von Piatti. Ein einziger grandioser Irrgarten aus Abschweifungen, keine Ahnung mehr, wovon. Es gab eine Rahmenhandlung im Nymphenburger Park zu München; das Beste war eine Parodie auf E.T.A. Hoffmann (schon wieder was mit Bamberg), die besser war als der Meister selbst.

Als preiswürdig wird jede Idee eingestuft, über die ich mindestens so sehr grinsen muss wie über meine eigene, die ich beizeiten schon verraten werde. Sie sind allesamt kluge Leser, bis unter die Ohren angefüllt mit dem, was im Feuilleton der zum Beispiel Bamberger Nachrichten “hintergründiger Humor” heißt, und schütteln sowas doch souverän aus den Fingerkuppen. Nichts anderes, als was Sie ständig beim New Yorker Cartoon Caption Contest tun. Belehren Sie meinen Glauben an die Faulheit der Menschen, dass ich nicht zwei, sondern mindestens zehn Preise vergeben müsste! Bis 30. Juni um Mitternacht ist Ihnen was eingefallen, ist das okay?

Dazu der sinnigste Soundtrack, der nur jemandem einfallen konnte:
MissinCat aka Caterina Barbieri: Back on My Feet aus: Back on My Feet 2009, hihi.

Written by Wolf

12. June 2009 at 6:58 am

Posted in Kommandobrücke

8 Responses

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  1. “Grrrrmmmmbl!!” wäre zu offensichtlich, oder? Wäre aber effizient, würde Überschrift und Sprechblase gleichermassen bedienen.

    Aber ich denk’ noch mal nach!

    Jessebird

    13. June 2009 at 1:25 pm

  2. Bis jetzt war noch meins besser .ò) — aber es hat eigentlich keiner die Versuchsanzahl beschränkt…

    Wolf

    13. June 2009 at 10:13 pm

  3. Huch, bin ich etwa schon zu spät?

    Also, nicht dass mir was Säkulares eingefallen wäre im Junimond – bei sooo wenig Zeit zum Spinnen. ;o)
    Aber man weiß schließlich, was man sich als Mitseglerin möralisch schuldig ist…

    Nu, was soll’s.
    Vorschlag zur 136. Kapitelüberschrift: The Eternal Chaser. Oder so… grübel.

    Sprechblasenfüllung (so als Arbeitsgrundlage vielleicht? *g*):
    “F***ck you! Wer hat euch erlaubt, von Bord zu gehen, Hundspfötterichte? Können DIESE Arme etwa keine Harpune mehr halten? Bin zwar entmastet, aber frisch auf Kiel gelegt schaff ich mir selber mein Essen – auf Rädern.”

    P.S. Hihi… gut platziert, der sinnigste Soundtrack ever. ;o)

    hochhaushex

    30. June 2009 at 10:41 pm

  4. Gewonnen hat und sich ein Buch aussuchen darf: Elke!

    Trotzdem so frei sein und meine eigene Caption verwenden werde: ich :o) Irgendwas mit “Essen auf Rädern” klingt mir stark ausbaufähig, insgesamt ist mir der Wortschatz etwas zu Captain Haddock — dabei gar nicht unsouverän!, auch wenn zumindest “entmastet” bei Jendis steht, so viel weiß ich noch auswendig. Also bloß nicht wegschmeißen, die Ideen. Und ich weiß, was ich da für eine Zicke bin :o)

    Glückwunsch!

    Wolf

    1. July 2009 at 8:11 am

  5. Uiii… Dankeschönchen auch. :o)

    Obwohl das ja schon beinahe peinlich ist für son unredigiertes Sprechgeblase und hingehuschtes Dahergeplapper. Aber erwähnte ich nicht bereits den verhinderten Höhenflug? ;o) Wenigstens war “entmastet” bewusst entjendist – gut erkannt. Hey, und wer wollte dir da – beim berechtigten Anspruch an comixe Sprechblasenblasenkunst – dein berechtigtes Zicke-Sein hinterhermeckern?

    Nun sag mir nicht auch noch, dass ich 1 Gewinner aus 1 Teilnehmer bin! Was ich ahnungsvoll befürchte… und umso mehr schamhaft und verlegen erröte, o Gott. – Nun verrat schon deine eigene künstlerische Betextelung, vielleicht fühl ich mich dann besser. ;o)

    — Ach, was solls, gewonnen ist gewonnen. Ich glaub, ich nehm das grüne Karl-May-Orschinaaal. Auch wenn der Rosendorfer, wie du weißt, eh schon lang aufm Wuli-Zettel stand, aber leicht bei amazons geramscht werden kann. Ach, ümmer dieser Entscheidungszwang.

    Danke nochmal, Käpt’n Wolf. :o)
    Und das 136., das schreiben wir schon.

    hochhaushex

    2. July 2009 at 5:04 am

  6. […] a comment » Update zu Noch 101 bis Kapitel 136 (und […]

  7. Jauchz. Der May, der May kam im Julei! :o)
    Keine 136, dafür handliche 17 Kapitel, in indianischer Würde in über ‘nem Halbjahrhundert ergilbt, sind an Bord. Und als Zugabe wieder kreativ designtes Geschenkpapier im Printmedienlook – diesmal mit barhäuptigen Realkriminellen in Bayerns Steckbriefen und barfüßigen Realschülerinnen in Münchens Stadtbrunnen, yeah.

    Dankeschööön, Wolf! – sag ich. Nochmal. :o)

    hochhaushex

    16. July 2009 at 5:59 am

  8. Ich hab barfüßige Mädels weggeschickt? Gut, dass du die “Realschülerinnen” dazuerwähnst .ò)

    Wolf

    16. July 2009 at 6:43 am


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