Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Denn was Ihr Schwarz auf Weiß besitzt, könnt Ihr getrost nach Hause tragen

with 3 comments

Update zu A Whale Off Port Bow! und Schaafswolle to Moby Dick!:

Dawanda und Etsy sind nicht böser als das, was man daraus macht, das ist wie mit sehr scharfen Messern oder PowerPoint. Der menschliche Trieb, “kreativ” zu werden, hat schon giftigere Blüten getrieben als Handtaschen aus Buchcovers (zum Beispiel Buchcovers aus lizenzfreien Stock-Fotos). Und es ist schön, wenn sich solche Shops zu einer eigenen Domain emanzipieren, das schafft Speicherplatz für wichtige Manufakturen: Wann gestaltet endlich jemand eine diskutable Skinny Tie mit naturalistischem Klaviertastenmuster?

wissen-tragen.de, Handtasche Der Zauberberg, ausverkauft

Wissen tragen bietet keinen Moby-Dick an, erklärt sich jedoch gut versteckt zu Sonderanfertigungen bereit.

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O . L . T Press, Handtasche Moby-Dick

O . L . T Press macht ausschließlich Sonderanfertigungen und hat Kunden, die sogar die Ausgabe mit den richtigen Illustrationen bestellen, das gibt mildernde Umstände in der B-Note. Die nächstgelegenen Läden residieren in der Wiener Mondscheingasse 20 und der Berliner Friedrichstraße 71.

Weihnachtszuwendungen an Moby-Dick™ wie gewohnt auf mein bekanntes Konto bei der Postbank. Bitte nichts Selbergebasteltes.

Danke an Frau Wirtin Silke für die Aufmerksamkeit!

Bilder: Wissen tragen Cogitatio; O . L . T Press Le-Tan.

Written by Wolf

16. December 2009 at 3:32 am

Posted in Reeperbahn

3 Responses

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  1. Äh, also ich bin wirklich der un-bibliophilste Mensch den ich kenne, aber…ich wittere da einen konzeptuellen Widerspruch:
    “Viele Bücher verstauben nach einmaligem Lesen im Regal oder landen sogar auf dem Müll.”
    Wenn ich den Zauberberg so scheiße finde, dass ich ihn nur einmal lese oder sogar wegschmeißen will, möchte ich dann ernsthaft eine Tasche draus haben? Das ist ja dann wie eine Frau, die mit einem Mantel aus Katzenfell rumläuft, weil sie Kätzchen liebt! Oder sind die Taschen für Leute, die mit Bücher eigentlich gar nicht soviel anfangen können, das aber aus peer-pressure-Gründen nicht so offen zugeben können (sowas soll es unter GermanistInnen ja geben…)?

    cohu

    16. December 2009 at 2:14 pm

  2. In der Germanistik gibt’s Peer Pressure? Herrschaften, war das in Erlangen entspannt :o)

    Meine Mutter hat sich immer einen Nerz gewünscht, weil sie so tierlieb ist. Und das hab ich nicht von der Humorseite der “Funk Uhr” von 1974.

    Wolf

    16. December 2009 at 4:14 pm

  3. Hmmm, vielleicht ist es gar nicht so absurd. Ich kann als Kaninchenfan und Trägerin einer Kaninchenfellmütze jedenfalls bestätigen: Schön puschelig sind sie tot wie lebendig! Also, jedenfalls puscheliger als Bücher.

    cohu

    16. December 2009 at 6:14 pm


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