Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Kein Krimi wie ein Gedicht

with one comment

Jürgen Jessebird SchmitteJürgen wird heute zarte 42, das Alter, in dem man das Leben, das Universum und den ganzen Rest versteht, und kriegt als Geschenk seinen eigenen Eintrag vom 20. September 2009 geklaut: John Burnside: Glister. Glückwunsch auch vom Rest der P.E.Q.U.O.D.!

Jürgen hielt berufsbedingt die Neuerscheinung Glister von John Burnside als einer der ersten in Händen. “Ein Buch wie ein Gedicht”, fasst er zusammen, und versteht einen im weiteren Verlauf richtig neugierig darauf zu machen. Scheint gut zu sein.

Und für uns gräbt er eine Freundliche Begegnung aus:

Nathalie by An Sophie & Bart, Ad Majorem Dei Gloriam IV, 13. Januar 2010Plötzlich wusste ich, dass er mich nur auf den Arm genommen hatte, und von diesem Augenblick an mochte ich ihn irgendwie. Schließlich verdankte ich es John, dass ich noch einmal zu Herman Melville griff. Ich kannte eine überarbeitete Fassung von Moby Dick aus der Kinderbücherei, nicht aber den eigentlichen Roman. Irgendwelche allgewaltigen Mächtigen hatten aus irgendeinem unerfindlichen Grund schon vor vielen Jahren beschlossen, dass sich Moby Dick als Kinderbuch eigne, woraufhin allerlei seltsame Ausgaben herausgebracht worden waren, samt und sonders gekürzt und illustriert und auf das bloße Skelett einer Abenteuergeschichte reduziert. Schlimmer noch, man hielt Melville für jemanden, der nur ein einziges Buch geschrieben hatte, weshalb ich, bis John kam, nichts von Maskeraden wusste, von Bartleby, der Schreiber oder Billy Budd. Niemand aber sollte je den ewigen Dank vergessen, den er jenem Menschen schuldet, der ihn zum ersten Mal dazu bringt, den wahren Herman Melville zu lesen. Laut John gehörte der ungekürzte Moby Dick ebenfalls zur fesselnden Lektüre – und er hatte recht, so wie er mit Proust und all den anderen Autoren recht hatte.

John Burnside: Glister; deutsch: Glister bei Albrecht Knaus, seit 28. September 2009.

Danke für deine Aufmerksamkeit und gute Arbeit, Jürgen! Schreib mal wieder was für uns!

Rotschopf Nathalie: An Sophie & Bart: Ad Majorem Dei Gloriam IV, 13. Januar 2010,
mit Juan Eusebio Nieremberg (1595–1658): De la diferencia entre lo temporal y eterno, Madrid 1640.

Written by Wolf

19. February 2010 at 1:07 am

Posted in Moses Jürgen

One Response

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  1. Yeahhh, Jürgen! Hoch und lang sollst du leben und weit sollst du segeln – am liebsten wieder mit uns.

    Deinen alten Platz an Bord halten wir frei, dein alter Seesack steht weiter hier und deine alte Hängematte schaukelt hoffnungsvoll im Seewind – wie wir. Von der alten Schiffsmannschaft kriegst du einen alten Whiskey und obendrauf sogar noch eine alte Weise aus meinen alten Kindertagen gesungen. Von achtern Strom und Amiga und wird auch grad jugendliche 42 – wetten, dass du die noch nie gehört hast? ;o))

    Hey, alter Waljäger, Moby-Fischer bleiben forever young und gehören an Deck – das wissen wir doch. Und du erst! :o)
    Klabautergrüße!

    hochhaushex

    20. February 2010 at 2:51 am


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