Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Teach me to heare Mermaides singing

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Update zu Perliana. Werkstattbericht.

Die Aufgabe war, den Song von John Donne, der um 1604 eingeordnet wird, zu übersetzen. Hille Perl und die Sirius Viols einschließlich angetrautem Lee Santana an den Theorben und Tochter Marthe als Special Guest an der anderen Viola da Gamba; golden ziselierten Sopran stiftet Dorothee Mields — veröffentlichen eine Sammlung Lieder des Dichters: Loves Alchymie wurde Anfang März 2010 aufgenommen und erscheint als Sequel zu In Darkness Let Me Dwell, einer Sammlung über John Dowland, im September 2010.

Hille Perl & Lee Santana in St. GallenMit beiläufiger Grandezza, jedoch treffsicher wie in allen Dingen, fragte mich Hille Perl am 14. Februar 2010:

Haste schonmal John Donne übersetzt?

Noch kein Wort vom Song notabene in ihrer Frage, aber John Donne, konnte ich ihr antworten, ja, wirst lachen, hab ich tatsächlich schon mal übersetzt. Schon paar Tage her, aber es war der Songhttp://www.bartelby.com/101/196.html — der ja wohl berückend is und außerdem das Motto zum Stardust by the incredible Neil Gaiman. Über meine Lösung wird man wahrscheinlich lange & fruchtlos disputiern können, aber das Entwaffnende daran is ja der Rhythmus, und wir ham doch so lange Wörter. Auf Fränkisch is es noch meistens leichter.

Das könnte ich noch wissenschaftlicher formulieren, aber in der Sache jederzeit unterschreiben. Wirklich umwälzend ist tatsächlich die zeitlos gültige Erkenntnis in einer modern gebliebenen Geisteshaltung und in einer schmissigen Form.

Zu Ihrer Orientierung gebe ich hier die Vollversion in der weniger verbreiteten originalen frühneuenglischen Schreibweise wieder, nach der vollständigsten, halbwegs erreichbaren Gesamtausgabe John Donne: Poetical Works, von Sir Herbert Grierson bei Oxford University Press erstmals 1912 herausgegeben und seither nicht mehr grundlegend verändert:

Song

Goe, and catche a falling starre,
     Get with child a mandrake roote,
Tell me, where all past yeares are,
     Or who cleft the Divels foot,
Teach me to heare Mermaides singing,
     Or to keep off envies stinging,
          And find
          What winde
Serves to advance an honest minde.

If thou beest borne to strange sights,
     Things invisible to see,
Ride ten thousand daies and nights,
     Till age snow white haires on thee,
Thou, when thou retorn’st, wilt tell me
All strange wonders that befell thee,
          And sweare
          No where
Loves a woman true, and faire.

If thou findst one, let mee know,
     Such a Pilgrimage were sweet;
Yet doe not, I would not goe,
     Though at next doore wee might meet,
Though shee were true, when you met her,
And last, till you write your letter,
          Yet shee
          Will bee
False, ere I come, to two, or three.

Bis dato existieren fünf deutsche Donne-Übersetzungen unterschiedlicher Vollständigkeit und Qualität von

  • John DonneWerner Vordtriede: Metaphysische Dichtungen, Insel Verlag 1961. Nachfolgeauflagen sind mit anderen Dichtern, aber unter der Anfangszeile des Song, aufgegangen in Geh, fang einen Stern, der fällt;
  • Annemarie Schimmel: Nacktes denkendes Herz, 1969;
  • K. Wydmond: Liebeslieder (Songs and Sonets), Privatdruck von Christian Nekvedavicius 1981. Das war die erste wirklich vollständige Übersetzung des geschlossenen Corpus, leider so weit unverständlich, dass gegenüber dem Original nicht viel geholfen ist, außerdem apokryph geworden und wenn greifbar, praktisch unerschwinglich;
  • Christa Schuenke & Maik Hamburger: Zwar ist auch Dichtung Sünde, Reclam Leipzig 1983, erweitert 1986. Christa Schuenke hat nachmals für Hanser Herman Melvilles Pierre übersetzt, die Donne-Auswahl ist reichhaltig und gilt als gelungen;
  • Werner von Koppenfels: Alchimie der Liebe, Henssel textura 1986, übergegangen zu Diogenes. Die bisher letzte, noch genießbare Auswahl, welcher auch der Song als das erwähnte Motto für die deutsche Version von Stardust (Sternenwanderer bei Ullstein) entnommen ist.

Der Perl-Santana-Mields-Sirius-Viols-Sammlung über John Dowland liegen keine deutschen Übersetzungen bei, was Sony BMG geklagt sei, weil solcher Erstellung zu teuer, zu raumgreifend im Booklet oder zu langwierig war. Vielmehr musste Hille Perl aus eigenem Antrieb Speicherplatz ihrer eigenen Website damit belasten. Wer heute ihre CD hört und besser verstehen will — was ich ausdrücklich empfehle — muss gleichzeitig das Internet aufschlagen, um mitzulesen. Das soll mit dem Sequel — immerhin gleiche Epoche (elisabethanische Shakespearezeit. Donnes Lebensdaten stimmen mit Dowlands genau genug überein, dass man sie andauernd verwechselt), ähnlicher Umgang mit ähnlichem Thema, gleicher Vorname, sogar gleiche zwei Anfangsbuchstaben des Nachnamens — nicht wieder passieren; die Donne-Übersetzungen mussten also frühzeitig erstellt oder zusammengesucht und ins Booklet eingeplant werden.

Bei der bekannten Caprice von Sony in Copyrightfragen (lassen Sie mich hier nicht von ihrem Umgang mit YouTube anfangen…) kommt der Veröffentlichung sehr entgegen, dass John Donne seit deutlich mehr als 70 Jahren tot ist und deshalb von jedem reproduziert und adaptiert werden darf, der Freude an dergleichen hat — oder wie Werner von Koppenfels es 1986 im Nachwort zu seiner Übersetzung ausdrückt:

Keine der bisherigen Ausgaben […] hat Donne zu einer lebendigen Präsenz im deutschen Sprachraum verholfen, und keine ist so frei von Reimnot und Wortstellungskrampf, daß sich weitere Versuche erübrigen. Weder Dichterwitwen noch Copyright wehren gottlob solch verwegenem, aber notwendigem Unterfangen.

Hurra. Es wäre verwegen, aber notwendig und von Natur aus erlaubt? Na, dann ans Werk! Mein eigener erster Versuch am Song liegt leider vor der Zeit, in der man so selbstverständlich Speichermedien für seine literarischen Bemühungen verwendete, außerdem erscheint eine Donne-Übersetzung mit oberostfränkischen Einschüssen aus dem Landkreis Nürnberger Land für eine internationale Verwendung nicht einmal mehr fragwürdig, selbst wenn er gerade dazu dient, von Koppenfels’ beklagtem Wortstellungskrampf vorzubeugen. Darum legte Hille ihren Einstiegsversuch vor, mit dem sie bei ihrer mir verschlossenen recherchefreien Naturmethode gar nicht so kläglich abschnitt:

Kannst Du denn zur Schnuppe fliegen
die Alraune schwanger kiegen?
Sagen wo die Zeit geblieben
wer in des Teufels Fuß den Spalt getrieben?

Mir lagen zum Einlesen in Donnes Tonfall die Gesamtausgabe von Sir Grierson sowie die deutschen Auswahlen von Vordtriede und von Koppenfels vor, also die älteste und die jüngste. Das gestützte Einfühlen geschah entgegen Hilles Rat, die ihre Übersetzungsarbeit lieber unbeschwert von geistigem Ballast angeht; mein eigener Approach ist aber, zuvor zu studieren, was da schon gedacht und versucht wurde — und ja: Das ist verkopft. Mehr als diese drei Bücher gaben die mir ohne weitere Einschreibungen zugänglichen Bibliotheken ohnehin nicht her. Aus ihnen entnahm ich, dass selbst Ullstein, wie angeführt, das Rad nicht neuerfunden, sondern ein noch ausreichend geländegängiges Hollandrad aus den Achtzigern wiederverwendet hatte — und weit weniger ermutigende Sachen als die mit dem freilaufenden Copyright:

Wenn Lyrik unübersetzbar ist und gerade deshalb den sprachlichen Grenzgänger zum Betreten Utopias einlädt, so muß dies (falls ein Paradox die Steigerung verträgt) umso mehr für den größten der Metaphysical Poets gelten. Zur berüchtigten Silbenknappheit des Englischen, einer naturgegebenen Erschwernis englisch-deutscher Versübersetzung, kommen bei Donne unglaubliche Bedeutungsdichte bei komplizierten Reimmustern und Strophenformen, dramatisch abrupte Gedankenführung, überspannter, enjambementreicher Satzbau, Nachbarschaft gegensätzlicher Stillagen, Wortspiele aller Art und schwindelerregende Metaphorik. (Die Referenzbereiche der Bildersprache wie alte Kosmologie, Jurisprudenz, Theologie, Alchimie, Aberglauben, Petrarkismus, elisabethanischer Alltag stehen dem modernen Leser nicht gerade besonders nahe.)

Werner von Koppenfels, a.a.O.

Damit waren die Schwierigkeiten klar, keine davon unüberwindlich. Nach der üblichen Phase der Prokrastination übersetzte ich in der Osternacht 2010 das ganze Stück in einem Husarenritt runter. Ich verkünde nie das Evangelium, kann aber grundsätzlich immer einen aussprechlichen Grund angeben, warum ich an welcher Stelle genau das und nicht etwas anderes hingeschrieben habe. Nicht jede meiner Lösungen muss die beste aller möglichen sein, aber man darf voraussetzen, dass ich mir bei jeder etwas gedacht habe. So auch im Lied.

Mit derselben Überschrift geht die Erklärungsnot schon los: Die Übersetzung war für ein CD-Booklet vorgesehen — also passender ein “Lied” wie bei Schubert, und nicht, wie man sich auch wünschen könnte, als “Song” belassen wie bei Lennon/McCartney. Genau das meinte ich damit, dass es auf Fränkisch statt Deutsch oft zielgenauer und eindeutiger wäre: Das süddeutsch dialektale “Liedl” wäre unzweifelhaft. Außerdem befürchtete ich bei “Song” schon wieder eine schlimmste anzunehmende Klassikabonnement-Rentnerschaft quaken zu hören: “I hob denkt, des is af deidsch, wos kennäsn dou ned deidsch redn?!” Also Lied und ecce epistula.

Ob die mandrake eine “Mannswurz” oder “Alraune” (metrumhalber nicht “Alraun”) sein sollte, wollte ich als einzige Stelle explizit Hille höchstselbst entscheiden lassen. War ja die “Mannswurz” immerhin einer ihrer Wunschvorschläge und gefiel mir deswegen, weil es betont, wie es ja überhaupt gar nichts Männlicheres auf der Welt geben kann, und ausgerechnet dem soll einer jetzt Kinder machen gehen. Dagegen “Alraune”: kommt dem Alchymie-Teil des Oberthemas entgegen und würde voraussichtlich öfter verstanden. Der unmaßgeblich einzigen Testleserin war nicht geläufig, was eine Mannswurz ist, erschien aber bei Alraune die im kollektiven Bewusstsein verankerte Bilderwelt aus Paracelsus, Kabbala und Frankenstein.

Die erste Eindeutschung, Vordtriede bei Insel 1961, meint zu der Stelle noch:

Ich halte die zweite Zeile, obwohl dies die einzige Lesart ist, für verderbt. “Get with child a mandrake root” scheint, über die gewollte Unmöglichkeit hinaus, sinnlos. Vielleicht sollte man lesen: “Werde schwanger durch Alraun” [statt: “Schwängere mir den Alraun”].

Was für ein phantasieloser Lyrikübersetzer. Auch später im Nachwort:

Unmöglich sich vorzustellen, das romantische Lied könne sich Donnescher Verse bedienen.

Ist das so? fragte ich da die Musik in Gestalt von Hille, fällt die Musik wirklich dermaßen unterschiedlich aus, nur weil da einer im Text mit Conceit und Metaphysik gelahrte Inhalte in Gefühlsdarstellung überträgt, statt sein Inneres auszuforschen oder was immer die späteren Romantiker und Viktorianer ihre Formen gießen?

Andernorts meint Vordtriede:

Die dichterischen Hauptmittel […] sind, inhaltlich, der Witz im weitesten Sinn und, formal, der wechselnde Rhythmus und die Antithese.

Wenn wir das auf Musik anwenden, kam für meinen laienhaften Begriff Mozart raus, jedenfalls etwas viel Späteres als Donne, oder nicht? Wie weit war Donne seiner Zeit voraus — oder Vordtriede hinterher? Johann Sebastian Bach, zeitlich näher an Donne und gleich ihm einer, der dem Rest der Welt Jahrhunderte voraus war, konnte ja alles — und ich Übersetzerlein stand damit da und sollte mich mit diesem virtuellen Olymp voller Genies danach richten.

Meine Lösung für den Anfang “Wer fängt mir” ist, wie man bemerken wird, jambisch, nicht trochäisch wie alle drei originalen Donne-Strophen. Und beide bestehenden, veröffentlichten und vorliegenden Übersetzungen der zwei Werners (ist das fürs Donne-Übersetzen Voraussetzung oder nur Qualifikation?) Vordtriede und von Koppenfels halten das auch ein. Respekt an die Kollegen, aber ich fand dieses Fitzelchen in der Formgebung unnötig, wenn man dafür den Inhalt süffiger machen konnte. Ohnehin war mir nie eingegangen, wie man Gedichte ausgerechnet so gestrenge danach einteilen mag, ob sie vor ihren — meistens — vier Hebungen noch ein Silbchen Auftakt haben oder nicht. Wenn man erst die eine oder andere Form angefangen hat, soll man sie weiter durchhalten, so viel ist wahr, sonst verliest und verschluckt man sich ständig, und im Vortrag klingt es wie früher Reinhard Mey (“zum Behúf der Vórla-gé beim zuständ’-gén Ertéilungsámt”). Sollten mir solche Stellen unterlaufen, darf man mich immer noch nachkorrigieren. Mir fallen schon lange keine mehr auf, aber man liest selbst immer nur, was da stehen soll.

Abgesehen von solchem überschätzten Auftaktgefrickel galt es den Donnischen Rhythmus einzuhalten, ohne zuviel vom Inhalt dranzugeben. Das hat Vordtriede wie von Koppenfels ja offenkundig auch in Atem gehalten — gerade in den jeweils letzten drei Versen, in denen man kein Reimpaar, sondern einen Dreier finden muss. Trochäen sind unter Umständen schön und nützlich, nur wenn etwas an diesen pointierten Stellen hakt, das fällt auf und kann das ganze Lied zerstören. Und bitte kurze Wörter, die möglichst viel Bedeutung tragen, oder wozu sonst stehen die so prominent aufgebockt in den Strophen?

Der Tonfall blieb deshalb antikisierend wie das Original, dabei so flüssig lesbar wie irgend möglich. Und sollte, gemäß Vordtriedes “gewollter Unmöglichkeit” eine Idee von “Ja, nee, is klar, ne” behalten — ein gottergeben resignierendes Dreinfügen in das Schicksal, wohl nirgends ein treues Weib zu finden. Denn man freut sich nicht ob dieser Aussicht, doch kann sich ihrerhalber auch nicht entleiben: ein Lachen unter Tränen, das frisch wie am ersten Tag von 1604 herüberweht.

Strophe 3 bekam einen alternate take. Das ist eine vorab entstandene Version, mit der ich dann doch nur so mittelglücklich war. Ich behielt sie trotzdem vorerst als Steinbrüchlein, falls Hille Änderungen anregte; hier teile ich sie aus dokumentarischer Nostalgie mit. Übersetzerseits empfohlen wurde schon bei Lieferung das, was als Fließtext dastand.

Der größte Rest war hoffentlich selbsterklärend: Wenn man es toterklären musste, lebte es nicht mehr, und grade das sollte mein Ehrgeiz sein. Das Zielpublikum war eins, das sich auf denkbar “schwere” Musik einlassen, und keins, das sich lange mit lyrischen Inhalten auseinandersetzen wollte. Es musste umso besser werden, als es nicht der hero sein sollte.

Und siehe, nach einer Latenzzeit von drei Tagen war ich immer noch recht zufrieden mit dem Ergebnis. Im Direktvergleich liest sich meine neue nämlich eingängiger als die zwei erreichbar verlegten Versionen, worin ich gerade für die Verwendung im CD-Booklet eine objektive Qualität begründen kann. Das mag an meiner Hybris liegen, mit der ich leben muss. Hilles Loves Alchymie bekommt also etwas richtig blitzblank Zeitgemäßes. Im Wortlaut:

Lied

Wer fängt mir eine Schnuppe, geht
     der Mannswurz Kinder machen,
bringt Jahre wieder, die verweht,
     könnte Satans Huf zerkrachen?
Lass die Meerjungfrauen singen,
     lass die Eifersucht verklingen
          und find
          den Wind,
der solchen weht, die aufrecht sind.

Bist du einer mit dem klaren
     Blick, der schaut, was keiner glaubt,
kannst doch zehntausend Tage fahren
     und Nächte, bis voll Schnee dein Haupt;
wenn du wiederkommst, berichte
deine seltenen Gesichte:
          Nie fand
          ein Land
ein Weib gleich schön und treu bekannt.

Wirst du Meldung machen müssen,
     pilgre ich, wohin sich’s lohnt.
Oder will ich’s gar nicht wissen,
     denn selbst wenn sie beim Nachbarn wohnt
und du sie treu getroffen hast,
hätt sie doch, eh du dich versahst,
          zwei
          bis drei
betrogen, bevor ich dabei.

~~~|~~~~~~~|~~~

((Strophe 3, alternate take:

Findst du eine, sag mir’s weiter,
     die Pilgerfahrt hätt sich gelohnt.
Nein, tu’s nicht, das ist gescheiter,
     denn selbst wenn sie beim Nachbarn wohnt
und du sie noch treu treffen magst,
hätt sie doch, bis du’s mir erst sagst
     zwei
     bis drei
betrogen, bevor ich dabei.))

I Heard the Mermaids Singing, 2008 PosterFast schade ist, dass die Musik bei meiner Übersetzung längst eingegeigt war und nur noch für den Feinmix anstand: Mit all dem Wissen, das einem wegen magerer 3×9 Zeilen aus allen Ecken zuläuft, hätte ich glatt gern Regie geführt: Ein “Brillantfeuerwerk von Conceits” begegne uns da, “Daseinsdeutung im Zeichen des Todes als Garanten irdischer Desillusion und der Jenseitshoffnung”, obendrauf “selbstquälerische Liebeslogik”, die erfüllte Liebe nur als wechselseitiges Glück möglich hält und demnach — news and surprise — das ernst nehmen muss, was heute significant other heißt, und alles mit “erotischer Motivik als zentraler Bestandteil der geistlichen Bildersprache” — mithin etwas Zwingendes auf dem Wege von mittelalterlicher Marienminne über Shakespeare zu den 1990er Riot Grrrlz. Ein Job für Oskar Supermaus — oder für Pink Floyd? oder ein Wagnerorchester, das Hollywoodschinken versoundtrackt? oder Tom Waits plus zwei schläfrige Bierdümpfel an Pump Organ und Singender Säge? Zu wievielt, hieß es, haben Hille und Kollegen das eingespielt…? — Und woher und von wem sind eigentlich die ganzen anderen nötigen Übersetzungen?

Bilder: Hille Perl & Lee Santana in St. Gallen, 2009;
John Donne, ca 1595;
I Heard the Mermaids Singing, 2008.

Written by Wolf

22. May 2010 at 12:01 am

Posted in Moses Wolf

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