Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Archive for May 2010

Rogue’s Gallery: The Art of the Siren, #37

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Song: Baby Gramps: Old Man of the Sea (5:18 minutes)
from Rogue’s Gallery: Pirate Ballads, Sea Songs, and Chanteys, ANTI- 2006.

Artist’s website;
songs playlist.

Buy CD in Germany and elsewhere.

Rotschopf-Image: Connor Creagan, October 3, 2009.

Lyrics:

1.: At times I feel the shapeliest of mermaids
course through my veins,
but the feel of these shapely mermaids
of course is only in vain.

2.: I would let the seaweed splash
upon my eyelash.
I would let the seaweed splash, splash, splash
upon my eyelash.

3.: If I were the Old Man of the Sea,
I would bathe the lovely mermaids.
If I were the old man of the seawee-, wee-, seaweeds,
I’d bathe the lovely mermaids.

4.: Now I dreamt I saw an old mermaid snorkel
down dangle from the ships portal,
and when I tiptoed to peep in (in a bucket of absinthe),
saw she was soaking her fins.

5.: I would let Miss Octopus
brush and braid my bush.
I’d let miss Octo-, Miss Octopus
brush and braid my bush.

6.: If I were the Old Man of the Sea,
I would bathe the lovely mermaids.
If I were the Old Man of the Sea,
I’d bathe the lovely mermaids.

7.: At times I feel the shapeliest of mermaids
course through my veins,
but the feel of these shapely mermaids
of course is only in vain.

8.: I would let the seaweed splash
upon my eyelash.
I would let the seaweed splash, splash, splash
upon my eyelash.

9.: If I were the Old Man of the Sea
I would bathe the lovely mermaids.
If I were the old man of the seawee-, wee-, seaweeds,
I’d bathe the lovely mermaids.

Explanatory liner notes by ANTI-:

Sailors often attributed human qualities and consciousness to many aspects of their watery environs. Belief in mermaids, the Old Man of the Sea, malicious winds, and the like persist to this day.

Written by Wolf

11. May 2010 at 12:01 am

Posted in Siren Sounds

Die Antwort (O Grave, where is thy victory?)

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Update zu Mein Leben im Konjunktiv
und A Wolf’s Gotta Do What a Wolf’s Gotta Do:

Oh let me sail on
With my ship to the East
And keep my eye on the North Star
When the journey is no good for man or for beast
I’ll be safe wherever you are.

Johnny Cash: I Corinthians 15:55. Text; Originaltext.

Der Sehwolf bei der Arbeit, Teil x

In unserer Chronik des Verfalls betrachten wir, was wir übers Jahr gelernt haben:

  • Ich hatte schon immer Recht.
  • Die Leute glauben einem nicht, weil es so glaubwürdig klingt.
  • Mädchen riechen nur ausnahmsweise wie bei Cicely Mary Barker.
  • Es kommt nicht so drauf an, was man sagt, macht oder gar denkt.
  • Es endet nie gut, dafür bleibt selbst das nicht für ewig.
  • Das Gegenteil ist genauso falsch.
  • 42.

Neu ist die Brille. Noch mehr vom Leben zu verlangen bedeutete Vermessenheit.

Soundtrack: Johnny Cash: I Corinthians 15:55, aus: American Recordings VI, 2010.

The only thing that looks good on me: Cerruti 1881, Meister Ederer.

Written by Wolf

6. May 2010 at 7:09 am

Posted in Kommandobrücke

Maigewinnspiel: Alles muss raus!

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Christina Dichterliebchen

Comment what Christina Dichterliebchen is saying in the picture, and win one of the books listed below. Deadline: Sunday, May 16, 2010, midnight.

Mal wieder Zeit für ein richtiges Gewinnspiel, oder? Es gibt richtig klasse Preise, die meisten davon Abschreibungen der Münchner Stadtbücherei, Filiale Isarvorstadt. Die legen da so oft so tolles Zeug auf ihren Grabbeltisch, dass ich ab und zu entschlacken muss. Ihr Vorteil, liebe Moby-Dick™-Leser.

Erst die Preise oder erst die Aufgabe? — Gehen wir chronologisch vor: Ein Buch gewinnt, wer in den Kommentar schreibt, was Christina Dichterliebchen, wie wir sie oben auf dem Bilde schaun, sagt.

Möglicherweise ruft sie gerade nach “Moooooby!!”, singt “Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen, Sonnenschein” von Nana Mouskouri, beschwört mit uraltem Hexenkram die Elemente, zitiert Melville, Shakespeare oder Edmund Spenser, den Melville mochte und ich schon lange mal hier reinzerren will, oder freut sich: “Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen straps ich mir den Stümper, der mir dauernd solche Affenkrallen als Hände und Füße malt.” Überraschen Sie Christina Dichterliebchen und mich!

Bedenken Sie dabei, dass Sie jemandem etwas in den Mund texten wollen, der immerhin in der Lage ist, besoffen ganze Passagen Seume herzusagen und zielführend zu verwenden.

Wie Sie bemerken, ist in der Bildaufteilung so viel Platz für eine Sprechblase, dass sie die Kimmung nicht überschneidet. Neu scannen muss ich die sprechende, singende Version dann sowieso, da kann ich notfalls gleich noch irgendwas dazumalen. Wenn Sie für Ihre Lösung einen Leuchtturm, eine Walfontäne, ein Ruderboot, ihren Rucksack oder dergleichen benötigen — im Meer ist viel Platz. Eine zweite Person bitte nicht, sonst kritzel ich vorher aufgrund meines mangelhaften künstlerischen Geschicks wieder drei Blätter mit Anatomiestudien voll. Aus dem gleichen Grund bitte auch keinen Windjammer; einfache Dreimaster gehen.

Christina Dichterliebchen spricht Deutsch, Fränkisch, Bairisch, Österreichisch, Latein und Englisch. Alle anderen europäischen Dialekte eher gebrochen, aber wenn’s der Aussage dient, strengt sie sich an.

Als preiswürdig erweist sich, wer das Dichterliebchen und mich zum Grinsen bringt, und Sie wissen ja, durch wie simple Purzelbäumchen ich zu erheitern bin. Es ist genug für alle da, mindestens aber zehn Bücher:

  • Frédéric Beigbeder: 39,90 (der französische 2001er Knaller über die böse, böse Werbebranche noch als Hardcover!);
  • Rudolf Herfurtner: Rita Rita (Ravensburger Taschenbuch Jeans. “Am Flipperautomaten ist Rita unschlagbar. Da lernt sie Franz kennen, einen, der anders ist. Rita bleibt nicht länger die coole, überlegene Flipperqueen.” Das steht schon vorne drauf);
  • Bruno Jonas: Gebrauchsanweisung für Bayern (genau: der Kabarettist. Der typische Seppl-Humor, der Berlinern und Küstenbewohnern offenbar doch immer wieder zusagt, aber nicht ganz so würdelos gemacht);
  • Tone Kjaernli: Und wer küsst mich? (ach, kommen Sie, ist doch süß. Haben Sie keine Tochter oder waren wenigstens mal eine? Weder das Chicklit-Dings von Heide John noch das andere Chicklit-Dings von Claudia Sanders — das Kinderbuch. Die Zielgruppe hinterbringt mir, es sei sehr einfühlsam);
  • Längst fällig. 37 notwendige Verbote (Antje Kunstmann als Herausgeberin und Verlegerin. In der Beiträgerliste stehen Funny van Dannen, Robert Gernhardt, Wiglaf Droste, F.W. Bernstein und Harry Rowohlt. Deshalb ist das einer der Hauptpreise);
  • Fanny Morweiser: Ein Winter ohne Schnee (kleines schmuckes schwarz-gelbes Diogenes. Kurzgeschichtensammlung von der Dame mit meinem alten Liebling O Rosa, müsste also richtig gut sein);
  • Boris Pasternak: Doktor Shiwago (fettleibiges Taschenbuch, erinnert in Kaliber, Geschichte, Aufmachung und Anspruch an das Vom Winde verweht des Erbfeindes. Pageturner, Lesefutter, Herz, Schmerz, politische und historische Bildung, russische Säälä!);
  • Wilhelm Reich: Sexualität und Klassenkampf (einer der Grundpfeiler der deutschen Hippie-Theorie. Und so wie es aussieht, war es das Exemplar von Rainer Langhans);
  • Frank Schätzing: Der Schwarm (großmächtiges Hardcover, da werd ich mit dem Porto ganz schön draufzahlen, weil das nicht als Büchersendung, sondern als Paket durchgeht, aber das loszuwerden ist es mir wert);
  • Laurence Sterne: Tristram Shandy (der hochkomische Geheimtipp mit allen literarischen Mitteln, die eigentlich erst zwei Jahrhunderte später dran waren, als dickes Reclam. Übersetzung von Otto Weith, 1972. Das Buch ist aber erst so alt wie du, Stephi).

Wenn Sie Ihren Text vorschlagen, wünschen Sie sich auch gleich ein Buch dazu, sonst gewinnen Sie am Ende den Schätzing. Jeder hat so viele Versuche, wie er braucht. Sollten mehr Lösungen eingehen als Preise da sind, werden ein paar von den ersteren für doof erklärt, oder besser, ich schau nochmal zum Grabbeltisch.

Das ist eine lustige Aufgabe, die man lutschen muss, solange sie frisch ist. Einsendungen bitte bis Sonntag, den 16. Mai 2010, Mitternacht. “Rechtsweg” hab ich überhört.

Written by Wolf

1. May 2010 at 12:01 am