Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Juni-Gewinnspiel

with 9 comments

Vervollständigen Sie den Satz

Es strebt der Mensch ein Leben lang

und gewinnen Sie was Schönes — am wahrscheinlichsten eins der Bücher, die vom Mai-Gewinnspiel übrig und seitdem nicht schlechter geworden sind, oder wünschen Sie sich was Vernünftiges. Die Frage, ob ich das stiften will, werde ich zumindest ernst nehmen. Es hängt wesentlich von Ihrer Brillanz ab.

Der Satzanfang ist einer, den meine weiland Schülerzeitung vor etwa einem Vierteljahrhundert unter rund fünfzig Lehrern vervollständigen ließ. Da haben sich manche damals gar nicht so ungeschickt angestellt. Also lassen Sie mal hören! Nehmen Sie sich so viele Versuche, wie Sie brauchen.

Fällt Ihnen bis Sonntag, den 20. Juni 2010 um Mitternacht was ein? — Rechtsweg? Haha.

~~~\~~~~~~~/~~~

Und weil ich persönlich übers Reimen am besten nachdenken kann, wenn’s nicht so leichenenstill ist, geb ich Ihnen als Denkhilfe Katzenjammer mit. Ein fast so unschlagbarer Ohrwurm wie Pippi Langstrumpf, die Skandinavier können’s halt. Schauen Sie mal, wie liebreizend sie am 24. April 2010 im Kölner Rockpalast gesungen haben:

Katzenjammer: Demon Kitty Rag aus: Le Pop, 2009.

Written by Wolf

2. June 2010 at 6:42 am

Posted in Kommandobrücke

9 Responses

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  1. Es strebt der Mensch ein Leben lang
    und im nächsten fängt er von vorne an.

    Dichtungsring

    2. June 2010 at 8:30 pm

  2. Oweh. Darüber muss ich mal nachdenken…(im Gewinnfall reserviere ich mir aber schon mal den Wilhelm Reich. Das einzige Buch aus Deiner Liste, für das ich in Berkeley Verwendung haben werde ;-))

    cohu

    3. June 2010 at 9:47 am

  3. Es strebt der Mensch
    ein Leben langt.

    Gingi

    3. June 2010 at 1:31 pm

  4. Und schon sind die Sänger mit dem Wartburg zum Wettstreit losgebrochen. Wenn sie die Qualität bis zum Einsendeschluss am 20. Juni halten können, sind hier noch ganz ungeahnte Erkenntnisse zu erwarten, die uns den Abend, das ganze Land und das Abendland retten können. Das kann noch spannend werden, meine Damunterrn!

    Wolf

    3. June 2010 at 3:04 pm

  5. Hach ein Gewinnspiel,… da freue ich mich noch über das schon angekommene Buch und habe glatt die Chance auf noch eins ;)

    Es strebt der Mensch ein Leben lang, deshalb gibts heut zu wenig Wein, Weib und Gesang.

    Es strebt der Mensch ein Leben lang, in der Schule haben Streber noch aufs Maul gekriegt, heute schauen Sie auf die Harz IV Empfänger runter, und haben immer noch Angst alleine durch dunkle Straßen zu gehen.

    Im unwahrscheinlichen Gewinnfall kommt hier die Reservierung für Laurence Sterne: Tristram Shandy.

    Es strebt der Mensch ein Leben lang, drum wär ich gern ein Delphin oder Wal, würde das Meer nicht so versaut sein.

    Es strebt der Mensch ein Leben lang an Morgens mit seiner Hose aus dem Haus zu gehen.

    smashill

    4. June 2010 at 10:21 am

  6. Und schon biegt von der Seite einer der ersten Drei aus dem letzten Gewinnspiel ein und legt haufenweise Lösungen vor — alle etwas holprig im Versmaß, aber inhaltlich einwandfrei. Wer wird sie toppen können?

    Der Tristram Shandy ist leider inzwischen zur hochhaushex übergegangen. Aber die hat einen tollen Blog und darf ruhig auch mal ein Gewinnspiel machen. Stimmt’s? :o)

    Wolf

    4. June 2010 at 7:13 pm

  7. Na dann muss ich ja wohl auf ein zufälliges Buch zurückgreifen, bis auf diesen komischen Menschen mit den Meeresgeschichten dessen Namen ich mal wieder gekonnt verdrängt habe…. also nicht den Schwarm :)

    smashill

    16. June 2010 at 6:01 pm

  8. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen! Endspuuuuurt!

    Wolf

    19. June 2010 at 11:58 am

  9. Was, schon wieder Endspurt? Is nich wahr! Na gut, aber ausgeufertererer geht nimmer. Sorry, aber das Dings wollte einfach nicht aufhören – und zum Reinredigiernundradiern fehlten mir mal wieder die nötigen Minuten. ;o)

    So folget also eine

    Ewiglange (Un)Ode an das ewige Streben und so

    Es strebt der Mensch ein Leben lang
    im Tun und auch im Meiden
    Nach Hab und Gut, Wein, Weib, Gesang,
    nach Freuden – oder Leiden,

    nach Sinn, nach Ehre, Lohn und Brot,
    nach Gipfelsturm, nach Ruhe.
    Und kriegt er keine Flügel nicht,
    will er bequeme Schuhe.

    Der strebt nach Macht, nach Volk und Raum,
    will siegen oder erben,
    der nach Willkomm, nach Abschied kaum –
    in dem wohnt stets ein Sterben.

    Strebt auf, strebt ab, nach Höh’rem gar,
    verbissen und versponnen,
    und sieht sich oft doch wieder da,
    wo alles hat begonnen,

    strebt von der Wiege bis zum Tod
    geklagt sei’s und gepfiffen -,
    in seinem Lebenssegelboot
    die Klippen zu umschiffen,

    auf die es ihn tagein, tagaus
    in Sturm und auch bei Flaute,
    bei Wellengang und stiller See
    hintrieb: wo Finst’res graute,

    wo Morgenrot ihn mal ergriff,
    als neue Ufer harrten;
    wo ‘s Steuer brach, das ganze Schiff,
    als ihn Sirenen narrten

    vielleicht auch der Klabautermann –
    mit Sang und mit Verlocken.
    Mal kam er, mal kam er nicht an,
    tat Lieb’ und Seel’ verzocken.

    Sieht Inseln blühen oder Wahn,
    Weiß nie, was kommt am Ende.
    Er strebt und rackert, dass sein Kahn
    auch mal ‘nen Hafen fände.

    Der hier will alles, der da grient,
    nimmt’s leicht, was kommt, mit Spaß.
    Kriegt einer je, was er verdient? –
    Der sag’: wie geht denn das?

    Der alte Mann am Fische zieht
    im Meer, das ihm verwandt.
    Der Dichter träumt, dass einst ein Lied
    man singt
    – von seiner Hand.

    I c h streb’ und taste mit dem Zeh,
    Dem großen und dem kleinen,
    dass ich nicht fall’ und aufrecht geh’
    auf Wiesen, Strand und Steinen,

    aus Strandgut Hühnergötter klaub’
    oder ‘nen Engel fänge…
    was Glück bringt, wenn ich nur dran glaub’ –
    in angemess’ner Menge.

    Es irrt der Mensch, solang er strebt –
    und andersrum stimmts auch,
    wer ohne Fehl’ ist, werf’ den Stein –
    die Sehnsucht wohnt im Bauch.

    Du liebst, strebst, träumst, traumtanzt – und fälltst.
    Ja mei, auch das kommt vor.
    Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt,
    der ist ein armer Tor.

    So gehts uns allen, gell, mein Freund?
    Da hilft auch kein Gezeter.
    Der Trick ist: wieder aufzustehn –
    lang hinschla’n, das kann jeder.

    ***

    Was sind wir doch ein seltsam Tier,
    das großtut: “Streber samma!” –
    Zuviel gestrebt, das wissen wir,
    bringt Stress und Katzenjammer.

    Mensch, alter Streber, halt mal ein!
    Musst du denn stets durchs Leben rasen?
    Sooo schlimm kann es doch wohl nicht sein:
    sich einfach auch mal treiben lassen…
    die Beine baumeln… Wolken zählen…
    die Sommersprossen auf der Nasen…
    die Lieblingshandynummer wählen…
    auf der Mundharmonika blasen,
    Zu zweit allein das eine tun;
    in Platten stöbern – oder Truh’n.
    Zu Haus in sich sein dann und wann,
    bevor der Tanz hebt wieder an:

    Es strebt der Mensch sein Leben lang,
    ob er gesund ist oder krank.
    So soll’s wohl sein. Die Zeit verrinnt,
    drum, Steuermann: Bleib hart am Wind!
    Zurück ans Ruder in dein Boot –
    weil wenn du aufhörst, bist du tot.

    Jessas, und am End’ isses gar noch unzulässig moralistisch geraten? Kschsch… alles nur Spaß. ;o)

    Upps, und Gewinnspiele sollich veranstalten nebenan im Hochseehexenblog? Iiiiiiich? Hmm… also, falls mir dazu mal irgendwas einfallen sollte (“Nichts ist unmööög-lich – tojooodljüüü!” ;o) ), bilde sich nur ja keiner ein, dass ich da meine herzwarm adoptierten Preisbücher verzocken tu. Tsssss… ein Schelm, der Wolf. :o))

    hochhaushex

    20. June 2010 at 3:37 am


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