Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Den stärksten Trieb zum Wasser

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Heinrich von Kleist, Wassermänner und Sirenen, Teil 1 von 5

Nach einem wütigen Sturm im Jahr 1740, der die holländischen Dämme von Westfriesland durchbrochen hatte, fand man auf den Wiesen eine sogenannte Sirene im Wasser.

Heinrich von Kleist, Wassermänner und Sirenen, Teil 2 von 5

Man brachte sie nach Haarlem, kleidete sie

Heinrich von Kleist, Wassermänner und Sirenen, Teil 3 von 5

und lehrte sie spinnen. Sie nahm gewöhnliche Speise zu sich und lebte einige Jahre.

Heinrich von Kleist, Wassermänner und Sirenen, Teil 4 von 5

Sprechen lernte sie nicht, ihre Töne glichen dem Ächzen eines Sterbenden.

Heinrich von Kleist, Wassermänner und Sirenen, Teil 5 von 5

Immer zeigte sie den stärksten Trieb zum Wasser.

Heinrich von Kleist: Wassermänner und Sirenen, in: Berliner Abendblätter, 5. und 6. Februar 1811 (Auszug).
Nach: Museum des Wundervollen, Band 1, 1803.

Die Zeichnungen stammen aus dem November 2010, als das Jahr 2011 langsam durch das Feuilleton als Kleistjahr in ein breites Bewusstsein gerückt wurde.

Nun befriedigt mich mein eigener ungelenker Zeichenstrich nie lange, am allerwenigsten die obigen unbeholfenen Resultate. Dennoch möchte ich sie veröffentlicht sehen, weil ich die schiere Existenz eines solchen Absatzes im Kleistschen Werk faszinierend genug finde: in wenigen, sachlich knappen Sätzen, über meinen Lieblingsgegenstand, realitätsnah, als journalistischer Beitrag für die Berliner Abendblätter noch in seinem Todesjahr geschrieben.

Es tröstet mich darüber hinweg, dass die Sembdner-Ausgabe neuerdings gar nicht mehr so unfehlbar sein soll, die ich erst im jungen Jahrtausend gegen meinen alten Kaufhof-Ziegel (Tempel Klassiker, kennt die noch jemand?) eingetauscht hab.

Schwarze Tinte, Rötel, kolorierte Holzkohle.

Written by Wolf

4. January 2011 at 12:01 am

Posted in Kartenzimmer

5 Responses

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  1. Wird hier nach Komplimenten gefischt? Mir gefällt’s nämlich. Warum wird so etwas denn nicht einmal bei einem Gewinnspiel ausgelobt?

    Poor Richard

    4. January 2011 at 10:04 pm

  2. Kann sein, dass ich zu lange an Frollein Dichterliebchens Händen und Füßen rumskizziert hab, um sie noch als souverän hingeworfene Anatomie gelten zu lassen; außerdem istmir hinterher eine flüssigere Bildaufteilung eingefallen: Der Rhythmus stimmt nicht so recht.

    Was sollte ich genau ausloben? Die Originalblätter? Ein Gewinnspiel hab ich gerade in Planung, schon halb geschrieben, da gibt’s aber wieder nur Bücher.

    Wolf

    5. January 2011 at 1:37 pm

  3. Na klar die Originale, was denn sonst? Den Schätzing noch einmal? Da werden sie Dir aber wieder die Bude einrennen.

    Was selbst gemachtes ist immer besser als etwas gekauftes. Habe ich zumindest um die Feiertage herum immer wieder gehört. Und welcher Künstler arbeitet denn nur für die Mappe? Kunst muss unters Volk.

    Poor Richard

    5. January 2011 at 8:06 pm

  4. Den Schätzing grade ausdrücklich nicht.

    Es reißt sich jemand außerhalb von Dawanda und Etsy um selbst gemachte Gegenstände? Originale von mir hab ich hier vor Jahren schon mal verlost. Sie riefen das zu erwartende Befremden hervor. Na schön, vielleicht lässt sich’s als Sonderpreis einbauen.

    Wolf

    5. January 2011 at 8:24 pm

  5. […] Update zu Den stärksten Trieb zum Wasser: […]


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