Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Es ist das Meer

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Nikolaus Gelpke, Eins zu EinsSowas bewundere ich immer heillos: wenn sich einer an seine offenkundige Bieridee nach dem Ausschlafen noch erinnert — und sogar einen Telephonhörer und eine Excel-Datei in die Hand nimmt, um sie durchzuziehen. Nikolaus Gelpke hat einst mare, die Zeitschrift der Meere gegründet, die entgegen aller Marketingstrategien nicht von einer Zielgruppe, sondern von einem Inhalt ausging. Seit homo oeconomicus von Reichweiten weiß und Mediadaten auswertet, ist das einfach krank. Heute wüsste ich von keiner anderen Zeitschrift, dummy und St. Pauli-Nachrichten eingeschlossen, die so viele ergebene Fans hat, die bei der bloßen Erwähnung dieses von Anfang an liebenswerten Blättchens erst mal verzückt Luft holen, ihren glasigen Blick aufsetzen und nach Lobesworten ringen: Die Themen! Die Bilder! Die Recherchequalität! Das Papier! Die Weite, die Tiefe! Ganz wie das Meer.

Qualität kann sich durchsetzen. Muss aber nicht. Ein Jammer, dass solche Unternehmermärchen eigentlich immer Märchen bleiben. Es hat einmal funktioniert. Das beweist nichts. Der Teufel scheißt immer auf einen großen Haufen, sagt Oma.

Es ist aussichtslos, sagt der Businessplan. Es ist lächerlich, sagt der Gründungsberater. Es ist unmöglich, sagt der Finanzsachbearbeiter. Es ist nichts als Schmerz, sagt die Media-Volontärin. Es ist was es ist, sagt Nikolaus Gelpke: am 11. Januar 2011 bei Eins zu Eins. Der Talk im Interview:

http://cdn-storage.br.de/mir-live/bw1XsLzS/bLQH/bLOliLioMXZhiKT1/iLCpbHJG/uwQtsKFCuwJC/_2rc_K1S/_-iS/_-FH571S/uLoXb69zbX06/110111_1605_Eins-zu-Eins-Der-Talk_Nikolaus-Gelpke-Verleger.mp3″

(Ca. 41 Minuten, 38 MB)

Laras Sonnenuntergang

Danke: BR online für Nikolaus Gelpke, Nikolaus Gelpke für die mare, Lara für den Sonnenuntergang und wieder mal Mario Sacco für Aufmerksamkeit!

Written by Wolf

14. January 2011 at 12:01 am

Posted in Reeperbahn

3 Responses

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  1. Das mit mare ist schon alles ok.
    Aber dieses schiefe Meer, das rechts aus dem Bild rausschwappt….
    So muss ich nun mehrere (!) mare-Hefte unter den Monitor-Standfuss rechts klemmen, um die Sauerei mit dem Salzwasser auf dem Schreibtisch zu verhindern. Wenn das der Nikolaus wüsste. Und die Lara, die sagt jetzt bestimmt: Genaus so wollte ich das ja mit dem schiefen Horizont. Glaub ich ihr aber nicht, ist nur ‘ne Ausrede.

    Klaus Jost

    14. January 2011 at 10:59 am

  2. Normalerweise ist die Lara doch recht vertrauenswürdig? Aber so wie die einzuschätzen ist, war die bestimmt schon beim Sonnenaufgang da.

    Wolf

    14. January 2011 at 2:07 pm

  3. Man kann nie genug Meer bei sich zu Hause haben!
    (…und einen Eimer drunter stellen oder ‘nen Suppenteller rechts unter den Computer – mare-Hefte sind zu schade für Salzwasserflecken.) ;o))

    hochhaushex

    15. January 2011 at 6:04 am


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