Moby-Dick™

Leben mit Herman Melville

Archive for the ‘Fiddler's Green’ Category

München am Meer XVI: Idomeneo, Ré di Volksbad

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Update zu Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen:

Newsflash aus dem Müllerschen Volksbad:

Aufgrund von Proben für OPERA INCOGNITA ist die Damenhalle vom 23. bis 26. August 2010 ab 18.00 Uhr für die Öffentlichkeit gesperrt.

Im und auf dem Wasser der Damenschwimmhalle bringt OPERA INCOGNITA mit internationalem Ensemble Mozarts Oper “Idomeneo” zur Aufführung.

Termine: 28. und 31. August sowie 1., 8. und 11. September 2010. Beginn jeweils um 20.00 Uhr. Die Damenhalle ist deshalb an diesen Tagen bereits ab 18.00 Uhr für die Badegäste geschlossen.

Müller’sches Volksbad, Öffnungszeiten.

Misha Jackl, Elettra Bianca Koch, Idamante Reinhild Buchmayr, Abendzeitung 26. August 2010Die Opera seria Idomeneo, Ré di Creta, KV 366 des bekannten Tonsetzers Mozart, spielt zu großen Teilen im und am Wasser. Die Spielstätte im Hallenbad ist also keine Schrulle des Regisseurtheaters, sondern einzig sinnvoll. Das ist das Neue; das Traditionelle ist: Idomeneo wurde im Münchner Residenztheater uraufgeführt.

Idomeneo dauert in Vollversion etwa drei Stunden, in Version der Opera Incognita zweieinviertel Stunden. Es wurden also 20 % gekürzt, wofür vor allem die Darstellerinnen der Ilia und Elektra dankbar sein werden, weil das bacherlwarme Wasser in der kleinen Müllerschen Schwimmhalle so auf die Blase geht. Ferner wurde die Orchesterbesetzung verkleinert, weil es sonst zu sehr hallt, das Cembalo für die Rezitative nass wird und auf der Empore nur Platz für ein begrenztes Ensemble ist. Daher sind die Streicher nur einfach besetzt und die Bläser reduziert, was nach Kammerbesetzung riecht, das sind sowieso immer die schönsten. Vom Bademeister wird Schwimmergruppen ja normalerweise schon das Absingen von “Eisgekühlter Bommerlunder” a cappella verwiesen. Außerdem wirkt in der kleinen Halle zwangsläufig eine Art Neptunbrunnen am Längsende mit, der sicher nichts dagegen hat, wenn er sich für die Dauer der Aufführung immer mit dem Rollennamen Poseidon ansprechen lassen muss. Vom Regisseur Andreas Wiedermann wird ausdrücklich von einem Erscheinen in Smoking bzw. Abendkleid abgeraten, vielmehr Flip-Flops empfohlen. Der in der gesamten Jugendstilarchitektur verwendete Marmor ist ohnehin dermaßen barfußfreundlich, dass man gar nicht ins Wasser will.

Bild: Misha Jackl für die Abendzeitung: Elettra (Bianca Koch) und Idamante (Reinhild Buchmayer) turteln auf Kreta, Probenfoto;
Ouvertüre: The English Baroque Soloists unter John Eliot Gardner.

Written by Wolf

28. August 2010 at 4:05 pm

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München am Meer XV: Fast jeder will kommen

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Update zu Sprache hat dich nur betrogen:

Kunstverein München, Hofgarten-Arkaden Galeriestraße. Almost Everyone Welcome

As good luck would have it, they had had a whale alongside a day or two previous, and the great tackles were still aloft, and the massive curved blubber-hook, now clean and dry, was still attached to the end. This was quickly lowered to Ahab, who at once comprehending it all, slid his solitary thigh into the curve of the hook (it was like sitting in the fluke of an anchor, or the crotch of an apple tree), and then giving the word, held himself fast, and at the same time also helped to hoist his own weight, by pulling hand-over-hand upon one of the running parts of the tackle. Soon he was carefully swung inside the high bulwarks, and gently landed upon the capstan head. With his ivory arm frankly thrust forth in welcome, the other captain advanced, and Ahab, putting out his ivory leg, and crossing the ivory arm (like two sword-fish blades) cried out in his walrus way, “Aye, aye, hearty! let us shake bones together!—an arm and a leg!—an arm that never can shrink, d’ye see; and a leg that never can run. Where did’st thou see the White Whale?—how long ago?”

Chapter 100: Leg and Arm.

Bild: Kunstverein München, Hintereingang in den Hofgarten-Arkaden, Galeriestraße; groß.

Written by Wolf

13. August 2010 at 12:01 am

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München am Meer XIV: Das Spielzeug der Wal

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Update zu Von zum Beispiel den Walfischen
und Mein harmlos Sonettlein von den Katzen und Walen
(und Der alte Mann und der Miez und Drei Leben and still counting:

AniOne Wild Variety Wavy Whale, Öko-Wal Katzenspielzeug

Erlegt bei Multifit Tiernahrungs GmbH via Fressnapf München-Mittersendling, Plinganserstraße 58.

Dagmar Gelven, Fressnapf München-MittersendlingMoritz meint: “Rotschöpfen kaufst du eh alles ab, mrr.”

“Da bin ich schon schlimmer gefahren als für drei neunundvierzich.”

Darum: Katzenjammer über Virginia Clemm — gemäßigter Rotschopf — live im Rockpalast am 26. April 2010!

Bilder: selber; Dagmar Gelven vom Fressnapf.

Written by Wolf

20. July 2010 at 5:22 pm

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München am Meer XIII: Eintritt 15,50

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Update zu Die sichtbare Welt, Das ist Aller vornemsten Welt-Dinge und Lebens-Verrichtungen Vorbildung und Benahmung:

Marmorkarpfen Moby Dick, Stiegl Bräu SalzburgIch hab mich breitschlagen lassen mitzukommen, weil sie da einen Marmorkarpfen (Hypophthalmichthys nobilis) haben sollen, der Moby Dick heißt und so ziemlich der hässlichste Fisch Deutschlands sein soll.

Stimmt, haben sie. Gleich zu Anfang des Rundwegs. Und weil er in der Abteilung mit der nachgestellten Isar wohnt, sogar im Flaucher, den man bei Naturbegehungen immer nur von oberhalb der Wassernarbe sieht (heißt das bei Binnengewässern so?), haben sie ihm einen Kasten Bier beigesellt: Stiegl Bräu Salzburg.

Ein feiner Stoff, weiß ich noch aus Wien. Da muss der Kasten wohl flussaufwärts geschwommen sein, oder der Dekorateur stellt sich vor, wie ein Rudel Österreicher auf Münchenurlaub dem touristischen Geheimtipp nachging, beim polizeilich geduldeten Grillen sein Bier in die Isar zu stellen, und noch nicht mit den seichten Stellen vertraut war.

Marmorkarpfen Moby Dick, FischschwarmMoby Dick, der Marmorkarpfen, entspricht in der Tat nicht den derzeit geltenden Idealen von Schönheit mit seiner charakterstarken Unterlippe, verhält sich aber ausgesprochen gesellig unter der dichten Besiedlung von Fischarten, die als in der Isar ansässig insinuiert werden. Er ist der Schwarmgrößte im künstlichen Flaucher und gibt den jovialen Chef. Die Kleinen machen ihr Ding, und er macht sein Ding. Es geht eng zu, aber es gibt kein Gerempel.

Erst sieht es so aus, als ob Moby Dick ständig bereit wäre, einem seiner Nachbarn eine Flasche gut gekühltes Stiegl Bräu anzubieten, bis man bemerkt, dass die Flaschen schon leer sind. Logisch: Gestern war auch im Wasser Samstagabend. Dann passt er wahrscheinlich nur auf, dass keiner der doofen Döbel und Zingel, was ja schon wie ein Schimpfwort für jemanden klingt, der lax zwischen Mein und Dein unterscheidet, seine Pfandflaschen entwendet. Die werden nämlich draußen am Kiosk angenommen.

Artgerechte Haltung für Münchner.

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Schild Fische nicht berühren“Fotografierst du schon wieder Schilder?”

“Es ist stärker als ich.”

“Der Wolf. Da geht er endlich mal auf dem Meeresgrund spazieren, ohne sich nass zu machen, und was knipst er? Fische anfassen verboten.”

“Was du hast. Was da an Message drinsteckt! Im Lebensraum der Ozeane finden fucking neunzig Prozent allen Lebens statt, und sie hängen Schilder auf, dass man keinen Hering anstupsen soll.”

“Der Ozeane! Nicht Münchens!”

“Und deswegen is der Hering so traurig, wenn ich meinen Finger in sein Biotop reinwasche?”

“Vielleicht is es ja ein Piranha.”

“Siehste. Das wäre dann noch eine Ebene mehr, auf der das gut is.”

“Und außerdem is es gut genug ausgeleuchtet, dass es deine Kamera auch packt, gell?”

Memo to myself: Nächstes Mal geht der Schreiber oder die Art Directrice ins Sea Life.

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Schriftbarsch“Schau, Wolf. Ein Schriftbarsch.”

“Schöner Schriftbarsch.”

“Gefällt dir nicht? Is doch genau dein Fisch.”

“…”

“Versuchst du jetzt zu entziffern, was auf dem draufsteht oder was?”

“Naja, dazu sind wir doch da: um zu lauschen, was uns die Fische zu sagen haben.”

“Was erwartest du? Die fünfzig besten Barschrezepte?”

“Jedenfalls was Gehaltvolles. Für die Typographie bist ja mehr du.”

“Heißt ja auch Schriftbarsch, nicht Schriftenbarsch.”

“Eben.”

“Wo gibt’s denn den?”

“Da, wo’s auch Tintenfische gibt.”

“Und? Was lernst du von diesem possierlichen Gesellen?”

“Er kann in seinen Höckern für bis zu sieben Tage Wasser speichern, aber mit seinen gespaltenen Klauen nicht in den Sand einsinken.”

“Und was sich auf Barsch reimt, steht auch drauf?”

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Feuerfisch Amphore“Uah, is der schön.”

“Wer? Der Nemo?”

“Der heißt nicht Nemo, du Disneyopfer. Anemonenfisch heißt der. Außerdem mein ich den Feuerfisch.”

“Anemonenfisch? Da steht aber Clownsfisch.”

“Auch Disneyopfer. Alle.”

“Aber du bist die Kapazität für Meeresbiologie.”

“Nein, für Form und Inhalt. Und ‘Nemo’ als Abkürzung für ‘Anemonenfisch’ war auch bloß bei Jules Verne geklaut.”

“Deswegen sieht der auch aus wie mit Schreibfedern gespickt.”

“Der Nemo?”

“Der Feuerfisch.”

“Und er wohnt in einer WG mit dem Schriftbarsch und dem Tintenfisch.”

“Und da schreiben sie immer alle der Schildkröte den Panzer voll.”

“Glaub’s ruhig. Die große Runde vorhin, das war die einzige Meeresschildkröte Bayerns.”

“Hat Michael Ende nicht zuletzt in München gewohnt?”

“Der Beweis.”

“Was steht denn auf Schildkröten, wenn sie nicht grade Momo zu Meister Hora führen?”

Consider the Lobster.”

“Logisch.”

“Logisch.”

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Nautilus“Boah, so groß sind die?”

“Wer denn?”

“Nautilus.”

So groß sind die gar nicht. Ganz kleiner Verlag, immer noch independent, in Hamburg. Haben mal tolle abseitige Irika gemacht, und Franz Dobler war mal bei denen.”

“Wolf!!”

“Ach, die Schnecke da meinst du.”

“Das U-Boot bei Jules Verne bestimmt nicht.”

“Das wenn mir wieder eingefallen wär…”

“Wetten, das war deine erste Idee?”

“Meine zweite. Weil ich nämlich im Gegensatz zu manchen Meeresbiologen noch ein anderes Buch von Jules Verne kenn. — Was hatn der da in der Mitte, das aussieht wie ein Auge?”

“Das ist… ein Auge.”

“Typisch.”

“Was?”

“Dass nichts ist, wie es scheint.”

“Wieso denn? Sieht aus wie ein Auge, ist ein Auge.”

“Genau das mein ich: Nicht mal auf das is mehr Verlass.”

“Wolfwolfwolf…”

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Muränen“Cool, Muränen!”

“Und ein Stachelrochen. Der is cool.”

“Warum is jetz dein Stachelrochen cooler als meine Muränen?”

“Der heißt auf Englisch Stingray!”

“Du sollst Fische gucken, nicht Schilder.”

“Aber das heißt doch, dass Rochen auf Englisch Ray heißt!”

“Jaaa…?”

“Ja! Und Ray Charles is dann der Rochen Karl!”

“Du bist ein Kindskopf.”

“Ich find nicht, dass Ray Charles durch besondere Kindlichkeit aufgefallen is.”

“Vor allem nicht der X-Ray. Das is nämlich der jugendgefährdende.”

“Der heißt doch X-Rate.”

“Das gibt Sinn. Vor allem, wenn man weiß, wie sich Muränen benehmen.”

“Aua…”

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Großes Mädchen an der Scheibe“Was knipst du denn wieder?”

“Keine Schilder. Piranhas.”

“Es sieht aber aus wie hübsche Mädels in Sandalen.”

“Is mir gar nicht aufgefallen.”

“Pfff!”

Lass doch die Frau da gucken.”

Du guckst!”

“Ja — die Piranhas.”

“Genau wie das hübsche Sandalenmädel!”

“Darin erschöpfen sich aber auch die Verbindungen zwischen uns.”

Du erschöpfst!”

“Liebling, du bist ja eifersüchtig.”

“Nein, ich krieg bloß langsam Hunger.”

“Fischstäbchen?”

“Ein Eis.”

“Aber ich bin ein Kindskopf, ja? Die Sonderausstellung Quallen müssen wir noch.”

“Bäh. Dann lieber hübsche sandalige Mädels.”

“Na bitte, geht doch.”

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Kleines Mädchen an der Scheibe“Wolf! Schon wieder Mädels knipsen!”

“Jetz geht’s aber los. Wie alt isn die? Vier?”

“Ihr Großvater könntest du sein.”

“Vater vielleicht.”

“Und? Bist du’s?”

“Nicht dass ich wüsste.”

“Ganz sicher bist du aber nicht.”

“Jedenfalls is die blond.”

“Alle Vierjährigen sind blond. Außerdem vererbt sich Blondhaar rezessiv.”

“Bestehst du auf einen Vaterschaftstest?”

“Funktioniert sowas bei Kaltblütern?”

“Sie ist kein Fisch! Nehm ich an.”

“Schlimmer: Blond!”

“Ich will auch ein Eis.”

“Ein Stiegl Bräu willst du.”

“Ei stimmt ja. Schaumer mal, ob der Moby Dick schon Bier holen war.”

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Seepferdchen an AnkerketteAls ich noch ein Seepferdchen war,
Im vorigen Leben,
Wie war das wonnig, wunderbar
Unter Wasser zu schweben.
In den träumenden Fluten
Wogte, wie Güte, das Haar
Der zierlichsten aller Seestuten,
Die meine Geliebte war.
Wir senkten uns still oder stiegen,
Tanzten harmonisch um einand,
Ohne Arm, ohne Bein, ohne Hand,
Wie Wolken sich in Wolken wiegen.
Sie spielte manchmal graziöses Entfliehn,
Auf dass ich ihr folge, sie hasche,
Und legte mir einmal im Ansichziehn
Eierchen in die Tasche.
Sie blickte traurig und stellte sich froh,
Schnappte nach einem Wasserfloh
Und ringelte sich
An einem Stengelchen fest und sprach so:
Ich liebe dich!
Du wieherst nicht, du äpfelst nicht,
Du trägst ein farbloses Panzerkleid
Und hast ein bekümmertes altes Gesicht,
Als wüßtest du um kommendes Leid.
Seestütchen! Schnörkelchen! Ringelnaß!
Wann war wohl das?
Und wer bedauert wohl später meine restlichen Knochen?
Es ist beinahe so, dass ich weine –
Lollo hat das vertrocknete, kleine
Schmerzverkrümmte Seepferd zerbrochen.

“Das sieht dir wieder ähnlich, dass du so einen Schweinkram auswendig kannst.”

“Genau deswegen bist du stolz auf mich.”

“Und weil du so schön Schilder knipsen kannst.”

“Und dergleichen.”

“Grr.”

Grünes Seepferdchen“Stell dich mal zu dem Hai, dann knips ich dich.”

“Der Hummer tut’s nicht?”

“Nein, der wohnt zu finster. Hai hat besseres Licht.”

“Na, dann zu den Seepferdchen.”

“Quark. Schau mal, wie groß die sind. Da krieg ich grade deinen großen Zeh daneben drauf.”

“Ich werd mich nicht zu den Muscheln stellen. Es heißt Sea Life, nicht Beach Life.”

“Nein, die sind für die Kindervorstellung aufm Trockenen. Hast du eigentlich Haare gewaschen?”

“Genau an dem Tag, wo du zum letzten Mal die Unterhose gewechselt hast.”

“Du willst doch wohl nicht in Klamotten ins Aquarium.”

“Wenn du mich zu den bakteriologischen Präparaten steckst, mach ich’s wie deine grauslichen Quallen.”

“Und ich wie die Austern.”

“Okay, zum Hai.”

“Armer Hai.”

“Kann mir kurz jemand auf die Sprünge helfen, wozu ich dir den Eintritt bezahlt hab?”

Lecker Brauseröhrchen“Damit du mich allein in die Sonderausstellung Quallen schickst, die im Preis mit drin wär, und derweil noch mehr Geld für Eis, Brauseröhrchen und Plüschnemos ausgeben kannst.”

“Nää, lass mal. Einen Plüschhai hätt ich vielleicht genommen.”

“Einen Hai? Im Ernst?”

“Der war souverän, der Hai. Also der echte vorhin. Wie Sherman auf meinem Bildschirmschoner.”

“Echt? Den gibt’s wieder? Für Vista?”

“Für XP jedenfalls.”

“Ein Grund mehr, mit Windows 7 zu warten.”

“Meine Rede. Bis in die Steinzeit.”

“Haie gibt’s ja schon länger. Da werden die schon noch eine Zeitlang halten.”

“Nicht so lang wie Nautilus, die gibt’s ja schon seit… naja — lang.”

“Eine stabile Lebensform. An der Konstruktion scheint irgendwas zu stimmen.”

“Wegen Survival of the fittest und so? Darwinist.”

“Wer fängt jetzt wieder an mit dem Schweinkram?”

“You ain’t seen nothing yet.”

“Ich weiß, ich weiß. Neunzig Prozent allen Lebens.”

“Consider the hübschen Mädels.”

“Charmeur.”

Ruderambiente

Bilder: Sea Life München, Muttertag 9. Mai 2010.

Written by Wolf

26. May 2010 at 6:41 am

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München am Meer XII: Childhood Winter’s End

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Update zu To sail you home,
Golddublone für mich!
und What I Heard about the Apple Barrel:

Boys get discovered as winter melts,
Flowers competing for the sun.
Years go by and I’m here still waiting,
Withering where some snowman was.
Mirror, mirror, where’s the crystal palace?
But I only can see myself
Skating around the truth who I am
But I know dad, the ice is getting thin.

When you gonna make up your mind?
When you gonna love you as much as I do?

Tori Amos: Winter, in: Little Earthquakes, published in the USA on February 25, 1992.

Why tell the whole? The blows of the basement hammer every day grew more and more between; and each blow every day grew fainter than the last; the wife sat frozen at the window, with tearless eyes, glitteringly gazing into the weeping faces of her children; the bellows fell; the forge choked up with cinders; the house was sold; the mother dived down into the long church-yard grass; her children twice followed her thither; and the houseless, familyless old man staggered off a vagabond in crape; his every woe unreverenced; his grey head a scorn to flaxen curls!

Chapter CXII: The Blacksmith.

Now, as it shortly turned out, what made this incident of the Rachel‘s the more melancholy, was the circumstance, that not only was one of the Captain’s sons among the number of the missing boat’s crew; but among the number of the other boat’s crews, at the same time, but on the other hand, separated from the ship during the dark vicissitudes of the chase, there had been still another son; as that for a time, the wretched father was plunged to the bottom of the cruellest perplexity; which was only solved for him by his chief mate’s instinctively adopting the ordinary procedure of a whale-ship in such emergencies, that is, when placed between jeopardized but divided boats, always to pick up the majority first. […]

But the captain, for some unknown constitutional reason, had refrained from mentioning all this, and not till forced to it by Ahab’s iciness did he allude to his one yet missing boy; a little lad, but twelve years old, whose father with the earnest but unmisgiving hardihood of a Nantucketer’s paternal love, had thus early sought to initiate him in the perils and wonders of a vocation almost immemorially the destiny of all his race. Nor does it unfrequently occur, that Nantucket captains will send a son of such tender age away from them, for a protracted three or four years’ voyage in some other ship than their own; so that their first knowledge of a whaleman’s career shall be unenervated by any chance display of a father’s natural but untimely partiality, or undue apprehensiveness and concern. […]

But by her still halting course and winding, woeful way, you plainly saw that this ship that so wept with spray, still remained without comfort. She was Rachel, weeping for her children, because they were not.

Chapter CXXVIII: The Pequod Meets The Rachel.

On the second day, a sail drew near, nearer, and picked me up at last. It was the devious-cruising Rachel, that in her retracing search after her missing children, only found another orphan.

Epilogue.

25. Februar 2010: Die Little Earthquakes von Rotschopf Tori Amos wird volljährig. Wir hatten schon viel Spaß miteinander.

Cover Tori Amos, Little Earthuquakes

Freundliche Begegnung:

“Hast seen the White Whale?”

“Aye, yesterday. Have ye seen a whale-boat adrift?”

Chapter CXXVIII: The Pequod Meets The Rachel:

Friendly Encounter bei mir im Hinterhof, 17. Februar 2010:

Freundliche Begegnung. Friendly Encounter

Written by Wolf

25. February 2010 at 12:01 am

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München am Meer XI: The great live Squid, which they say, few whale-ships ever beheld, and returned to their ports to tell of it

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Update zu 50 Jahre alte Fischstäbchen:

Slowly wading through the meadows of brit, the Pequod still held on her way north-eastward towards the island of Java; a gentle air impelling her keel, so that in the surrounding serenity her three tall tapering masts mildly waved to that languid breeze, as three mild palms on a plain. […]

Whatever superstitions the Sperm Whalemen in general have connected with the sight of this object, certain it is, that a glimpse of it being so very unusual, that circumstance has gone far to invest it with portentousness. So rarely is it beheld, that though one and all of them declare it to be the largest animated thing in the ocean, yet very few of them have any but the most vague ideas concerning its true nature and form; notwithstanding, they believe it to furnish to the Sperm Whale his only food. For though other species of whales find their food above water, and may be seen by man in the act of feeding, the Spermaceti Whale obtains his whole food in unknown zones below the surface; and only by inference is it that any one can tell of what, precisely, that food consists. At times, when closely pursued, he will disgorge what are supposed to be the detached arms of the squid; some of them thus exhibited exceeding twenty and thirty feet in length. They fancy that the monster to which these arms belonged ordinarily clings by them to the bed of the ocean; and that the Sperm Whale, unlike other species, is supplied with teeth in order to attack and tear it.

There seems some ground to imagine that the great Kraken of Bishop Pontoppodan may ultimately resolve itself into Squid. The manner in which the Bishop describes it, as alternately rising and sinking, with some other particulars he narrates, in all this the two correspond. But much abatement is necessary with respect to the incredible bulk he assigns it.

Chapter LIX: Squid.

Fachliteratur:

Unerforschtes Glockenbachviertel:
Ecke Blumenstraße/Pestalozzistraße/An der Hauptfeuerwache,
7. Februar 2010.

Written by Wolf

12. February 2010 at 12:01 am

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München am Meer X: 50 Jahre alte Fischstäbchen

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Update zur Schaafswolle und
Die Leere trägt jeder in sich allein:

Käpt'n Iglo im Taxi, bild.de, Fr 20. November 2009

Alle lieben ihn, jeder hat ihn schon mal gesehen: Käpt‘n Iglo aus der TV-Werbung. Diesen kantigen Seemann kennt wirklich jedes Kind. Mit schmucker Uniform und weißem Rauschebart macht er seit Jahren Werbung für die leckeren Fischstäbchen. Was keiner weiß: Der Seemann hat noch einen ganz anderen Job! Mitten in München.

Im echten Leben heißt der TV-Käpt‘n Gerd Deutschmann (74). Der Vater von zwei Töchtern blickt auf eine lange Karriere als Schauspieler zurück. Theater, Fernsehen, Werbespots: Der Hobby-Schwimmer hat alles gemacht.

In der Serie „Löwengrube“ spielte er zum Beispiel neben Christine Neubauer (47) einen Regierungsrat, im „Komödienstadl“ den Ehemann von Veronika von Quast (62). Vor der WM 2006 drehte Deutschmann zusammen mit Fußball-Weltstar David Beckham (34) einen Werbespot für Pepsi in Madrid. „Diese Jobs haben viel Spaß gemacht“, sagt er.

Doch der Werbe-Seebär hat noch einen ganz anderen Job: Er ist ein waschechter Münchner Taxier! Und das seit fast 45 Jahren!

„Früher, als ich noch Theater spielte, bin ich bis 13.30 Uhr Taxi gefahren, bin dann zur Probe und danach wieder ins Taxi.“ Die Ochsentour ging weiter: „Abends bin ich mit dem Taxi vors Theater, bin rein, habe gespielt und nachher weiter Taxi gefahren“, erzählt er.

Im Dezember 2008 wurde die Firma „Iglo“ auf den Münchner aufmerksam. „Bei einem Casting haben mich zwei Damen ausgesucht“, sagt er. Im Januar wurde in Kapstadt der Spot gedreht – seit März läuft er im TV. Inhalt: Käpt‘n Iglo geht mit Kindern auf große Fahrt. Als Proviant gibt‘s was? Genau: Fischstäbchen.

„Ich selbst esse täglich mindestens 120 Stück“, sagt der Käpt‘n augenzwinkernd. Und braust im Taxi davon…

Oliver Grothmann: Seit 45 Jahren! Käpt’n Iglo fährt Taxi in München, 20. November 2009.

Käpt'n Iglo im Fernseh, bild.de, Fr 20. November 2009

Bilder: Bild (Theo Klein, 20. November 2009).

Film: Käpt’n Iglo in Nürnberg! Frankenpirat (sic) am 18. Mai für 25. April 2009.

Written by Wolf

20. November 2009 at 7:29 am

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